Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#112 Liebe Volksmassen

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Marxismus ist ja schon Beweis der objektiven Revolutions-Notwendigkeit. Einfach Kapital zählen.

Kurz zur Grundsteinlegung: diese Folge muss den Abschluss der Trilogie, in der ich auf die Konkurrenten eindresche und über sie herziehe usw., bilden. Aber vielmehr noch muss diese Folge den Anfang bilden einer neuen Art des Herangehens ans Podcastaufnahmegerät (Gear): Ja, die Gier schlummert immer in mir und gerade deshalb greife ich gerne so impulsiv zum Mikrofon. Aber jetzt soll alles mit einbezogen werden. Nicht nur das Sprechen ist der Akt des Herstellens meiner ureigenen Podcastwirklichkeit, sondern vielmehr noch das vorbereitende Schreiben. Hier will ich witzig sein, konzentriert einen roten Faden aufbauen, elaboriert die Enden meiner begrifflichen Diskursarbeit zusammenführen. Es geht darum, sich selbst begreiflich zu machen: diese Arbeit ist auch wichtig und nicht geringzuschätzen, nur weil du nicht den unmittelbaren Eindruck davon direkt danach als Audiodatei gespeichert hast und du weißt, dass diese Datei in ein paar Tagen die Ohren der Hörer erreicht. Jede Arbeit ist wichtig, man muss vor allem die eigenen Arbeiten erst richtig ernst nehmen, wenn nicht die vermeintliche Anerkennung durch die Rezipienten dieser kulturellen Arbeit ins Haus steht und noch einige Wochen und Monate vergehen können bis zur Publikation, und noch Jahrhunderte, bis die Publikation schließlich die Richtigen erreicht.

So muss ich mich lösen vom Blick des GA. Er durchdringt mich, sei es nun Stefan oder die Projektion einer anonymen, grundgütigen, allesverstehenden Publikumsmasse. Nur der Künstler versteht sein Werk und jede Schattierung und Note darin vollends, schreibt Nietzsche.

Marx Judenfrage

Diese soziale Kälte der bürgerlichen Gesellschaft. Sie reißt uns alle äußerlichen Bestimmungsmerkmale herunter; Voraussetzung ist das Christentum als Kultur der Verinnerlichung, des ind. Heilswegs, der um die praktische nutznießerische Seite des jüdischen Schachers ergänzt wird.

  • Nochmals nacharbeiten: Was ist schlimmer? Willkürjustiz weltweit aber eigene Bürger davon ausnehmen? Oder Terror gegen eigene Bevölkerung, um Doktrin des unantastbaren Sozialismus zu festigen? Es wäre durchaus wünschenswert, die USA würden eigene Politiker umbringen…. Terror der SU nicht runterspielen, Todesurteile einräumen, aber auf Macht der Wortwahl hinweisen: Schauprozesse vs. Rechtsstaat, Oligarchensystem vs. Demokratie, Autokrat vs. lib/zivile Freiheiten (die durch ök. Potenz ermöglicht werden, während vernachlässigte Länder wie Chile in reaktionäre Muster abgleiten)

  • Wichtiger Punkt: es wäre eigentlich für die Welt besser, die USA würden eine Massendeportationsorgie starten wie die UdSSR damals sowie ihre Spitzenpolitiker exekutieren lassen. Stattdessen nur faschistische Mobs und reaktionäre Despotien weltweit zu fördern mag auch unappetitlich anmuten für den heutigen westlichen Menschen, aber schlimmer kommt ihm die russische Grausamkeit der postrevolutionären Klassenkämpfe vor: davon könnte ja auch der Staatsbewohner selbst betroffen werden. Ergo darf es eher keine Revolution geben, so die Folgerung, diese könnte per se unmenschlich sein, während das heutige System uns Weltbürgern erster Klasse einige Annehmlichkeiten und Freiheiten (Ehe für alle, Reisen, ökonomischer Aufstieg) bereithält, auf die man ungern verzichten mag, was an sich nicht verwerflich ist, da wir alle physische Wesen und auf materielle Energie- und Liebeszufuhr angewiesen sind. In den Köpfen der ach so rebellischen Linksliberalen, die sich an den Kapitalismus anpassen, aber ihn doch auch ablehnen wollen, wird daraus aber der Glaube an die absolute Unüberwindbarkeit und Alternativlosigkeit unserer paar ideellen Garnierungen der Machthierarchie und ökonomischen Weltordnung: Antiautoritarismus, Solide Finanzpolitik (Inflation gering halten, so als wäre das Ursache, und nicht Folge der besseren Wirtschaftsentwicklung in der EU oder Schweiz im Vergleich zu anderen Weltregionen).

C und Rassismus

Es ist ja klar, dass weltweit immer mehr Menschen an kapitalistischen Übeln wie aufgezwungener Flucht, verödetem Ackerland, unzureichender sanitärer und medizinischer Infrastruktur und Versorgung sterben. Aber dass das einfach hingenommen werden muss, weil systemimmanent, ist zwar Fakt, aber auch unangenehm und lässt sich trotz Dauerbeschallung durch ruhigstellende Medienangebote (Medikalisierung und Medialiserung fallen zusammen; weiterer Ausbau meiner Theorie von Twitter als harter Droge, die uns der bürgerliche Staat absichtlich kosten lässt, um uns verwirrt zu halten) nicht ganz verdrängen. Also der Ersatz durch Covid: jetzt wird dem bürgerlichen Staat aber wirklich geglaubt, auf Menschenleben zu achten.

Trotz besseren Wissens (Pfaller Ambivalenz) muss weiter geglaubt werden, Gesundheitsschutz sei möglich.

Aber: „Das Sterben in den Heimen war das dunkelste Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte“ (Dietmar Bartsch)

Diesen Satz machen sich all jene besorgten Kommunisten zu eigen, die der BRD Versagen und China Gelingen beim Schutz seiner Schäfchen attestieren. Er offenbart tiefe marxistische Unkenntnis über die tatsächlich begangenen Unrechtsgewohnheiten in einem der Weltzentralmacht USA angegliederten bürgerlichen Gesellschaft. Aber er wirft ein Licht auf die Sackgasse des Marxismus. Wenn wirklich nicht schlimmer und beklagenswerter war als das für Einzelpersonen tragische Versterben während Covidwellen 2020 und 2021, dann gibt es gar nicht so viel revolutionär umzugestalten hierzulande.

Eher China, die Türkei, Brasilien, diese Länder müssten sich mal am Riemen reißen, nicht wahr?

So erweist sich diese kommunistische Spielart nicht nur als Legitimation des Klassenstaates, sondern sogar als dessen brave Ausgestaltung mittels genau der Möglichkeiten, die demokratisch zugestanden werden.

China usw., ja, da stimmt es, dass noch viel zu tun wäre, bis die Menschenrechte eingehalten werden. Hierzulande? Gibts nichts zu sehen, keine Verbrechen, höchstens verbesserungswürdige Dysfunktionalitäten der Politik, die aber grundsätzlich im richtigen Rahmen agiert und nur noch ein wenig demokratischer gestaltet werden muss, um auch alle ins Boot zu nehmen und etwa in einer Pandemie die Alten zu schützen.

Die BRD selbst ist dieser dunkelste Fleck auf dem Antlitz der Welt. Andere imperialistische Länder mögen noch den Traum träumen, „auch mal dran zu kommen“. Die BRD gründet sich aber auf der direkten Erfahrung der Nazibarbarei und beruft sich zur moralischen Legitimation immer wieder auf die Anerkennung der Schuld und Überwindung dieses dunklen Kapitels… dabei gleichzeitig eine der zwei potentesten imperialistischen Mächte der Welt zu sein, ist eine unüberbrückbare Schande, ein Fleck des Grauens, der sich auf die im KZ angesammelten Flecke aufaddiert.


Die brasilianische Sonne hat mich gebildet.

So bin ich also in der Lage, durch die mir zugeflossene Energie weit herangereift in meinen geistigen Kräften, die Notwendigkeit des Sozialismus zu erfassen selbst bei Miteinberechnung seiner anfänglichen Unterlegenheit etwa in der Industrieproduktion in manchen Vergleichszeiträumen (BRD/DDR). Andere sind materiell ausgeliefert, beherrscht durch die Lieferketten und Produktionszusammenhänge, die ihnen Würde garantieren, sich aber nicht durchschauen und erfassen lassen, wodurch die Gesetzmäßigkeiten unseres ökonomischen Lebens im Unklaren bleiben, wie Weber hellsichtig bemerkt, im Gegensatz zum Wilden, der weiß, wie er Fisch fängt und sich sein tägliches Überleben organisiert (Illouz? Zitat).

Warum nur habe ich diesen unversöhnlichen Drang in mir, das herrschende System zu ersetzen? Weil es nicht nur unser herrschendes System ist, sondern seine Fangarme bis nach Südamerika ausbreitet. Es ist dieser Zusammenhang, diese vielleicht durch Brasilien entstandene dialektische Analysefähigkeit, oder besser der Zwang, alles unter einen Gesichtspunkt zu ordnen, die potentielle Ordnung der Welt und der sie beschreibenden Gedanken und Begriffe zu behaupten. Brasilien ist nicht einfach im luftleeren Raum, es findet Handel statt, Migration, aber am wichtigsten: Übertragung von Konzepten wie „Kapitalismus“ und „liberale Demokratie“ oder „Antikommunismus“.

Ich bin hier in einer anderen ideologischen Position, als Menschen, die immer in Deutschland lebten. Es ist nicht ihre schuld, auf die materielle Zuwendung der südländischen Sonne und des Meeres verzichtet haben zu müssen. Genauso müssen wir die Widersprüche zwischen BRD und DDR analysieren: wie kann es sein, dass das fortgeschrittenere, sittlichere Land (DDR) dennoch weniger Güter produziert und somit seinen Bürgern einen Anreiz zum Auswandern gibt, welche die Route in die BRD nehmen?


S und W brauchen ja auch die Klärgrube, den Sumpf, das gärende, zum Gähnen langweilige Material der MSM, um sich daran zu reiben und ihre Überlegenheit zu demonstrieren. Ohne dieses Basis des dümmlichen Mediendiskurses würde ihnen die ökonomische Grundlage des Podcasts wegbrechen. Aber warum wenden sie sich nicht von vornerein an die wachsende Schicht derer, die sich abkoppeln von der Medienwahrheit? Stattdessen wollen sie an diejenigen andocken, die an Demokratie, Freiheit, Marktwirtschaft glauben. (Das ist auch der Fehler der Querdenker)

Aus Angst, für Faschisten genommen zu werden. (Was lauert dort in den Untiefen des Netzes: der Verschwörungsdenker, der auf Abwege kommt) Es sollte aber egal sein, was Leute über einen denken, die wie der etablierte Haupstadtjournalismus selbst integraler Bestandteil des neofaschistischen deutschen Staates sind. Warum sind Hitler und die Nazikeule so präsent im kollektiven Imaginären, im hegemonialen Diskurs? Nur aus dem heimlichen Wissen um die Kongruenz der eigenen Weltverbesserungs-Attitüde mit den erlösungsheischenden Überzeugungen und Methoden der Nazis kommt der Begriff des Faschismus immer wieder herauf aus den Untiefen des Unbewussten und es werden etwa Querdenker als Nazis bezeichnet. Exakt in dem Moment, in dem an Nazideutschland erinnernde Methoden eingeführt werden (2G, Zwangsimpfung, ) muss natürlich dem Protest an dieser Umwandlung der vormaligen zivilisatorischen Gewissheiten und Dämme der Begriff des Nazis gegen die Protestfront gerichtet werden.


Die Tatsache der Grundierung unserer Gesellschaft auf faschistischer Basis erschöpft sich natürlich nicht im Coronaregime, das eher ein Symptom einer sich selbst als postideologisch wähnenden Gesellschaft, die keinen Mythos mehr glauben kann und sich unter gewissen historischen Bedingungen einfach nach der harten Hand von Merkel sehnt, die uns sagt, jetzt müssen wir alle zusammenstehen gegen den äußeren Eindringling, das Virus, und innere Saboteure - Querdenker - die sich unsolidarisch verhalten und Leben gefährden. So kommen bizarre Regelungen wie Ausgangssperren zustande, an deren wissenschaftliche Begründung wohl niemand ernsthaft glaubt, die aber umso verbissener verteidigt werden, da man sich ohne Schein eines Zweifels auf der richtigen Seite glaubt und die Kritiker als Faschisten oder auch als das ganz andere, die grundlegende Alterität zum rationalen, verantwortungsvollen Normalbürger abstempelt. So wie die Juden für die Naziideologie entscheidend waren als Saboteure, denen man jeden gesellschaftlichen Widerspruch in die Schuhe schieben konnte, sind die Querdenker für den heutigen Faschismus der bürgerlichen Mitte das ganz Andere.

Die Ankopplung an das Gedankengebäude des Faschismus zeigt sich aber viel umfassender in Deutschlands Mittäterschaft als Mitläufer im US-Imperialismus. Wer einfach an der Seite eines großen Landes steht, das immer wieder kleinere überfällt, vergewaltigt, entrechtet und deren Bewohner zu Sklaven und unnützen Menschen degradiert, sie mithin jahrzehntelang dem barbarischen Terror des Drohnenkriegs aussetzt, der ist nicht nur Mitläufer sondern auch Mittäter. Dies ist die Rolle Deutschlands als Gehilfe und Ermöglicher der völkerrechtswidrigen US-Feldzüge. Nun kann man auch ablehnend auf die russische Invasion der Ukraine blicken. Wer aber mit dieser Ablehnung gleichsam die Prämissen des bräsigen halbfaschistischen BRD-Konsens bejaht, der springt wiederum den Tätern zur Seite und verwischt die Grenzen zwischen dem absolut zu Verurteilenden, Grausamen, zynischen Expansionsimus der USA und den begrenzten militärischen Interventionen der nicht-imperialistischen Mächte wie Russland. Diese Natoversteher sind die besten Handlanger, die sich das BRD-Regime wünschen kann. Denn es ist vorteilhaft, nicht nur Rechtsliberale als Stimmen des Pluralismus zu haben sondern die Diskurshegemonie durch eine zweite, links angehauchte Flanke zu sichern und zu festigen, sodass wiederum jede Fundamentalkritik den Faschisten der AfD etwa überlassen wird, woraufhin man sich bestätigt glaubt in seiner verbrecherischen Kollaboration mit dem BRD-Regime, das fälschlicherweise als Bollwerk gegen und nicht als Ermöglicher des Faschismus wahrgenommen wird.

Die Ausweitung der EU nach Osten ist also durchaus unter dem Gesichtspunkt zu sehen, dass damit Hitlers Träume verwirklicht werden, sich ganz Europa einzuverleiben und zu unterwerfen. Die Menschen im Osten sind materiell viel schlechter gestellt und haben keinen Anspruch auf gleiche Sozial- und Wirtschaftsentwicklung. Trotzdem unterliegen sie unserer Jurisdiktion. Wir können auf sie herabblicken und mittels imperialistischer EU dafür sorgen, dass sie niemals unser Wohlstandsniveau erreichen. Außerdem können sie als Kanonenfutter in neuen systemimmanenten kriegerischen Attacken gegen Russland eingesetzt werden.


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Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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