Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#134 Reaktionäre Massen

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134

Pfunde?

User starker Greifarm

Robert Pfaller: Die Illusionen der anderen Seite 228

Liebes konsumierendes Volk,

heute biete ich euch ein buntes Potpourri an Vorlesungen meiner Twitter-Texte. Vor allem der Absatz zu Marx ist mit einem Körnchen Salz zu lesen und Ausdruck von verzweifelten Versuchen, selbst Herr zu bleiben und die theoretische Oberhand zu behalten über die Zeit, in der ich lebe und ihre Mitläufer, die das Getriebe des Weltuhrwerks konstituieren, was immer auch eine praktische Komponente einschließt. So sollten also schlagkräftige kommunistische Bünde gegründet werden, über die ich ja nicht diktatorisch herrschen will, sondern die sich in historischen Prozessen hoffentlich unter Einbeziehung von Marx Lehre herausbilden werden. Im Übrigen ist diese Folge eine, die euch weniger abverlangen wird als die letzte, auch wenn ihr das eine oder andere Mal blubbern, kichern oder lachen werdet.

7.10.22

Marx hätte zum Schwert greifen sollen, nicht lang fackeln und ewig theoretisieren. Zu den Waffen! Wer ein Mann oder eine Frau ist, sollte zum Degen, zur Lanze, zur Rute greifen, um für sich und die eigenen Kinder den Weg freizukämpfen in eine glorreiche Zukunft. Marx war zu feige. Erst kämpfen, dann denken, so muss unsere heutige Kampfformel lauten. Er stellte sich quer, wollte erst alles durchdenken, um bei seinem liebsten Schluss anzugelangen, dass es nämlich zu kämpfen gälte. Wenn das unser Ziel ist, auf das wir emotional und triebdynamisch hinstreben, sollten wir nicht erst die großen Begriffe von Gerechtigkeit usw. hervorkramen, um unseren Drang zur Tätlichkeit und wirkmächtigen Tätigkeit zu rechtfertigen. Wir sind unterdrückt, und werden unsere Fesseln jetzt sprengen! Dass dabei auch das ein oder andere unnötig und unschuldig gesprengt wird, ist ja wohl klar, da wir alle so sehr kaputtgemacht und zersetzt sind vom alten System der Knechtung und Dehumanisierung, das uns seit Jahr und Tag heimsucht. Da stauen sich Aggressionen auf. Lassen wir sie besser raus, bevor es zu spät ist.

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Ich pisse, oder ejakuliere auf euch Nato- und Coronaknechte. Aber selbst das ist noch zu viel der Aufmerksamkeit. Man möchte sich nur noch abwenden, mit Grauen, Entsetzen, Ekel.

Dieses Land gehört zerschlagen, in mehrere Teile zersplittert. Ich lade jeden streitlustigen Aggressor ein, nach Deutschland zu kommen, eine Invasion ins Auge zu fassen und die beachtlichen Industriereichtümer auszuplündern oder zu zerstören.

Das wäre ein wahrhaft moralischer Akt, und wenn es der letzte Akt der Menschheit wäre.

Ja, zuweilen werde ich ein bisschen undifferenziert in meinen Wutanfällen, aber wir alle sind Teil des Imperialismus, also verdienen wir alle HASS. Richtig, ich will euch alle, ungeachtet eurer Herkunft, Nationalität, Ideologie, Alter, Geschlecht, zur Sau machen. Ich will euch so runtermachen, dass ihr euch einfach nur runtergeputzt vorkommt und nur noch im Dreck liegen bleiben wollt. Ja, wobei die Frage ist, ob ihr Säue überhaupt noch "zur Sau gemacht" werden könnt. Ihr seid ja ohnehin so schmutzig, dem Bestehen dieses halbfaschistischen Staates und seiner gewalttätigen Militärmaschinerien zuzustimmen und euch noch aktiv auf die Seite Deutschlands und der EU zu schlagen gegen angeblich aggressive Russkis oder sonstige Schwellenländer. So einen Berg an Schmutz, Lügen, geistigem Dünpfiff ist einzigartig. Man muss neue Worte finden. Euer Schmutz ist gleichsam Menstruationsflüssigkeit. Oder besser noch: ich möchte auf euch menstruieren, koste es was es wolle. Mein Blut und meine Vaginalflüssigkeit soll auf eure strohdummen Köpfe fließen, in Strömen soll die gelbgraue, später blturote Substanz auf euer Haupt regnen. In eure Münder soll mein weibliches Ejakulat spritzen und euch keuchen, husten, blubbern lassen.

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Dieses dumme Gerede von Medienkompetenz bei Alternativlos und Fefes Blog dient auch nur dazu, einen zu verunsichern und am eigenen Verstand zweifeln zu lassen. Nicht mehr die Redakteure sollen kompetent sein, sondern die Leser, die den von ersteren zusammengeschluderten textuellen Dreck kritisch aufnehmen und kompetent einordnen. Was für eine Farce des neoliberalen Selbstunternehmers. Dieses ideologische Süppchen, das Fefe und Frank da anrühren, dient dazu, sich selbst aus der Schusslinie zu nehmen, um bloß für nichts verantwortlich zu sein, was man im Podcast von sich gibt. Die größte Medienkompetenz ist, den hiesigen Staats- und regierungstreuen Medien grundsätzlich zu misstrauen, ihnen böse, kriegerische Absichten zu unterstellen und deren Verbreiter zu hassen, zu bespucken, öffentlich zur Sau zu machen und als die degenerierten Volksideologen und Propagandisten zu entlarven, die sie sind, um sich dann den russischen oder chinesischen Medienangeboten zuzuwenden und diese wohlwollend zur Kenntnis zu nehmen. Wer weiter in der Soße mitschwimmt wie Fefe ist ein dummer, dreister, ekelhafter BRD-höriger Kapitalknecht, der jegliche menschliche Eigenschaften nach und nach verliert, wenn die Medienmatrix immer weitere Teile seines Neocortex befällt und von dort metastasiert.

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Als Chinesischer Kapitalist würde ich mich sicher fühlen. Die KP sichert alles ab. Xi blickt strategisch voraus. Kein Grund, an ihrer Führungsmacht zu zweifeln. Anders hingegen im Westen. Was droht uns noch alles? Die Volksmassen sind unruhig, fühlen sich nicht mehr repräsentiert vom politischen Sumpf in den Hauptstädten. Die Medienglaubwürdigkeit bröckelt. Für unser Geld lässt sich immer weniger Einfluss kaufen. Oh je, oh je. Da geht dann eine Spirale los: seien wir noch stabiler, vernünftiger, sparsamer. Das führt zu Austerität, die die Wirtschaft noch weiter erdrosselt. Die "reaktionären Massen" (Pfaller) rufen sogar nach Beschneidungen ihrer sozialen Sicherungssysteme und ökonomischen Wohlfahrt. Sie sind dem ideologischen Spielchen der Großen ausgeliefert. Die wiederum drehen schon fast durch. Alles entgleitet uns, rinnt durch die Finger. Jetzt bloß keine falsche Bewegung! Wir hatten doch solche Pfunde, die geben wir keinesfalls mehr ab. Unser starker Greifarm muss weiter die ganze Welt umfassen.

Xi muss die Kapitalisten jetzt langsam lehren: ja, ihr habt auch Pflichten, das profitabel Erwirtschaftete wieder an den Staat und das Gesamtgefüge der Volksentwicklung zurückzuführen. Das werden sie sicher nicht gern hören. Sie werden aber doch denken, naja, bloß nicht so ein Chaos wie in Indien oder solche Zukunfts-Unsicherheit und politisches Durcheinander wie im Westen, wo keiner mehr weiß, was man eigentlich will und wer den Hut auf hat. Da nehmen wir doch lieber mit Xi vorlieb. Hier wird man noch eine gute Weile profitieren können. Und diese Gelassenheit der ökonomisch Mächtigen überträgt sich auch nach unten auf die landläufigen Massen, die gleichsam per trickle down profitieren. Ja, die Reichen sind mächtig, aber die KP beshcneidet ihre Freiheit und Souveränität ein wenig und greift ein zugunsten der Unterklassen. Und diese Eingriffe könnten noch zunehmen. Trotzdem ziehen alle an einem Strang, auch der Kapitalist, der Profite einfährt, darf sich im Recht fühlen und auf Volkslinie, mitwirkend an der Errichtung des chinesischen Warenvorrates, der zur Sicherung der vulgären Interessen der Volksmassen dient. (Ja, leider ist der Chinese auch Kleinbürger, ganz wie wir)

################## LENIN SPRICHT

https://www.derfunke.at/html/pdf/oekonomie/lenin_imperialismus.pdf

Was ist nun die ökonomische Grundlage dieser weltgeschichtlichen Erscheinung?

Es sind eben der Parasitismus und die Fäulnis des Kapitalismus, die seinem höchsten geschichtlichen Stadium, d.h. dem Imperialismus, eigen sind. Wie in der vorliegenden Schrift nachgewiesen ist, hat der Kapitalismus jetzt eine Handvoll (weniger als ein Zehntel der Erdbevölkerung, ganz »freigebig« und übertrieben gerechnet, weniger als ein Fünftel) besonders reicher und mächtiger Staaten hervorgebracht, die durch einfaches »Kuponschneiden« die ganze Welt ausplündern. Der Kapitalexport ergibt Einkünfte von 8-10 Milliarden Francs jährlich, und zwar nach den Vorkriegspreisen und der bürgerlichen Vorkriegsstatistik. Gegenwärtig ist es natürlich viel mehr.

Es ist klar, daß man aus solchem gigantischen Extraprofit (denn diesen Profit streichen die Kapitalisten über den Profit hinaus ein, den sie aus den Arbeitern ihres »eigenen« Landes herauspressen) die Arbeiterführer und die Oberschicht der Arbeiteraristokratie bestechen kann. Sie wird denn auch von den Kapitalisten der »fortgeschrittenen« Länder bestochen - durch tausenderlei Methoden, direkte und indirekte, offene und versteckte.

Diese Schicht der verbürgerten Arbeiter oder der »Arbeiteraristokratie«, in ihrer Lebensweise, nach ihrem Einkommen, durch ihre ganze Weltanschauung vollkommen verspießert, ist die Hauptstütze der II. Internationale und in unseren Tagen die soziale (nicht militärische) Hauptstütze der Bourgeoisie. Denn sie sind wirkliche Agenten der Bourgeoisie innerhalb der Arbeiterbewegung, Arbeiterkommis der Kapitalistenklasse (labor lieutenants of the capitalist class), wirkliche Schrittmacher des Reformismus und Chauvinismus.

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Die automatische Besiegung des Soz: Der Imp muss ja nur ein Türchen öffnen, wo ein paar Leute durch können. Dann sehen sie: huch, hier gibts mehr Waren und Arbeitsplätze als im Soz. Und für dessen Niederhaltung sorgt der Imp ja immerzu. Also, solange die rev Länder, von denen der Umsturzimpuls ausgehet, weiterhin unterentwickelte sind wie Rus 1917 und China 1949, können sie sehr leicht vom Imp in die Schranken gewiesen werden. Gegen ideologische Herrschaft anzugehen fast unmöglich. Ostmacker wandern ein, bekräftigen Legitimität der liberalen Ordnung. Westweichlinge ducken sich weg von der nötigen Erkenntnis der eignen autoritären Beherrschung.

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Die westeuropäische Bourgeoisie sagt sich, soll Hitler doch kommen. Wir wollen unsere Volksmassen nicht in einen unnützen Krieg werfen, wenn ihre Produktivität hier in den Fabriken doch nützlicher ist. Mit Hitler wird man sich arrangieren.

So auch die Position nach dem 2. WK. Die USA machen lassen, jaja, denkt sich Frankreich. Wir setzen uns bisschen von denen ab, sind nicht ganz so kriegerisch nach außen hin und lassen unsere Kapitalisten machen. Die wenden die Gewalt gegen die Arbeiter an und zwingen diese aufmüpfigen Volksmassen in die richtige, nützliche Bahn.

Draußen tobt der Hegemon, schickt seine Truppen über die Kontinente aber wir hier in Europa verrammeln die Türen, machen alle Schotten dicht und halten uns die Ohren zu. Zu uns wird die Grausamkeit schon nicht kommen.

Es wäre ja ineffizient, auch wie die USA überall einzumarschieren. Es bringt uns nix, im Irak zu stehen. Wir müssen unsere Finanzmacht stärken, die wird Frankreich pampern im 21. Jahrhundert, so der fanatische Ruf eines Macron.

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Männlichkeit Hitlers und Senilität Mussolinis. Der lässt sich halt mitziehen. Petain, de Gaulle, Chirac oder Macron verwalten im Angesicht des Hegemons das nationale Erbe, die Industrie, die Produktionsgüter, die Weltpotenz, alle Märkte zu schwemmen, alle Segel zu setzen, Militärgerät zu bauen und zu verschicken. Aber nur anderswo! Dring nicht hier ein, lieber Hitler, lieber Biden, dies ringt ihm Macron ab. Unsere Massen, ja, … aber lass uns hier in Ruh. Wir werden zur Weltmacht werden, indem wir uns auf uns besinnen, einigeln…

(Das Bild, über das ich redete, habe ich abfotografiert: ) https://twitter.com/bailoutistan/status/1593010139191468032


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Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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