Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#135 Keine reinen Antifaschisten

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Neue Zwanziger — Dunkle Christdemokratie https://neuezwanziger.de/2022/07/2054/

Mathias Bröckers: Wir sind die Guten

Liebe Leute. Heute vollziehe ich eine Umgruppierung und fechte das letzte Scharmützel gegen den bereits angezählten Neue-Zwanziger-Podcast. Am Anfang spreche ich mir Mut zu und beschließe: Alles, was ich mir erlauben kann, das kann ich mir auch leisten! Die objektive Realität ist schwer zu fassen. Driften wir also ab in einen Perspektivwechsel, der vielleicht erlaubt, die Position eines anderen Beobachters einzunehmen, in seinem oder ihrem Kopf zu denken. So blicken wir heute nach Kiew und fragen uns, wo dort die reinen Demokraten zu finden sind. Aber auch ich kann mich irren und erhebe keinen Anspruch auf Totalität des Weltausschnitts, den ich versuche, zusammenhängend zu erklären.

Diese Folge ist definitiv nicht das Goldene Ei. Schon mit der nächsten kommt wieder eine echte Brecher-, Knaller-, Rabatz- und Radaufolge. Die heutige dagegen versucht nur ein paar Fragen aufzudröseln nach den richtigen Begriffen und außerdem gewisse historischen Fakten geradezurücken. Aber die Realität ist immer durchsetzt mit dem Sozialen. Es gibt nicht das Objektive, nur verschiedene Blickwinkel, die man erfragen muss, um zu verstehen, wie die objektive Realität auf die verschiedenen Subjekte in ihrer singulären Lebenssituation wirkt.

Weiter unten haue ich einen Text zu meinem Versuch einer wissenschaftlichen Lageerfassung des zeitgeschichtlichen Geschehens dort drüben im Osten. Zunächst aber eine leidenschaftliche, teils schwärmerische Vorrede:

Mit dieser Folge vollzieht sich eine Zeitenwende. Ich wende mich weg von der Kritik bzw. Erledigung der anderen Podcasts. Voraus liegt die historische Epoche, in welcher die ein oder andere schöne oder auch gruselige Geschichte auf den Tisch kommt. Zurückblickend auf diesen Wahnsinnslauf der diesjährigen Podcastpublikationen muss ich meinen großen Vorbildern danken, zum einen den immer wieder genannten Podcasts und zum anderen den vorzüglichen Denkern und Schreibern, die mittels ihrer autoritärer Produkte den Zwang zum Begreifen ausüben und dadurch auch mein Hirn — teilweise — zivilisierten und auf fruchtbare Bahnen brachten.

An einige von ihnen wollte ich noch persönliche Dankesnachrichten schreiben, welches Unterfangen sich aber hinzieht und verzögert, aufgrund der typisch sozialen Trägheit, die ich ein ums andere Mal an mir fühle und bemängele. Denn warum ist die Lust im Podcast so ungetrübt, wo ich frei hinaus sende, für jeden, der es hören mag, jedoch abgetrennt in meinem Kämmerchen sowie zeitlich von euch abgegrenzt meine Worte frei fließen lasse? Und warum die Lust im sozialen Bereich so belastet? Was könnte passieren, was würde der andere über mich denken? So zaudert und zögert man und weicht der eigentlich klaren Aktion aus.

Vorwärts immer, rückwärts nimmer! Allein für diesen Spruch verdient Erich Honecker einen Platz unter den großen Staatenlenkern der Menschheit. Mag das deutsche Gemüt auch noch so miefig und sumpfig sein, dösig und dämmrig subsistiert der oder die Deutsche dahin. Aber jetzt gibt es nur noch eine Richtung, nach vorne. Diese Richtung war für eine Zeitlang die DDR und sie hatte große Verdienste und Meilensteine der sozialistische Zivilisierung errungen, doch heute dürfen wir als junge Heißsporne, Quer- und Wirrköpfe auch froh über die neue Aufgabe der Revolution, also der Umschmeißung der alten bürgerlichen Gesellschaft sein, wonach die Errichtung der richtigeren sozialistischen Gesellschaft mittels diffiziler Konstruktionsarbeit zu erfolgen hat, auch wenn es leichter und bequemer gewesen wäre, hätte sich die Historie den Irrtum von 89 erspart. Was wir heute brauchen, sind Geschichten, um uns überhaupt erstmal zu erzählen, wie dreckig es uns eigentlich geht im System der Dehumanisierung, das von der Kapitaldiktatur über jeden Winkel unserer Leben, Körper und Seelen ausgeübt wird. Denn ohne eigene Geschichte verfällt man leicht der gegenaufklärerischen Propaganda, die uns bescheinigt, in der besten aller möglichen Welten zu leben, wo zwar die bürgerliche Gesellschaft weiter besteht, gegen die Marx noch so mutig kämpfte, an der es aber heute nichts Schlimmes mehr gäbe, so die westliche Doktrin der Weißen Weste, die wir ein ums andere Mal unseren autoritären Regimes zu bescheinigen gezwungen werden; jenen Regimen, die sich qua purer Waffengewalt und Einschüchterung der Opposition bzw. Unterbindung der Formierung eines oppositionellen Bewusstseins qua rigider Gedanken-Selbstkontrolle, die durch die Teilhabe am bürgerlichen Fernseh- oder Zeitungsdiskurs der vernünftigen Leute ausgeübt wird, an der Macht erhalten trotz der zunehmenden Apathie, Weltabgewandtheit, Ekels und Lebensunlust, die sich in den gegängelten Volksmassen breit macht.

In diesem Sinne müssen wir auf Platon zurückkommen, den urtümlichen Geschichtenerzähler und Mythenschmied. Er dröselt fein gewebte Ideen für uns auf, lässt uns begierlich nach dem großen Gut der übersinnlichen Erkenntnis lechzen. Dort, in der anderen Welt, blühen die pursten und heftigsten Vergnügen. Meint Platon das ernst? Genau diese Frage Lacans müssen wir dann irgendwann wieder aufgreifen im Verlauf der weiteren Podcastlinien. Allerdings steht die Liebe zunächst hintenan. Merkwürdigerweise hat sich aber in den letzten Wochen eine ganz klare metaphorische Bedeutungslinie in mir gefestigt. Die Liebe ist verbuden mit dem Erobern und Besetzen von fremden Gebieten, etwa im Krieg durch eine feindliche Armee. Dieser wolllüstige Blick, den seit Beginn der Menschheitsgeschichte ein Herrscher über seine Grenzen wirft, hat etwas zutiefst Sexuelles.

So wie etwa zur Zeit der europäischen Kolonisierung, als die Siedler Amerika, Afrika und Teile Asiens unterwarfen.

Die europäische Epoche der Aufklärung ist keine so unschuldige, sondern auch eine blutige, menschenverachtende. Allerdings hat sie ja doch dieses Gute hervorgebracht, die Wertschätzung und Sublimierung der Liebe. Wobei auch zu Zeiten von Cervantes’ Quijote 1605 galante Treueschwüre und romantische Liebesfantasien Teil des gesellschaftlichen Imaginären, des kulturellen Raumes waren. Cervantes persiflierte durch seinen durchgedrehten Helden die übertriebenen Liebescodes der damaligen Romanliteratur. Er schuf damit den Raum der Ironie, in dem die Liebe lebt. Denn stets profitiert das liebliche Gefühl, die zärtlichen Gefühle für einen Mitmenschen von einer gewissen Unschärfe und Zweideutigkeit. In diesem Raum des Fantasiehaften gedeihen die emotionalen Bindungen.

So wie Don Quijote für seine Dulcinea kämpft, sind wir alle oder sehnen uns danach so zu sein, uns in einer undurchsichtigen Welt zu behaupten und etwas erobern, erkämpfen, was wir der Geliebten heimbringen und auf den Tisch legen können. Dieses Songzitat aus »Young and Able« wird in der nächsten Folge noch wichtig sein: »She loves me for what I bring her to the table« Und darum war die DDR ein besserer, zivilisierterer Staat, weil sie mehr Menschen ermöglicht hat, in Würde etwas zu erwirtschaften, was ein angemessenes Geschenk für die geliebte Person ist, die man damit beglückt und für die man alle Strapazen der Welt auf sich nehmen würde. All der Krempel, den der Imperialismus produzieren kann, zählt nicht, am Ende zählt nur das. Die Arbeit und die Erschaffung des Menschlichen und des Weltlichen, der Grenze zwischen Beidem, dadurch. »Am Scheideweg«, den Peter Hacks beschrieb, würde ich immer wie er auch die Abzweigung zu der geliebten Person nehmen und auf ihre Anerkennung und Unterstützung bauen. Nur sie soll mein Werk sehen und kritisieren dürfen, wenn es sie beflügelt dann ist es gelungen. Die Restwelt kann mir egal sein, aber allein für sie lohnt es sich, zu arbeiten und etwas Staunenswertes zu produzieren. So widme ich diese und viele weitere Folgen meiner Freundin, die mich versteht und begreift, wie niemand sonst.

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Was ist schon normal?

Die Machtübernahme Poroschenkos infolge eines verfassungswidrigen Staatsstreichs 2014 in der Ukraine, der entgegen den lobenswerten diplomatischen Bemühungen des damaligen Außenministers Steinmeier durchgeführt wurde, war ein rechtsgerichteter Putsch, der in Teilen faschistische Kräfte in Machtpositionen brachte, wenn auch nicht ganz an die Staatsspitze und in die obersten Organe. Dass Neonaziparteien bei Parlamentswahlen in der Ukraine stets nur vernachlässigbare Ergebnisse im Bereich von wenigen Prozent der Stimmen errangen, ist zwar richtig, liefert aber trotzdem kein umfassendes Bild der Situation. Denn überzeugte Faschisten sind auch ohne diese parlamentarische Legitimation in Machtpositionen im Militär und sonstigen Staatsapparat gelangt. Wer das toleriert und ein solches Regime aktiv militärisch unterstützt wie Annalena Baerbock, um Russland zu schwächen, sowie den kompromisslosen Kampf um jedes Stück Territorium gegen Russland fordert bzw. indirekt den Ukrainern zu verstehen gibt, dies sei das, was der Westen von ihnen erwartet, der ist nicht mehr bei Trost und darf zurecht als Nazi bezeichnet werden, als hassenswertes Drecksstück, das nichts aus der deutschen Geschichte gelernt hat. (Ebenso jemand wie Stefan, der sich von Baerbock gut vertreten und gepampert fühlt, abgesichert gegen die anrückenden Russen)

Der Faschismus wurde ab damals zwar sicherlich nicht zur Staatsdoktrin auf sämtlichen Ebenen und generell mag es sein, dass in der Ukraine unter der Bevölkerung auch glücklicherweise viel historisches Bewusstsein verbreitet ist und man auch aufgrund der jüdischen Mitbürger vielerorts den Faschismus rigoros bekämpft. Trotzdem finden nun Fackelläufe der offenen Nazis statt und werden von diesem Staat toleriert, was die Grenzen des gesellschaftlich Normalen sicher verschiebt.

Die finanzielle und militärtechnische Unterstützung der neuen ukrainischen Regierung nach 2014 ist durch US-Politiker zugegeben und belegt, die Mitwirkung am gewalttätigen Coup darf als sehr wahrscheinlich bis gesichert gelten. Was sich dort entfaltete, war nicht zu 100% ein Aufstand des Volkes sondern zu großem Teil durch mächtige Akteure in den Hinterzimmern und Ministerien der aggressiven Natostaaten geplant.

Der Pluralismus der liberalen Medienlandschaft führt dazu, dass im Potpourri der täglichen Mediengeschwätzigkeit nicht mal mehr die einfachsten Zusammenhänge und harten Fakten in unser Bewusstsein durchdringen. Für mich jedoch lässt sich aus dieser Gemengelage feststellen: der Westen, angeführt durch die USA und Großbritannien, unterstützte in der Ukraine rechtsextreme bis hin zu faschistischen Kräften, um den Sturz des Präsidenten Janukowitsch herbeizuführen, der als Vermittler zwischen Ost und West und Symbolfigur des Ausgleichs auftrat. Dieser aggressive Akt der Einmischung in ein fremdes Land zum Zweck der weiteren Unterwerfung und Verächtlichmachung Russlands, die ja auch durch die vorhergegangenen Jahrzehnte bereits weit fortgeschritten war, markiert den Beginn der Eskalationsspirale und der gewalttätigen Konfrontation, mit der es die Ukrainer und Russen heute zu tun haben, die unter diese Macht- und Ränkespielen nun bitter leiden und teilweise mit ihrem Leben bezahlen müssen.

Was immer Putin im Anschluss getan hat, er tat es als Reaktion auf den unrechtmäßigen, völkerrechtswidrigen Akt der Einmischung und der Ersetzuung einer unliebsamen Regierung durch westliche Politiker und Strategen. Man muss die Annexion der Krim nicht gutheißen, sollte aber den historischen Ablauf damals ganz genau unter die Lupe nehmen und erkennen, dass diese russische Reaktion verständlich, verhältnismäßig und nicht in dem bewiesenen Maße völkerrechtswidrig war, wie dies der Westen in seiner moralisch verklärten Lala-Babywelt gerne annimmt, bzw. seinen braven Bürgern glauben macht.

Allein der Wahnsinn der Politik der neuen ukrainischen Regierung, Russisch als Amtssprache zu verbieten, wobei es die Muttersprache eines großen Teils der Bevölkerung ist, macht deutlich, worauf diese politische Strategie von Anfang an angelegt war: Ressentiments schüren, die Eskalatioinsspirale drehen, Russland provozieren, den russophilen Ukrainern klarmachen, dass sie unter Beobachtung stehen und misstrauisch ihre Treue zum Vaterland beäugt wird.

Dazu diverse Äußerungen ukrainischer sowie westlicher Politiker und Präsidentenberater ergeben für mich ein recht schlüssiges Bild: die Ukraine wurde in diesen Konflikt getrieben, jahrelang ausgerüstet, trainiert und motiviert um im Fall einer russischen Invasion wirklich Widerstand bis zum letzten Ukrainer leisten zu können. Die Motivlage der Ukraine ist verständlich; nach Jahrzehnten wirtschaftlichen Niedergangs und sozialer wie individueller Verheerungen, will man einfach nur Anschluss an den Westen finden und ergreift jeden Strohhalm, sei er auch noch so offensichtlich ein Himmelfahrtskommando wie es dieser Krieg gegen das übermächtige Russland ist. Der Westen will, dass Ukrainer sterben, weil sie ihm nützlich sind als Kanonenfutter gegen das als Bedrohung wahrgenommene östliche Riesenland.

Im Weltkonkurrenzmarkt, zu dem wir, die mächtigsten Länder, die Erde zugerichtet haben, ist es "normal", sich stets von allen Seiten umzingelt zu glauben und überall Feinde lauern zu sehen. So blicken wir also nach Russland und meinen, dort ein "autokrtatisches", "autoritäres" Regime vorzufinden. Dazu ist alles gesagt von meiner Seite. Stefan und Wolfgang sind Teil der deutschen Meute, die nicht mal mehr merkt, was für schwere Waffen und übermächtige Kapitalströme sie mit sich rumträgt und damit links und rechts die Mitwelt niederstreckt, in Mitleidenschaft zieht und durch die tägliche Exektutierung des Weltgesetzes des Imperialismus für Leid, Tod und Grauen weltweit sorgt, auch in Russland und der Ukraine. Dass es noch sonderlich viel Sinn hat, Einfluss auf den Verlauf des deutschen Diskurses zu nehmen, bezweifle ich an dieser Stelle. Man muss auf revolutionäre Kräfte in anderen Ländern hoffen und diese über die deutsche Degeneration aufklären sowie über die Vergeblichkeit, mit überzeugten, in geistiger Knechtschaft gehaltenen proimperialistischen Bürgern und Medienorganen der freien westlichen Welt noch ernsthaft zu diskutieren. Mit Nazis diskutiert man nicht und wir Deutschen sind mittlerweile wieder solche oder haben nie aufgehört es zu sein. Wie dem auch sei, in den kommenden Folgen werden wir uns der Frage annehmen, wie dies kommen konnte, dass wir Deutschen zu Nazis wurden.

Im Übrigen finde ich auch die Parallele zwischen der Eingliederung der ostukrainischen Gebiete in Russland und der Einverleibung der DDR in die BRD, wie ich sie in einer der letzten Episodenbeschreibungen einbrachte, berechtigt und wir werden diese Überlegung irgendwann aufgreifen können. Was ist der große Unterschied zwischen damals und heute? Ganz einfach, das Kapital. Die BRD ist ein kapitalgedecktes Land, Russland ein eher abgehängtes und abhängiges von den globalen Finanzzentren. Daher kann der russische Staat seinen neugewonnen Bürgern nicht gleich viele materielle Güter und biografische Möglichkeiten bieten wie die BRD damals. Dieser Nachteil wird von der hiesigen Elite genutzt, um Russland mangelnde liberale Werte und Achtung der Menschenrechte vorzuwerfen. Wir im Westen sind einfach so potent durch unser Kapital, dass wir nicht mehr wirkliche Kriege an unserer Grenze kämpfen müssen und die Ostbürger allein durch die Überlegenheit der Medienpropaganda sowie der kapitalistischen Produktionsinfrastruktur zu uns hineinziehen konnten. "Russland ist schmutzig, die sind ganz anders, iiii", so ist leider die reale Meinungsbildung, die in den letzten Jahren auf die Vorarbeit der halbfaschistischen Medienlandschaft der BRD in den Köpfen der vollumfänglich dominierten, totalitär unterworfenen Kapitalbürger Wurzeln schlug.

Wir sind potent, haben die Macht der USA und all ihrer Geheimdienste an der Seite, haben unsere Exportfirmen, die alle Weltecken noch zu Absatzmärkten machen. Wir sind stark, also sind wir auch gut, so der calvinistische Kurzschluss der Deutschen.

Es ist wichtig, immer wieder zu betonen: jede sozialistische Bildungsarbeit, meinetwegen Ideologietransfer oder Vermittlung von marxistischen Dogmen und Doktrinen, derer sich eine bolschewistische Regierung oder das heutige China zur Sicherung ihrer Herrschaftsgrundlage und Aufbau eines soliden theoretischen Bewusstseins im Proletariat bedienen mag, sind im Vergleich zur durchschlagenden heute existierenden Herrschaft des Westens über unsere Köpfe ein Zivilisationsprojekt, ein Fortschritt und begrüßenswertes Unterfangen der Wiedereinsetzung universalistischer Ideen. Nur so wird dem Universalismus Geltung verliehen, durch autoritäre, erzwungene Bildungsarbeit über den Begriff und die Historie des Kommunismus und sein epochales Ringen mit dem Imperialismus und Faschismus, die an die Pforten der Zivilisation klopfen und den Menschen zurückwerfen möchten in unwürdige, erniedrigende Knechtschaft, kann der trübe und träge menschliche Geist langsam erzogen werden. Nur so können wir einen Grundstock an feststehenden Begriffen über die Welt und Erkenntnissen über die soziale Realität aufbauen. Dies ist entgegengesetzt zum Pluralismus, der die Welt in unzählige Bubble-Subwelten aufsplittet und letztlich die Realität ganz außer Kraft setzt. Nichts gilt mehr, alles ist erlaubt, zu denken, aber nichts davon macht mehr einen Unterschied, so die heutige Situation. Man kann sich in die eigene Bubble zurückziehen und im Übrigen wird die bürgerliche Gesellschaft mir das mir Zustehende schon liefern: Wärme, Behaglichkeit, Nahrung sowie das Gefühl, dazuzugehören zur großen akzeptierenden Herde, die einfach nickt.

So sind 99% des Volkes und nur ein kleiner Teil an der Spitze der Medienelite möchte wie im NZP gehört, dieses deutsche Volk einspannen für den Kulturkampf gegen China. Qua Präsenz auf diesem Staatsgebiet nimmt der bürgerliche Staat uns gleichsam als Masse, mit der er anderen, konkurrierenden Staaten zuleibe rücken kann. Wir haben zu betonen: schaut her, liebe Chinesen, so sieht eine reine Demokratie aus, wir Deutschen sind sauber, nicht wie ihr, die ihr unterm Joch der Diktatur lebt und euch mal befreien müsstet.

So leben wir mittlerweile in einer Zeit des fanatisierten Glaubenskampfes; die westlichen Staaten fühlen sich in einem manichäischen Endkampf des Guten gegen das Böse. Die Demokratie, die bei den alten Griechen noch eine innovative, bewundernswerte Form der Regierungsorganisation war und bei den Briten zum Ausgleich zwischen verschiedenen Adelsinteressen eingeführt wurde, wird nun, im amerikanischen Jahrhundert, essentialisiert und zum Unantastbaren, Unveräußerlichen erklärt. Wenn jetzt die Chinesen Taiwan einnehmen, dann zeigt das die Schwäche der Demokratien, die nicht mal ein erobertes, von den barbarischen Horden abgerungenes Stück Land halten können; daher sollten wir als Westen dort militärisch eingreifen. So oder ähnlich ist die Doktrin, auf die sich westliche Ideologen mittlerweile einschießen. Ich dagegen sage, es gilt, diese Ideologen zu entmachten und ihrer weiteren Machtausübung einen Riegel vorzuschieben. Es kann keine gemeinsame Interessenlage des europäischen Proletariats mit der herrschenden Bourgeoisklasse geben, sondern diese muss rigoros bekämpft, desavouiert, delegitimiert und vernichtet werden.

Wer da nicht mitgeht, möchte an einem Stand der gesellschaftlichen Entwicklung festhalten, der nichts Achtens- und Ehrenswertes ist sondern uns alle in Geiselhaft nimmt und ein paar materielle Erleichterungen gewährt, einen Berg an Warenmüll vorsetzt, damit wir ruhiggestellt auf unseren Gadgets daddeln während der aggressive Staat seine sinistren Kriegs- und Pfrofitinteressen rund um den Globus durchboxt, flankiert von der Aura der Wahrung des Menschlichen, jenem Heiligenschein, welcher dem bürgerlichen Staat von liberalen Lakaien angedichtet wird.

Unsere Situation ist also ziemlich beschissen, begriffs- und geschichtslos stochern wir im Nichts, halten uns knapp über Wasser, hoffen, bloß nicht aufzufallen und unseren Platz in der Konkurrenzordnung der bürgerlichen Produktionsverhältnisse zu verlieren.

Ein Land, das Medien hat, braucht keine Zensur mehr, schreibt Peter Hacks weise. Denn die Bürger zensieren sich ja ständig selbst, prüfen minutlich die einsickernden Nachrichten-Bits und Bytes gegen ihre vorhandenen Glaubenssätze und Weltabbildungen. Falls vom Nachrichtenregime der Impuls kommt, diese liberalen Gewissheiten seien zu verrücken, wird dies unverzüglich getan. Denn wir wollen ja dazugehören. Wenn es schon keinen Sozialismus mehr gibt, sucht der Mensch das Soziale eben auf anderem, zweifelhaftem Wege. Er will sich verbrüdern und verschwistern mit den Mitbürgern allein durch die Anerkennung eines abgehobenen, idealistischen Mediendiskurses.

So fordere ich euch auf, doch einfach mal gegenzuprüfen und zu überlegen, welche Erzähhlung über den Westen der Wirklichkeit näher kommt: die hier in meinem bescheidenen Podcast übermittelte oder die in den Mainstream-Presseerzeugnissen dargestellte? Ist der Westen nun grundböse oder grundmenschenfreundlich? Ohne wiederum in Manichäismus verfallen zu wollen, wage ich die Behauptung, dass meine Ausführungen zur Blutlinie aus Folge 124 und den Folgenden doch einen wunden, blutigen Punkt trafen. Ungute Erinnerungsbruchtücke über die Vergangenheit der Familie (Kolonialismus, Faschismus…) haben sich eingebrannt, aber man will irgendwie doch nicht das Familienerbe beschmutzen, schließlich ist es alles, was wir haben, wir brauchen es für unser Überleben.

In diesem Sinne verteidigen liberale Medienschaffende vielleicht einfach nur ihre blanke Existenz, die im Imperialismus stets unsicher ist, gegen mögliche neu aufkommende Geschichtsinterpretationen aus chinesischer, russischer Perspektive, die sich fragen könnten, wie sehr sich die Europäer seit dem Faschismus eigentlich gewandelt haben oder mit was man es da genau zu tun hat im Westen. Nein, wir sind schon noch moralisch, wir haben was zu bieten, unsere Macht beruht nicht auf der reinen Gewaltherrschaft, so die vorsorgende Beteuerung der Westphilosophen, die damit ihr ökonomisches Überleben sicherstellen. Wer dem Westen Freiheit bescheinigt, freie Entwicklungschancen des Individuums usw., der wird wohl noch eine Weile einige Brosamen zugeschoben bekommen vom Tisch des Bourgeois, des eigentlichen Bürgers der BRD.

Aber die eigentliche Frage, die ich zum Abschluss eurer Beurteilung anheimstelle, ist eine andere. Was müsste eigentlich noch alles passieren, damit ihr, liebe linksliberalen Verfestiger und Zementierer der bürgerlichen Ordnung, aufhörtet, der liberalen Demokratie die Stange zu halten und die Möglichkeit einer leninistischen Revolution in Betracht ziehen würdet? Die Welt ist heute schon in einem beachtlich runtergekommenen Zustand, die Seelen und Körper der Arbeitermassen weltweit sind geschunden, zerrieben, zerfurcht und zerfasert. Man schleppt sich dahin, müde, bleich, gehorsam, hoffend auf ein gütliches Ende der unendlichen Konkurrenz, in die wir mit der Geburt geworfen sind.

Die geschundene, bis ins Mark aufgeriebene Menschheitsseele ist heute weder utopiefähig noch utopiebedürftig, so kann man in Anlehnung an Marlon Grohns Erklärungen über Wesen und Beschaffenheit der dumpfen proletarischen Volksmassen feststellen. Dass von ihnen ein revolutionärer Impuls ausgeht, ist so gut wie ausgeschlossen, wenn, dann müsste man sie schon mitschleppen und mitschleifen zum Sozialismus, wo sie vielleicht langsam zur Besinnung und zum Begreifen kämen.

Welche westlichen Verbrechen sollten sich eurer Meinung nach noch anhäufen, in welchem geistigen Elend und Schmutz soll das Proletariat noch versinken, welche seiner geistigen Waffen sind überhaupt noch übrig, ihm gestohlen zu werden, wie viel tiefer in die Selbstverachtung kann es von hier aus überhaupt noch gehen?

Diese Frage möchte ich euch, den sauberen liberalen Demokraten anheimstellen. Gäbe es überhaupt irgendein Ereignis, das euch zum Umdenken bewegen und die demokratische Herrschaft infrage stellen ließe? Oder sagt ihr ganz hegelianisch: was ist, ist gut, das Wirkliche ist vernünftig?

Damit will ich jetzt nicht auf die Shoa anspielen und andeuten, sie sei auch vernünftig, nein. Hegels Spruch hat für mich dennoch eine große Validität, auch wenn ich seine Philosophie noch keineswegs durchdrungen habe.

Das jasagende, zur BRD konform gehende Weltbild essentialisiert die Nazibarbarei und wiederholt immer wieder, diese zwölf Jahre seien das ganz Unvernünftige gewesen und was danach kam, unsere Amerikanisierung, sei daher das Vernünftige und dürfe nicht mehr angetastet werden, denn wozu das führe, wenn man an den Gewissheiten der etablierten Gesellschaftsform rüttelt, das haben wir ja gesehen. Das ist nun sehr falsch, grundverkehrt.

Das Wirkliche ist das Vernünftige, ja, absolut, obschon es auch Gräuel gibt wie den Holocaust oder in der Urgeschichte der Menschheit haben sicherlich auch schon ganze Völker unter Hunger, Epidemien, Genoziden, Umweltveränderungen gelitten oder wurden schlicht ausgerottet. Über sie haben wir gar keine Zeugnisse mehr, das Ausmaß der menschlichen Misere und des Leids ist unermesslich. Und selbst bei den Menschen, die uns zeitlich näher sind, wie diejenigen, die im KZ starben oder es knapp überlebten, können wir uns nicht wirklich in sie hineinversetzen, man hat nur den eigenen Körper und die eigene Erfahrung als Basis und nie Sicherheit über die Welterfahrung eines anderen.

Also es gab zu allen Zeiten erschreckende Momente in der Geschichte, Epochen, an denen es unklar schien, wie es anhand dieser Vergangenheit noch eine Zukunft geben sollte. Aber das Wirkliche ist eben doch vernünftig in dem Sinne, dass uns ein so tiefes Tal der größtmöglichen Schande, der Erfahrung der absoluten Sinnlosigkeit und des unverständlichen Massenmordens aus ideologisch befeuertem Hass, ein solcher Tiefpunkt der Menschheitsgeschichte auch die Möglichkeit eröffnet, dies als Aufgabe für uns junge, heranwachsende Generationen zu begreifen, der Welt unseren Stempel aufzudrücken und dafür zu sorgen, dass die Geschichtsbücher unserer Enkel mit erbaulicheren Vorkommnnissen, die stolz auf die eigenen Vorfahren machen, gefüllt sind.

It’s not over until it’s over.

Solange wir noch leben, sind wir noch handlungsfähig, können wir uns noch aufraffen und einen revolutionären Pfad einschlagen, wie fern und übermäßig mühevoll er auch heute erscheinen mag.

Und in diesem Sinne könnten wir heute sagen, wir brauchen den Bürgerkrieg in Deutschland gar nicht wirklich, denn wir haben ja die historische Erfahrung und wenn wir nur eine gewisse Klasse der revolutionären Avantgardisten heranbilden könnten, ihnen begreiflich machen, wie die bürgerliche Gesellschaft immer wieder in schwerste Menschheitskatastrophen und Vernichtungskriege führt, dann wird diese Klasse handlungsfähig sein, die Macht im Staate zu übernehmen und friedlich den Umbau der Ökonomie in Richtung Sozialismus administrieren. Die Historie liefert uns genug Material. Wenn wir bereit sind, dieses zu lesen und Schlüsse daraus zu ziehen, sind die Menschen, die einfach zur falschen Zeit geboren wurden, die falsche Religion hatten oder sonstwie vom Sturm der Geschichte fortgeweht wurden, nicht umsonst gestorben, sondern wir ehren ihr Andenken und machen sie zu Teilhabenden der Menschheitsentwicklung, indem wir unsere heutige Politik so ausrichten, dass die Gefahren faschistischer Gräuel minimiert werden.

Ja, es gab unzählbar viel Leid durch die Geschichte, aber die Epoche der Nazizeit und all ihrer Folgen ragt in gewissem negativen Sinne heraus und wir sind heute angehalten, daraus Schlüsse zu ziehen. Es ist nicht die Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken, im Gegenteil. Das Wirkliche ist vernünftig, weil wir nichts anderes haben, woraus wir lernen können, als das Wirkliche. Nur was da war kann begutachtet, geschätzt und geprüft werden.

Sich zu echauffieren, wie dies die Intellektuellen des 18. Jahrhunderts taten, dass Gott eine Katastrophe wie das Erdbeben von Lissabon 1755 zulassen konnte, heißt, sich selbst als passiven Betrachter der Weltgeschichte zu setzen, der einfach mal abwartet und dann sein Urteil gibt, ob ihm das Vorgefallene mit der angenommenen göttlichen Güte übereinzustimmen scheint. Aber stattdessen wäre man ja eigentlich auch aktiver Teil dieser Welt und imstande, sie nach eigenen Ideen umzuformen. Daher ist es müßig, sich zu fragen, wie Gott das zulassen konnte. Er ließ es offensichtlich zu, damit wir es wahrnehmen und unsere Reaktion darauf ausbilden. Egal ob man an Gott glaubt oder nicht, denke ich, kann Hegels Diktum uns den Weg zur Erkenntnis weisen, dass wir mit dem Vorlieb nehmen müssen, was existiert.

Das heißt nicht, den gegenwärtigen Zustand zu essentialisieren, als Endzustand der Entwicklung oder wünschenswerte Schutzmauer gegen Zivilisationsrisse zu verklären. Es heißt, den heutigen Zustand als das fruchtbare Substrat zu begreifen, auf dem die zukunftigen kulturellen Bestrebungen und zivilisatorischen Projekte gedeihen können. Die Entfremdung im heutigen dehumanisierenden System ist zu überwinden, aber zunächst ist sie zur Kenntnis zu nehmen.

Hass und Verzweiflung ist in der bürgerlichen Gesellschaft normal, kann aber nach dem Vorbild des großen, wegweisenden Marx in produktive Gedankenarbeit transformiert werden.

Der Holocaust ist eine Schande nicht nur für Deutschland sondern für die gesamte Welt, die Perfektionierung des Völkermords durch die Nazis ist eine Beschmutzung, ein Verbrechen gegen die gesamte Menschheit, aber in diesem präzisen Sinne bedeutet dieser Tiefpunkt auch einen neuen Anfang und die Chance auf Umgestaltung der Wirklichkeit, die ebenso für die ganze Welt offensteht.


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Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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