#113 Profite
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Marx bourgeois egoistisch. Stefan migration an unsere interessen (profit) denken
MM56 ddr kurz vor Pleite Tamtam und Tabus
Hacks im Dezember 89: "Ginge es nach dem DDR Volk, würde jetzt schon wieder Honecker regieren. Es geht aber nicht nach dem DDR Volk"
China keine Impf Segregation
Der Mensch – ein degeneriertes Tier. Er steht da, nackt, bedürftig. Er weiß sich nicht zu helfen, hat Angst vor dem Tod oder elenden Sterben. Was tun? Da bleibt nur noch, dem Bourgeois treu zu folgen. Was er mir gibt, wird schon weiterhelfen. Und in der Tat. Mit Geld lässt sich eine Weile überleben. Aber was dann? Ist das alles ,wozu wir bestimmt sind, arbeiten und zufrieden den kleinen Teil der großen Produktivtorte verzehren? Würde es nicht auch reichen, im Wald zu leben und von Früchten, die man sammelt… oder nur zehn Stunden die Woche zu arbeiten? In der Tat, wenn man als Abhängiger im Produktionsprozess gesetzt ist, dann sollte man entweder eine größere Beute bekommen oder mit Stolz auf die Beute verzichten und sich mit Armut und Bescheidenheit zufrieden geben.
Aber wer könnte sich überhaupt vorstellen, wie eine Arbeit in der modernen arbeitsteiligen Weise aussehen könnte ohne Kapitalherrschaft? Da fängt man lieber gar nicht erst an, nachzudenken, und die, die anfangen, brechen bald wieder ab; die, welche weiter kommen, verurteilen die mangelnde Zähigkeit und Kraft der auf halbem Weg Steckengebliebenen, so lässt sich keine revolutionäre Masse in Schwung bringen… was ist überhaupt real? Was wollen wir? Wo ist das Ziel? Alles Fragen, auf die die heutige bourgeoise Vorstellungswelt keine Antwort hat. Also sollten wir Proletarier auch nicht überhastet proklamieren, diese in der Tasche zu haben, sondern wir können unseren Stolz auf unsere Bedürftigkeit gründen. Erst wer arm ist, muss erfinderisch werden, wer leidet, der erlebt außergewöhnliche Momente. So machen wir uns auf den Weg, den Packen auf uns zu nehmen.
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Arg und Bras keine Heimat, auf die ihre Bewohner stolz sein können.
China… Xi greift mittels Corona durch, einfach um seine Herrschaft zu festigen. Bezug zu Stalin Prä-Weltkriegsära?
Rus und China sagen sich, wir müssen einen Feldzug starten, mit dem wir von der Abhängigkeit vom Westen hin zu mehr Autonomie und Kooperation mit dritten Ländern, die auch nicht Teil des Kern-Imperialismus sind, kommen. Denn anders als diesen Weg voran können wir gar nicht gehen: bleiben wir stehen, erschlägt uns der Westen. Was der Irakkrieg zeigte: die USA suchen verzweifelt einen nächsten Feind nach dem Untergang der Sowjetunion und der Jelzinzeit, in der diese anarchisch zerlegt wurde und keinen ernsthaften Gegner mehr darstellte sondern nur noch ein lustlos und beiläufig ausgenommenes Peripherieland. Und obendrein zeigte sich durch die aggressive US-Militärpolitik im Verlaufe der 90er und 2000er, wie auch die schärfsten Imperialismuskritiker wohl recht gehabt hatten, indem sie behaupteten, der von Truman begonnene und parteiübergreifend kontinuierlich geführte Kalte Krieg seit 1946 habe gar nicht auf einem Glauben und einer begründeten Einschätzung der Russen als freiheitsfeindlich und unmenschlich beruht, sondern auf der schlichten Notwendigkeit eines Feindbildes für dieses imperialistisch-faschistische Regime, so wie Hitler die Juden nötig hatte.
Zumindest kann konstatiert werden, dass die US-Bourgeoisie ebenso wie die westeuropäische und sogar die verbliebene sowjetische das Sowjetregime begründet in ihrem materiellen, finanziellen Interesse als große Feinde ihrer Klasse wahrnahmen, und das zurecht. Dieses Faktum sollte genügen, um zu zeigen, dass es nicht als Fehler der SU gelten kann, wenn sie gegen die geballten reaktionären Mächte allein nicht bestehen konnte, zumindest mit Gorbatschow eine entscheidende Niederlage einstecken musste. Aber das ist kein Einwand gegen die Richtigkeit und Wiederanknüpfbarkeit des politischen Projekts.
Das Hauptprodukt des Sozialismus sind gebildete, gesunde, starke Menschen; und selbst wenn er bei aller Autoproduktion zurückbleibt, produziert der Sozialismus also immer wesentlich besser als der Kapitalismus. Immer.
(robi)
Niemand kann ja bestreiten, dass die USA männlich sind. Und aus weiblicher Perspektive will man sich dieser Allmacht des größten denkbaren Gemächts schlicht und einfach ausliefern, man will hörig sein, will sich verlieren und komplett aufgeben in den starken Armen des großen amerikanischen Freundes. Ja, man erobert auch mit Coca-Cola laut jenem Historiker bei Jung und Naiv. Leider konnten die Russen das eben nicht ausgeben, da sie 20 Millionen Menschen verloren hatten, ihre Armee kurz vor der Niederlage stand 1941, dezimiert und nur noch 10% übrig waren und ihre Industrien unter dem Krieg ächzten und von den Deutschen zerstört wurden. Der Bitte, eine zweite Front zu eröffnen, kamen die Alliierten nicht nach sondern erst 1944, als sie sahen, dass die Russen unaufhaltsam Richtung Westen und Berlin vormarschierten. Erst dann griffen sie ein, um die Sowjets zu stoppen. Die Amerikaner handeln immer so. Streng zynisch, nur nach ihrem Profit kalkulierend. Sie sehen nicht ein, warum die Wahrung von Standards ihnen etwas bringen soll, diplomatisch, rechtlich, etc.
Hitler
Schuld kann man nur sein, wenn man das Sidil nicht zu verändern versucht (Stalinessay) Was ist dann mit NS? Immerhin haben sie es probiert… Ja. Hier liegt das Problem der Geschichtsbetrachtung nach 45. Man glaubt, das allerschlimmste gesehen, erlebt zu haben, was ja stimmen mag. Nur leider zieht man hieraus den Schluss, nun einfach möglichst harmlos und schwach sein zu müssen, liberal eben, ein freies System etablieren, wo jeder so willenlos wird und in Aporien, Aphasia,… versinkt ob all der virtuellen Möglichkeiten. So glaubt man, etwas aus der Geschichte gelernt zu haben. Wenn der Schluss aus den Nazis aber dieser sein soll, dass fortan jede große Idee der Umgestaltung unterbleiben muss, dass es mit dem Zustand der Gesellschaft seine Richtigkeit habe, dann geht man damit letztlich der Naziideologie auf den Leim, die uns als Volksmasse gebraucht und anruft, die einfach an ihrem Platz zu stehen und nicht viel zu politisieren habe. Weil Judenmord und andere Verbrechen dann doch zu weit gingen, übernimmt der nicht minder grausame und von Weltbeherrschungslust getriebene Imperialismus nach 45 die Aufgabe, sich als Naturzustand auszugeben, gegen den keine Rebellion lohne. Und damit die ganze diktatorisch-autoritäre Soße niemandem hierzulande auffällt oder zum Nachdenken bringt, bekommt der Europäer einige zivile Freiheiten wie Reisefreiheit, Visumsfreiheit zugestanden. Die Diktatur hat keine Maske mehr, kein Gesicht, das sie verköpert, was diese Polit-Gaukelei umso mehr befähigt, geschickt den Interessen der herrschenden Klasse zu dienen. Wenn also das der Schluss aus der deutschen Geschichte zwischen 33 und 45 sein soll, dass wir uns jedem großen Projekt verschließen müssen, das auf eine grundlegende Neugestaltung der ges Verhältnisse zielt, dann wirkt in der Tat in unserer Gegenwart immer noch das "schlimmste Nazigift: die Unfähigkeit, politisch zu denken" (Hacks). Das Sidil ermordert jählrich Millionen, zwingt uns, die wir immerhin noch an der Produktion teilnehmen dürfen, Krankheiten und Selbstscham auf. Hitler war auch nur ein geprägter und erst durch die Systembedingungen hervorgebrachter Charakter, es gibt da nichts zu kritisieren oder zu heucheln. Wir sehen, was passiert, wenn man alles so laufen lässt, dem Kapitalismus Tür und Tor öffnet und einfach auf die nächste Große Krise wartet: dann kommt ein Hitler und errichtet eine noch grauenvollere Herrschaft als die vorige der Bourgeoisie. Aus diesem Grund müssen wir uns also trauen, so mutig wie Lenin, Stalin und ihre Mitkämpfer zu sein. Nur die Nazis abzulehnen und darauf zu verweisen, das sei unzweifelhaft das Böse und alles andere sei wohl schon hinnehmbar, wir wollen nur nicht wieder so schlimme Zustände… das bedeutet also, den Imperialismus zu begrüßen und ihm freie Erlaubnis zur Gestaltung und Beherrschung unserer Seelen und Körper zu geben. Was wiederum wenig überraschend bald den nächsten Hitler hervorbringen wird. Wir müssen ganz einfach den nächsten Stalin durch unsere Partei ausbilden und heranziehen, bevor der Faschismus wieder reif ist. Da sind wir im Moment sehr im Hintertreffen und sollten uns ein Beispiel an Stalins Tugenden nehmen, seiner Zähigkeit, Willensstärke, Opferbereitschaft, Lernbegierde, sein soziales Organisationstalent.
MG SOCIALMEDIEN
"Wenn ein Robert Habeck mit Stahlhelm und kugelsicherer Weste nach Waffen rufend neben dem Panzer hockt, dann ist das die Socialmedialisierung der Öffentlichkeit, und zwar im eigentlichen Sinne des Worts: der sozialen Vermittlung des politisch nicht mehr vermittelbaren." Es wäre ja nicht mehr vermittelbar, was ein deutscher Politiker in der Ukraine macht, nach mehr Waffen gegen russische Panzer rufend - niemand kann das im Sinne eines objektiven, öffentlichen Tatbestandes verstehen. Es geht nur als social media Flause, anhand derer sich Stefan sagen kann: puh, bin ich froh, dass Habeck mich regiert und nicht Maas. Der Habeck weiß, wie man Politik macht, denn Politik heißt ja, sich auf social media vorteilhaft darstellen zu können.
Von den durchs Netz geprägten Menschen wird heute wieder das Gegenteil erwartet, nämlich eine Authentizität der Privatperson, die kolumnistisch aus ihrem Alltagsleben plaudert.
Die Social-Media-Persönlichkeit geht mit ihrem Bubble-kompatiblen Image hausieren, ihr Mittel der Reklame ist die eigene Meinung. Sie ist daher im wahrsten Wortsinne post-modern: Jeder will heute Künstler sein, aber kaum wer hat noch die Befähigung dazu. Der Künstler war der Mensch, dessen persönliche Lebenswelt mit der öffentlichen verschmolz und dessen Privatleben daher bis zu einem gewissen Grad auch von allgemeinem Interesse war.
Das gleichförmige Alltagsleben von austauschbaren Kulturbetrieb-Belieferern ist es nicht. Dass nun also das (die Öffentlichkeit betreffende) Prinzip des Gesetzes durch seine private Form (das Prinzip der Moral) ersetzt wird, ist da nur konsequent.
Passend fügt sich hier die Arbeit an einer Moralität ein, die bezeichnenderweise das Ideal der Nazis gewesen ist: "Der totale Staat wird keinen Unterschied dulden zwischen Recht und Moral", bellte Adolf Hitler 1933. Wenn sich nun mithilfe der sozialen Medien ausgerechnet Hitlers Gesellschafts-Vision durchzusetzen pflegt, sollte das zumindest Linken zu denken geben.
…
Die einzige Gemeinsamkeit, die den Individuen heute noch geblieben ist, das Private, integriert letztlich noch die radikalsten Linken in den Liberalismus, der ihnen nicht mehr erlaubt, sondern sie dazu zwingt, ihr Privatleben öffentlich zu machen, wollen sie am Gemeinsamen partizipieren
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