Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#138 Das gute Stück

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Das versprochene Lied zwischendrin könnt ihr bei YouTube hören; meine Produktivkräfte reichten heute nicht, es einzufügen:

https://www.youtube.com/watch?v=xdOykEJSXIg

Dialektik Was verbinde ich mit dem Begriff? Zwei Pole. Den Austausch und Einklang zwischen ihnen. Auch das Widerstreben, Sich-Ablehnen und Abstoßen. Das Ringen. Das Kämpfen. Zwei diametral aufeinander abgestimmte Konzepte, dem gleichen oder verwandten ideologischen Feld entlehnt.

Das Utopische im Denken von Marx verwirklicht in den Gesetzen der UdSSR. Auch wenn sich hier Ernüchterung bereit machen kann, warum nicht auch liberale Kunst zulassen, statt den Sozialistischen Realismus zu predigen wie 1930, das kulturpolitische Pendant zum gesundheitspolitischen Führungsanspruch, der Wahnidee, die eigenen Individuen sollten um jeden Preis gesünder sein (oder sicherer vor „gefährlichen“ Krankheiten wie Corona, so der heutige chinesische Staat), und das solle die Überlegenheit des Sozialismus als Gesellschaftssystem beweisen. Diese Beweisführung ist ja bereits ein Abgleiten in den Liberalismus und gibt seinen Prinzipien vollumfänglich nach, demzufolge ist man als sozialistischer Staat durch diesen Akt sowieso schon innerlich besiegt, was es genau genommen überflüssig macht, noch den Kampf, Vergleich, die ideologische Konfrontation mit der Gegenseite jenseits der Berliner (oder Chinesischen) Mauer zu suchen. Denn das theoretische Konstrukt des Rechts auf Gesundheit und der Pflicht, die Gesundheit der Mitmenschen gleichsam zu schützen und zu schonen, das ist ja schon das allerverbrämteste liberale Ideal schlechthin.

(Vgl. Pfaller Scham: Heute hat sich in der Gesundheitspolitik die Trendwende vollzogen, die Bürger schulden dem Staat ihre Gesundheit, Misstrauen macht sich breit, ob jemand, der zu lasterhaft Zigaretten genießt oder auch Extremsport macht dadurch nicht seine asoziale Ader zeigt und die anderen in Mithaftung nimmt)

Dem Menschen fällt nichts mehr ein, wozu er noch leben soll. (Er wird vom liberalen Staat dazu ermuntert, doch alles von sich wegzustoßen und sich von jedermann belästigt zu fühlen, der im öffentlichen Raum etwa noch etwas Eigenes, Unvorhersehbares, Aneckendes zurschaustellt. Der Staat ist dazu da, die inexistenten Freiheits- und Belästigungsfreiheit oder Haftfreiheit für die Handlungen anderer den Individuen zuerst einzupflanzen um sich dann als der Rächer der „Vernünftigen“ zu gerieren.)

JUVENAL Zitat: „Um des Lebens willen die Gründe des Lebens verlieren.“

Und was auch, im herrschenden Liberalismus, man muss arbeiten, man darf konsumieren aber ein schaler Geschmack bleibt, wozu das Ganze? Der liberale Staat kann seinem jungen Schützling, der ihn mit Fragen philosophischer Natur bedrängt, keine Antworten geben (der Verweis auf die Nazis ist der Behelf dieses geistigen Elends: die waren schlechte Menschen, daher müssen wir jetzt besser sein und das geht nur in genau diesem Staat. Das ist genauso antidialektische gedacht wie wenn man die Nazis affirmierend betrachten würde. Letztlich ist der vorgebliche Antifaschismus hier im liberalen Staate immer nur eine vorübergehende Ablehnung des Faschismus, die nur für die Zwecke der eigenen ideologischen Agitation ausgeschlachtet wird). Da ist der sozialistische Staat schon mal besser und verweist den jungen Fragenden auf Marx und Engels, wo er erstmal eine Weile lesen und dann mit neuen Fragen zurückkommen kann. Das ist richtige Dialektik.

Also, worauf verfällt der postmoderne Mensch dieser poststrukturalistischen, losgelösten Zeiten: auf den Tod. Der ist ja wohl der absolute Wert, da er schlimm ist. Politisch denken mag er erst wieder, wenn jener im Spiel ist und davon die Rede ist, dass unzählige Menschen auf brutale Weise sterben mussten. So liest und hört er die Horrorbeschreibungen der bürgerlichen Historiker über die Zustände im Gulag. Hier setzt das politische Denken ein. Was zu tun wäre, unsere heutige Lebenssituation zu bessern und uns einfach einen passenderen politisch-organisatorischen Rahmen zu geben, welcher die Entwicklung und Bedürfnisse einer Masse der Menschen deutlich mehr zu stimulieren und zu befriedigen vermag als der heutige bürgerliche Staat, die potemkinsche Fassade des hässlichen Kapitals, welches weltweit Kriege führt und ganze Völker ausbeutet, unterjocht, ihre Gesundheit vergiftet und ruiniert qua rücksichtsloser Arbeitsvorgaben und den etlichen sonstigen recht weitläufig bekannten Schweinereien, die vom anonymen Kapital-Gesetz hervorgerufen werden, diese Frage also, was heute zu tun wäre, die darf nicht gestellt werden. Denn noch geht es uns ja noch nicht so schlecht, dass wir vom Tod bedroht werden. Sicherlich, die Zwänge und Verstrickungen der Ökonomie sind bedauerlich und es ist tragisch, wenn am anderen Ende der Kette jemand in Afrika, Asien oder Osteuropa stirbt, weil er unsere Produkte produziert oder er von einem imperialistischen Konzern in den Ruin und die Besitzlosigkeit getrieben wird etwa als enteigneter Bauer. Aber das alles tastet uns letztlich nicht an. Nur der (eigene!) Tod vermag uns noch zu rühren. Daher wird also die vermeintlich so reichhaltig vorhandene Corona-Solidarität gelobt. Dieser Lob- und Tadeldiskurs ist das Herrschaftsinstrument der regierenden Klasse. Sie muss auf den Tod verweisen, um überhaupt gehört zu werden, da eigentlich jeder weiß, dass sie längst nicht mehr die Strippen in der Hand hält und also keine herrschende Klasse ist, sondern eine die Sachzwänge und sich aus dem anonymen Dollargesetz ergebenden Folgerungen zu mildern, kleine Anpassungen und Korrekturen vorzunehmen, damit im Großen die Herrschaft des Gesetzes unangetastet bleibt – des anonymen Dollarsymbols oder Kapitalgesetzes versteht sich, dessen juristische Übersetzung und Transkription in schärfere, weniger psychologischere Termini die Aufgabe des bürgerlichen Gesetzbuches und Grundgesetzes ist.

… (Den Rest könnt ihr in den Shownotes oder auf der Webseite der letzten Folge nachlesen)

Und inwiefern darf man auch mehrmalss zugreifen, den Appetit oder die unersättliche Lust noch zulassend, während man schon in einer Beziehung ist und in diesem unären Liebesglück schwelgen sollte?

Wo liegt die Grenze (etwa im programmatischen „Nimby“-Text) zwischen Rassismus, chauvinistischer Duselei und Überlegenheits-Zurschaustellung und der einfachen Anerkennung physischer, sozialer, sprachlicher Unterschiede zwischen Menschen, die aus verschiedenen Weltecken stammen? Inwiefern muss der heute aktuelle Antirassismusdiskurs ökonomisiert werden, da er sonst, wenn er sich wie zurzeit nur auf den Antirassismus hier in Deutschland beschränkt und mehr Rechte und Respekt für hier lebende Migrationserfahrene fordert, uns Hemmung, Angst und Unlust aufbürdet und die Drohung des Bourgeois mitschwingt, der deutsche Arbeiter müsse sich mal kleinmachen und noch weiter bücken, sonst könnten ihn bald die Migranten ersetzen? In der Tat, der Antirassismus muss mit der Forderung nach Weltrevolution einhergehen, damit jeder zumindest die Chance hat, auch bei sich zu Hause gut zu leben und nicht zur Migration gezwungen wird. Was uns dazu anleiten kann, mehr Mitgefühl und Kampfeslust für die brüderliche Entwicklung aller Weltecken an den Tag zu legen, ist die Wahrnehmung der erotischen Lust, die durch kultruelle oder was auch sonst denkbare Differenzen noch gesteigert wird. Dieses Feld ist zu beackern.

Bevor wir diese Fragen angehen, eine Klarstellung: die Blutexzesse der UdSSR sind nicht etwa ein Symptom eines gescheiterten Experiments, sondern diese Befleckung mit den wirklichen, also unschönen Realitäten der sozialen Dimension, in der wir agieren und versuchen, vorwärts zu kommen, sind eine Auszeichnung, ein exzellenter weiterer Schritt auf einem Weg, der nicht erst durch Marx begonnen wurde. Aber jener lieferte den kompromisslosen Fervor. Er rief mittels unwiderlegbarer dialektischer Denkarbeit zum Bewaffneten KAMPF auf. ZU den WAFFEN, Proletarier!!!!

Nur, um ihn wirklich zu verstehen, brauchte es weitere politische Genies wie Lenin. Es ist ein heikler, sehr schwerer Weg, der hier vorgezeichnet wurde. Und doch: ohne diesen zu wagen, steckt die Menschheit im Sumpf und Morast des dumpfen beklommenen Gefühls fest. Man hält am Alten fest, hält sich die Augen zu, sagt sich: zu uns kommt die Grausamkeit ja nicht, wir haben unsere Schutzwälle schon konstruiert dank Produktivkräften. Wo diese Kräfte herkamen? Nun ja,mag sein, dass unsere Vorfahren wenig zimperlich waren bei der Akkumulation von monopolitischem Wissen über das Betreiben der wohlstandsbringenden Schwerindustrien. Aber das ist ja wohl vorbei, heute legt keiner mehr keinen aufs Kreuz, und wenn wir diesen „Vorsprung“ gegenüber Pakistan haben, dann aus den bekannten Gründen, dass die weniger fleißig, hartleibig sind und sich einfach weniger rannehmen um endlich auch mal im Schweiße ihres Angesichts zu schuften und sich emporzuarbeiten… nicht etwa, weil wir bis zum Letzten die Wirkungen unserer Kapitalwaffe berechnend einsetzen, um den aufstrebenden Pakistani ein ums andere Mal niederzustrecken und in den Staub der Berge Kandahars zuürckzustoßen.

Dort gehört er hin!, rufen die fanatisierten Westeuropäer. Wir haben Angst um unsere Pimmel und Muschis! Die können nicht mehr liebgehabt werden, wenn zu viele Erdbewohner auf unser höchstes Niveau aufsteigen und etwa auch so profitierten von Industrie und medizinischer Versorgung… Wir sind gekränkt! Jeder hat ja einen Lümmel oder eine Vulva. Also ist an mir wirklich gar nichts Besonderes? Und selbst meine Hände sind nur nütze, was herzustellen, was dem Kapital zu seinem weltweiten Sieg verhelfen darf…

Also, die Blutexzesse des herrschenden Systems zu leugnen, ist absurd. Das tun W und S aber implizit und jeder, der ganz schaudernd auf die horrenden Opfer der Sowjetsäuberungen und sonstiger „wirkungsvoller“ Maßnahmen schaut. Ich will doch nur, dass wirkungsvoll regiert werde. Aber genau weil diese Regierung Stalins so gut war, diskreditieren die westlichen Propagandisten sie ein ums andere Mal und stellen es so hin, als seien die Gulags die einzige „Wirkung“ von Stalins Regierungszeit gewesen, wobei sie in Wahrheit bereits 200 Jahre vorher eingeführt wurden.
Ja, sagt der dumme Stefan. „Der heutige Imperialismus ist schon beträchtlich“ (weil in Afrika gehungert wird und irgendeine neue Schweinerei im Podcast behandelt wurde). Aber das sagt er eben doch nicht mit der letzten Konsequenz, drückt sich um den Schluss, dass wir eine Spur der Leichenberge hinterlassen, einfach nur, damit alles weitergehen kann wie bisher. Doch Stalin griff ja genau ein, damit sich was ändert, die bisherigen menschlichen Entwicklungsgänge unterbrochen und neu geformt werden! Dass dabei dann u.a. zu viele im Gulag landeten, ist unbestreitbar und wurde auch von Stalin selbst als Fehler wahrgenommen. Nun können wir ihn aufgrund von Detailfehlern tadeln und etwa fragen, warum er 1937/38 nicht gegen Jeschow eingriff, der die Terroraktionen des NKVD überwachte, obwohl ihm dessen Willkür und Destruktivität bewusst sein mussten. Das ist aber was ganz anderes, als unser heutiges deutsches BRD-Regime anzuprangern, welches das Grundböse, das Untermenschentum, die Strunzdummheit schlechthin darstellt. (Ja immerhin sidn wir Deutschen auf diese verdrehte, verkehrte Weise Vorbild der Welt, wir machen das Grundfalsche einfach am effizientesten und exerzieren diese Todesmaschinerien, die irgendwann wieder ins KZ führen, am gekonntesten)

Denn hier werden ja jährlich mehrere Millionen aus dem Weg geräumt aufgrund ökonomischer Zwänge. Die Großkonzerne sind so strunzdumm, dass sie keine andere Idee haben, wie Geld zu verdienen wäre. Also saugen sie alle Prfünde aus, grasen die Welt ab und unsere Regierung greift ihnen dafür noch ein bisschen unter die Arme.

Hier verursachen wir also den Tod einfach nur um des „guten Friedens“ willen: wir wollen uns zumindest in unserem Land nicht mehr ins Gesicht schauen und um den richtigen politischen Weg streiten. Alles hat sich eingependelt: „Eine andere Welt ist vorstellbar? Nee, ist sie nicht mehr“ (Stefan), Fukuyama obsiegt. Aus dieser Faulheit und Feigheit vor der Konfrontation richtet man sich ein und findet sich mit Entrechtung in den Gebieten, die vom Imperium abgehängt wurden, ab. Früher noch dominierten wir diese mittels Militär und Kolonialismus, heute mittels unserem überlegenen Diskurs der Demokratie und den weihnachtlich-versöhnlichen Geschichten von den drei guten Menschenrechten. Die Menschenrechtsadvokaten sind zutiefst inhumane, begriffslose Tölpel, die mit ihrem Geraune von Menschlichkeit ein barbarisches, mörderisches Terrorregime stützen und ihm (der BRD) bescheinigen, doch noch ganz akzeptabel und vergleichsweise humanistisch zu sein.

Das reinigende Signum des Dollars exekutiert die Brutalität der Ökonomie, den puren Egoismus. Sei du selbst, schau nach dir selbst. Und neben dir wühlen halt die Bettler in den Mülltonnen, wie in den Straßen Südamerikas. Es braucht keinen Diktator, der uns anleitet, was zu tun ist. Auch Hitler musste ja keine expliziten Befehle mehr erteilen, nachdem die Doktrin einmal klar und etabliert war. Die Juden sind zu verheizen, also, da weiß jeder Lagerkommandant, was zu tun ist, wie der „Output“ zu steigern ist. Und so auch heute. Millionen verhungern, Bauern wird die Lebensgrundlage entzogen durch Dürren, Überflutungen usw., das vorgelebte westliche Modell der Kapitalanbetung wird in Afrika befolgt, weil man weiter an die weiße Überlegenheit glaubt und sich nicht traut, selbständig auf die Geschichte zu blicken und die Horrorgeschichten übers Gulag und die UdSSR zu hinterfragen und als die scham- und anstandslose Propaganda (auf faschistischer Basis) zu enttarnen, die sie ist.


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Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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