Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#12 Mach was du willst, aber mach's richtig

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

»Mach was du willst, aber mach’s richtig« appears in a song called »Kafka Luise«, which is a musical master piece from the German left wing band »Von Wegen Lisbeth«
https://www.youtube.com/watch?v=w6Enz9_rSiY

[Songtext zu „Kafka Luise (2012er Version)“]

[Verse 1]
Weißt du schon, wo du landest
Wenn du aus allen Wolken krachst?
Weißt du schon, wo du strandest
Wenn du die Welle mal verpasst?
Weißt du schon, welche U-Bahn
Bock hat dich nach Hause zu fahr’n?
Wenn du alleine bist
Wenn du den Plan vergisst
Wenn zwischen E und Mate

Gästelistenplatz und Arte
Nicht mehr viel bleibt von mir
Sag, kommst du dann zurück zu mir?
Wer bringt dich nach Hause
Wenn gar nichts mehr fährt?

[Chorus]
Scheiß auf Kafka, Luise!
Lass uns einfach mal uncool sein
Alles andere ist nicht wichtig
Scheiß auf Kafka, Luise!
Komm wir brechen ins Freibad ein
Mach was du willst, aber mach's richtig

[Verse 2]
Mach was du für richtig hältst
Aber mach's für dich alleine
Wenn du nicht mehr richtig bellst
Wie weit tragen dich deine Beine?
Schaffst du's dann noch bis zu mir?
Ich glaub die hab'n den Park gesperrt
Und auf 91.4 gesagt
Dass man sich nur verfährt
Würdest du dann ohne Plan
Trotzdem in die Richtung fahr'n?
Und vielleicht irgendwann
Fängst du zu tanzen an
Wer bringt dich nach Hause
Wenn gar nichts mehr fährt?

[Chorus]
Scheiß auf Kafka, Luise!
Lass uns einfach mal uncool sein
Alles andere ist nicht wichtig
Scheiß auf Kafka, Luise!
Komm wir brechen ins Freibad ein
(Scheiß auf Kafka, Luise!)
Mach was du willst, aber mach's richtig

(Scheiß auf Kafka, Luise!)

https://genius.com/Von-wegen-lisbeth-kafka-luise-2012er-version-lyrics


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Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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