Geschichte = Geschichte
Kate Tempest: Europe is Lost:
https://www.youtube.com/watch?v=QSVyyykaEOo (Leider konnte ich das Lied schon wieder nicht einfügen
Liebe Leute!
»Sex is still good when you get«, so das Zitat aus dem Lied von Kate Tempest, das ich schon mal in Nr. 22 spielte. Ja, es tut Not, die ökonomischen Fragen der Verteilung von sexueller Lust wiederum theoretisch im Podcast aufzugreifen, so spüre ich auch wegen eigener Erfahrungen und der Überlegung, dass so viele der individuellen Teilchen, aus denen die Volksmasse besteht, weiterhin darbe, dürsten und abgehängt sind von den Schaudern und Genüssen der Liebe. Allerdings kann ich euch für die Zukunft wenig davon versprechen. Zumindest über die gesamten 140er Folgen werden wir weiter die historischen sowie theoretisch-marxistischen Gefilde beackern, wenn auch nicht mehr die fruchtbaren ukrainischen Felder. Ein ums andere Mal wird es dabei einen Ausflug ins Erotische geben, was vielleicht ambivalent ist. Denn wie kann man in einer so ernsten Zeit und bei ernsten geschichtlichen Betrachtungen die Lust ins Spiel bringen? Nun, vielleicht ist die Lust ja auch etwas ebenso Schweres und Undurchdringliches wie die Geschichte, die sich imposant und drohend vor uns aufballt, uns zu kleinen Füglingen macht, die sich einfach nur in der gegebenen Realität sicher aufgehoben und geschützt gegen die Zumutungen der schon mal dagewesenen Zustände menschlichen Lebens fühlen. So auch in der Lust und Sexualität, die uns mit tiefgreifenden Fragen über die eigene Biografie, den Charakter und Standpunkt in der Welt konfrontiert. Stehe ich so, dass ich die gesamte Geschichte überblicke und mein Urteil vernünftig fälle? Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass ich weiter erzählen und reden will, um euch, meine lieben hörenden Schäfchen, zu beglücken.
Recht passend zum Beginn des Weltkriegs 1939 ist dies die Nummer 139 meines bescheidenen Podcasts, dieses marxistisch-revolutionären Produkts, mittels dessen ich die Massen erleuchten und vom Faschismus abbringen möchte, zu dem sie qua ihrer trägen, dumpfen, hölzernen Natur immer wieder neigen. Darum dreht sich die Folge um die schmutzigen Flecken der deutschen Geschichte. Von meinen Lehrern in der Schulzeit konnte ich hierüber nichts lernen, was darüber hinaus ging, zu sagen, diese zwölf Nazijahre waren das ganz Falsche, Schlimme, und jetzt wollen wir am liebsten gar nicht mehr nachdenken darüber, warum Deutschland ein so prosperierendes Land und so viele Länder der Welt abgehängt und besiegt sind. So in etwa werde ich es in Nr. 146 ausdrücken. Also muss ich mich selbst auf die Suche nach Erklärungen der Historie machen.
Heute gelesen: Ludo Martens: Stalin anders betrachtet, 4. Auflage, Zambon Verlag
Mein eigener Text zuerst, weiter unten stehen Auszüge aus Ludo Martens Buch:
Es ist auch richtig, den Holocaust zu relativieren, im Sinnve von ins Verhältnis setzen mit anderen Völkermorden, die zeitgleich oder zu anderen Zeiten, unter anderen Bedingungen in der Geschichte stattfanden.
Was war Hitlers Endziel? Es ist egal, wir alle wissen, dass er im Grunde wahnsinnig und nicht zurechnungsfähig war, aber das ist halt hier in Deutschland die Normalität, dass ein Volk dem Führer aufs Wort gehorcht und in den Massenmord läuft. Man kann alles machen, nie wird jemand einen wirklich verurteilen, selbst Hitler wird heute noch bewundert und zwar am meisten von jenen, die vorgeben, von der Nazibarbarei abgeschreckt zu sein. Wer so naiv antifaschtisisch die Nazizeit zum singulären Ausdruck vovn Stärke und Potenz stilisiert, hilft der Hitlerideologie, sich noch über ihr eigentliches Verfallsdatum hinaus zu erhalten. Hitler war nichts Besonderes und insofern hätten wir schon längst wieder zur Tagesordnung übergehen sollen und da weitermachen, wo Lenin und Stalin aufhörten, bei der sozialistischen Transformation der alten Gesellschaft, bevor der Faschismus die UdSSR bedrohte und die Aufmerksamkeit auf sich zog. Aber die USA und Großbritannien haben diese welthistorische Gelegenheit genutzt, um auf dem Rücken von Millionen zerschundener, verhungerter oder erschossener Sowjetbürger ihren imperialistischen Profit abzuschöpfen und die Welt nach 45 neu aufzuteilen, unter Ausschluss der UdSSR, die sie nur bruachten, um die unangenehme Konsequenz des Kapitalismus in Form des Hitler-Fashcismus loszuwerden und wieder souverän durchregieren zu können. Zu diesem Zweck versorgte man die Rote Armee mit Verpflegung, solange sie den eigenen Interessen diente, ohne die eigenen werktätigen Massen in einen ernsthaften Krieg gegen Hitler zu werfen. Lieber noch schickten sie ihre Truppen über halb Asien, nach Italien und auf den Balkan, statt die von Stalin geforderte Front in Frankreich schon früher zu eröffnen.
Die Deutschen, die heute noch wie gebannt auf Hitler und die Verbrechen seiner Zeit starren, legitimieren damit gleichsam die direkt darauf aufbauende Gewaltherrschaft der USA, die ein ums andere Male den Globus in Schutt und Asche legt. Nur wir hier in Europa werden davon ausgenommen. Denn wir drücken beide Augen zu und lassen den USA alles durchgehen. Wir versteifen uns darauf, Hitler sei das ganz Schlimme gewesen und deshalb gälte es jetzt, nur möglichst zahm, ungefährlich und schwach zu sein. Das Infame an dieser Haltung ist, damit Hitler noch Stärke zu bescheinigen, die er nie hatte. Der deutsche Faschismus ist Ausdruck der unermesslichen Schwäche eines ganzen strohdummen Volkes, das sich nicht mehr anders zu behelfen weiß als durch Krieg, Völkermord, menschenverachtenden Rassismus und Chauvinismus. Nach Hitler kann es kein heroisches Projekt mehr geben. Daher müssen wir Deutschen uns als Juniorpartner anderer Großmächte verdingen. Die werden wohl schon das Beste für uns und die Welt im Blick haben. Merkt ihr jetzt, warum es richtig ist, die gesamte deutsche Öffentlichkeit als Anhängsel, Überbleibsel und Ausgeburt des Faschismus zu bezeichnen? Dieses Land verdient viel mehr als Hass, es muss schnellstmöglich in seiner ökonomischen Substanz ausgeplündert, entwurzelt, depraviert werden, allein schon, um anderen Ländern nicht mehr als Vorbild zu dienen, wie weit man mittels Faschismus kommen kann.
Zwang/Beherrschung/Herrschaft Man will herrschen.
Aber der Herrscher soll keinem wehtun. So bleibt es bei den alten Herren. Deren Wehe-Tun spüren wir nimmer, sind gewöhnt, als Hund zu leben.
Wer im Imperialismus aufsteigt, der hat ein mitleidiges Lächeln für die am Boden Liegenden übrig – deren Beschützer und Vorkämpfer Stalin war.
Wo Stalin nun ein Schurke sein soll, da bleiben diese am Boden liegen.
Wer strahlt uns als Stern, als Vorbild?
Ludo Martens: Stalin anders betrachtet
S. 179: Die Kollektivierung und der »ukrainische Holocaust«
Leider las ich den folgenden Teil nicht komplett vor, hier könnt ihr ihn nachlesen:
»Die Hungertotenziffer von 1 bis 2 Millionen ist bedeutend. Diese menschlichen Verluste beruhen weitgehendst auf der hartnäckigen Opposition der Ausbeuterklasse, sowie der Umorganisation und Modernisierung der Landwirtschaft auf einer sozialistischen Basis. Die Bourgeoisie setzt aber diese Toten auf das Konto Stalins und des Sozialismus. Die Anzahl von 1 bis 2 Millionen Toten muss auch mit den 9 Millionen Hungertoten der Jahre 1920-1921 verglichen werden, einer Hungersnot, die hauptsächlich durch die militärische Intervention von acht imperialistischen Mächten und deren Unterstützung bewaffneter reaktionärer Gruppen verursacht wurde. Die Hungersnot ging nicht über die Vorerntezeit des Jahres 1933 hinaus. Außerordentliche Maßnahmen wurden von der Sowjetregierung ergriffen, die eine erfolgreiche Ernte des Jahres 1933 sicherten. Im Frühjahr wurden 35 Mill. kg Saatgut, Nahrungsmittel und Viehfutter in die Ukraine geschickt. Organisation und Leitung der Kolchosen wurden verbessert, mehrere tausend Traktoren, gekoppelte Nutzfahrzeuge und LKW wurden zusätzlich geliefert. Hans Blumenfeld resümierte in seinen Memoiren, was er während der Hungerszeit in der Ukraine erlebt hatte.„Ein Zusammentreffen mehrerer Faktoren (war die Ursache). Zunächst hat der heiße und trockene Sommer 1932, den ich nördlich von Wjatka erlebte, in den halbausgetrockneten Regionen des Südens die Ernten zunichte gemacht. Dann hat der Kampf um die Kollektivierung die Landwirtschaft desorganisiert. Die Kollektivierung war kein Verfahren, das auf Befehl und nach bürokratischen Regeln durchgeführt wurde. Sie bestand vielmehr in Aktionen verarmter, von der Partei ermutigter Bauern. Die arme Landbevölkerung ging zwar begeistert an die Enteignung der ‚Kulaken’, zeigte sich aber weniger bereit, eine kooperative Wirtschaft zu organisieren. 1930 hatte die Partei schon Kader ausgeschickt, um den eingetretenen Ausschreitungen entgegenzuwirken und diese zu korrigieren. (…) Nachdem die Partei 1930 mit Vorsicht zuwege gegangen war, löste sie 1932 eine neue Offensive aus. Folge war, dass die Kulakenwirtschaft in diesem Jahr aufhörte zu produzieren, die neue Kollektivwirtschaft jedoch noch keinen vollen Ertrag zeigte. Mit einer unangepassten Agrarproduktion deckte man zuerst die Bedürfnisse der städtischen Industrie und der bewaffneten Kräfte. Da die Zukunft der gesamten Nation, einschließlich der Bauern, von diesen Kräften abhing, konnte man wohl kaum anders verfahren. (…) 1933 fiel ausreichend Regen. Die Partei schickte ihre besten Kader aus zum Helfen bei der organisatorischen Arbeit in den Kolchosen. Sie waren erfolgreich. Nach der Ernte 1933 verbesserte sich die Lage radikal und mit einer überraschenden Geschwindigkeit. Ich hatte das Gefühl, als ob wir einen sehr schweren Karren einen steilen Berg hinaufgeschoben hätten, ohne zu wissen, ob es uns gelingen könnte; im Herbst 1933 aber hatten wir den Gipfel überschritten und seitdem konnten wir in beschleunigtem Tempo weiter vorankommen.“[34] Hans Blumenfeld hebt hervor, dass die Hungersnot sowohl die russischen Regionen an der Unteren Wolga, Nordkaukasien als auch die Ukraine heimgesucht habe. „Dies widerlegt die ‚Tatsache’ eines antiukrainischen Völkermords als Parallele zum von Hitler verübten antisemitischen Holocaust. Für alle diejenigen, die um den hoffnungslosen Mangel an Arbeitskräften in der damaligen Sowjetunion Bescheid wussten, ist es wohl eine absurde Idee, dass ihre Staatsmänner bewusst diese spärliche Ressource reduziert hätten.“[35]
Die Ukraine unter der Naziokkupation
Die japanischen Armeen besetzten 1931 die Mandschurei und bezogen entlang der sowjetischen Grenze Stellung. Hitler kam im Januar 1933 zur Macht.Die von der Sowjetunion im Zeitraum 1928-1933 ins Werk gesetzten Umgestaltungsprogramme für Industrie und Landwirtschaft kamen gerade zur rechten Zeit. Nur dank ihrer Verwirklichung und zum Preis einer völligen Mobilisierung der Kräfte war der siegreiche Widerstand gegen die Nazis möglich. Ironie der Geschichte: Die Nazis begannen, ihren eigenen Lügen über den ukrainischen Völkermord und die prekäre Lage des sowjetischen Systems Glauben beizumessen. Der Historiker Heinz Hohne schreibt dazu: „Zwei blutige Kriegsjahre in Rußland, die nicht nur die Illusion eines einzelnen Menschen zerstörten, bringen wohl den grausamem Beweis von der Unrichtigkeit der Fabel vom ‚Untermenschen’. Schon ab August 1942 hatte der Sicherheitsdienst in seinen Reichsberichten festgestellt, dass im deutschen Volk das Gefühl wachse, Opfer von Trugbildern zu sein. Der vorherrschende und erschreckende Eindruck ist die große Masse sowjetischer Waffen und ihre technische Qualität sowie die von den Sowjetmenschen aufgebrachte gigantische Kraft bei der Industrialisierung - all das steht im krassen Widerspruch zum bisherigen Bild von der Sowjetunion. Die Leute fragen sich, wie ist es dem Bolschewismus gelungen, all dies zu produzieren?“[36] Der amerikanische Professor William Mandel schrieb 1985:„Im Ostteil, dem weit ausgedehntesten Gebiet der Ukraine, seit 20 Jahren sowjetisch, war die Loyalität vorherrschend und fast allgemein. Es gab dort eine halbe Million sowjetischer Guerillas (…) und 4,5 Millionen Soldaten aus dem ukrainischen Volk kämpften in der Sowjetarmee. Offensichtlich wäre wohl diese Armee geschwächt worden, wenn sich aus so breit gefächerten Komponente bedeutsame Teile gelöst hätten“Und der Historiker Roman Szporluk gesteht, dass die „operationellen Zonen des organisierten ukrainischen Nationalismus (…) auf die alten polnischen Territorien begrenzt blieben“, d.h. auf Galizien. Unter der polnischen Besetzung hatte die ukrainische Faschistenbewegung dort ihre Basis bis zum Jahre 1939.[37]Die Lüge über den ukrainischen Holocaust wurde von den Hitlergefolgschaften im Rahmen ihrer Vorbereitung zur Eroberung des ukrainischen Landes erfunden. Sobald sie aber ukrainischen Boden betreten hatten, stießen die faschistischen „Befreier“ auf einen zu dem heftigsten zählenden Widerstand. Alexej Fjodorow führte eine Partisanengruppe, die während des Krieges 25000 Nazis unschädlich machte. Sein Buch Partisanen in der Ukraine zeigt vortrefflich die Haltung des ukrainischen Volkes gegenüber den Nazis. Es kann nur lebhaft empfohlen werden - als Gegenmittel aller Verleumdungen bezüglich des von Stalin verübten „ukrainischen Völkermords“.[38]
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S.355: »Stalin widersetzt sich dem Ausrottungskrieg der Nazis«
»Wenn man über den 2. Weltkrieg spricht, muss man sich immer der Tatsache bewusst sein, dass es keinen einzelnen Krieg gab, sondern mehrere. Der Krieg, den die anglo- amerikanischen und französischen Imperialisten gegen ihren deutschen Konkurrenten führten, hatte nichts derart Grandioses mit dem nationalen antifaschistischen Krieg der Sowjetunion gemein. Der Krieg im Westen war ein Krieg zwischen zwei bürgerlichen Armeen. Im Kampf gegen die Hitlerarmee konnte und wollte die herrschende Klasse Frankreichs die werktätigen Massen nicht für einen Kampf auf Leben und Tod gegen den Faschismus mobilisieren. Nach der Niederlage seiner Truppen unterzeichnete Petain, der Held des 1. Weltkrieges, die Kapitulationsurkunde und schritt leichten Fußes zur Kollaboration. Fast im Block unterstellte sich die französische Großbourgeoisie der Hitlerordnung, indem sie aus dem „Neuen deutschen Europa“ das Beste zu machen versuchte. Der Krieg im Westen blieb im gewissen Sinne ein mehr oder weniger „zivilisierter“ Krieg zwischen „zivilisierten“ Bourgeoisien. Nichts Vergleichbares geschah in der Sowjetunion. Das sowjetische Volk war mit einem Krieg ganz anderer Natur konfrontiert. Es ist eines der Verdienste Stalins, diesen Fakt rechtzeitig begriffen und sich darauf konsequent vorbereitet zu haben. Vor Beginn der Operation Barbarossa hatte Hitler bereits klar Farbe bekannt. In seinem Tagebuch hat General Halder Notizen zu einer Ansprache gemacht, die Hitler an seine Generäle hielt. Am 30. März 1941 sprach der Führer vom kommenden Krieg mit der Sowjetunion.
„Kampf zweier Weltanschauungen gegeneinander. Vernichtendes Urteil über den Bolschewismus: er ist wie ein asoziales Verbrechertum. Der Kommunismus ist eine ungeheuere Gefahr für die Zukunft. (…) Es handelt sich um einen Vernichtungskampf. Wenn wir es nicht so auffassen, dann werden wir zwar den Feind schlagen, aber in 30 Jahren wird uns wieder der kommunistische Feind gegenüberstehen. Wir führen nicht Krieg, um den Feind zu konservieren. (…)
Kampf gegen Rußland: Vernichtung der bolschewistischen Kommissare und der kommunistischen Intelligenz.“[72]Man wird dabei bemerkt haben, dass hier die Frage einer „Endlösung“ gestellt wird, aber nicht gegenüber den Juden. Die ersten Ankündigungen eines „Ausrottungskrieges“ und der „physischen Vernichtung“ waren an die sowjetischen Kommunisten gerichtet. In der Tat waren die Bolschewiki, die Sowjetbürger die ersten Opfer der Massenvernichtung. General Nagel schreibt im September 1941:
„Im Unterschied zur Verpflegung von anderen Kriegsgefangenen (d.h. englischen und amerikanischen) sind wir nicht an irgendeine Verpflichtung gebunden, die bolschewistischen Kriegsgefangenen zu ernähren.“[73]In den Konzentrationslagern von Auschwitz und Chelmno waren sowjetische Kriegsgefangene die ersten oder unter den ersten, die vorsätzlich durch tödliche Injektionen oder Gas getötet wurden.[74]
Die Zahl der sowjetischen Kriegsgefangenen, die in den Konzentrationslagern, im Verlauf von Verlagerungen oder durch verschiedene andere Umstände ums Leben kamen, wird mit 3289000 beziffert. Als in Baracken, besetzt mit Sowjetmenschen, Epidemien ausbrachen, drangen die Naziwachen dort „nur noch mit Flammenwerfern ein, ‚aus hygienischen Gründen’ wurden die Sterbenden und die Toten zusammen auf ihren Betten von Lumpen voller Ungeziefer“ verbrannt. Man könnte 5000000 ermordete Gefangene gehabt haben, wenn man die sowjetischen Soldaten einbezieht, die „einfach an Ort und Stelle“, im Augenblick als sie sich ergaben, „niedergemacht wurden“.[75]
So waren die ersten Ausrottungskampagnen und auch die weitgehendsten gegen die sowjetischen Völker gerichtet, darunter das sowjetische jüdische Volk. Die Völker der UdSSR haben am meisten gelitten, sie haben die größte Zahl an Toten zu verzeichnen - 23 Millionen - aber sie haben auch die größte unerbittliche Entschlossenheit und den glühendsten Heroismus an den Tag gelegt. Bis zur Aggression gegen die Sowjetunion gab es keine großen Massaker unter der jüdischen Bevölkerung. Aber bis zu diesem Augenblick schlug den Nazis auch noch nirgendwo ein ernsthafter Widerstand entgegen. Seit sie jedoch sowjetischen Boden betreten hatten, sahen sich die „edlen“ Deutschen Gegnern gegenüber, die ihnen einen Kampf bis zum letzten Blutstropfen lieferten. Von den ersten Wochen an erlitten die Deutschen schwere Verluste und das gegen eine minderwertige Rasse, gegen die Slawen und noch schlimmer, gegen die Bolschewiki! Die Ausrottungswut der Nazis erwuchs aus ihren ersten schweren massiven Verlusten. Als die faschistische Bestie unter den Schlägen der Roten Armee zu bluten anfing, dachte sie an die „Endlösung“ für das sowjetische Volk.Am 26. November 1941 hatte die Führung des 30. deutschen Armeekorps, das ein weites sowjetisches Territorium besetzt hatte, die Order gegeben, in Konzentrationslagern als Geiseln „alle Individuen einzusperren, die Familienangehörige bei den Partisanen haben“, „alle Personen, die unter dem Verdacht stehen, Verbindungen mit den Partisanen zu haben“, „alle Mitglieder der Partei und des Komsomols einschließlich der Kandidaten, alle alten Mitglieder der Partei“ und „alle Individuen, die vor Ankunft der deutschen oder rumänischen Truppen offizielle Funktionen besetzten.“[76] Für einen getöteten Soldaten entschieden die Nazis, mindestens 10 Geiseln umzubringen.
Am 1. Dezember 1942 anlässlich einer Diskussion mit Hitler über den Krieg der sowjetischen Partisanen, hat General Jodl die deutsche Position in folgenden Worten zusammengefasst: „Im Kampf können unsere Truppen tun, was sie wollen: die Partisanen aufhängen, sie selbst mit dem Kopf nach unten aufhängen oder sie vierteilen.“[77]
Die Bestialität, mit der die Hitleristen alle Mitglieder der Partei, alle Partisanen, alle Verantwortungsträger des Sowjetstaates und ihre Familien verfolgt, traktiert und liquidiert haben, macht uns den Sinn der Großen Säuberung der Jahre 1937-1938 besser verständlich. In den besetzten Gebieten waren die eingeschworenen Konterrevolutionäre, die 1937 -1938 nicht liquidiert wurden, diejenigen, die sich in den Dienst der Hitleristen stellten und die Auskünfte über alle Bolschewiki, ihre Familien und ihre Kampfgefährten gaben.
In dem Grade, in dem der Krieg im Osten einen immer erbitterteren Charakter annahm, verstärkte sich der mörderische Wahnsinn der Nazis gegen ein ganzes Volk. Himmler wandte sich an die SS-Führer und sprach im Juni 1942 von einem Vernichtungskrieg zwischen zwei „Rassen und Völkern“, die in einem „bedingungslosen und gnadenlosen“ Kampf stehen. Es gibt auf der einen Seite „diese rohe Substanz, diese Masse, diese primitiven Menschen oder besser gesagt, diese Untermenschen, die von Politkommissaren geführt werden“, und auf der anderen Seite wir, „die Deutschen.“[78]
Ein blutiger Terror, der niemals vorher praktiziert wurde: Das war die Waffe, mit der die Nazis die Sowjetbürger zur moralischen und politischen Kapitulation zwingen wollten. Himmler sagte: „Wir haben nur eine Aufgabe, zu stehen und diesen Rassenkampf erbarmungslos zu führen (…), der Ruf des Schreckens und des Terrors, der uns bei den Kämpfen um Charkow vorausging, diese ausgezeichnete Waffe wollen wir niemals schwach werden lassen, sondern sie immer nur verstärken.“
Und die Nazis steigerten den Terror.Am 23. August 1942 genau um 18.00 Uhr begannen etwa tausend Flugzeuge Brandbomben auf Stalingrad zu werfen. In dieser Stadt lebten 600000 Einwohner, es gab viele Holzhäuser, Treibstofflager, Öllager, Kohlenlager in den Fabriken. Jeremenko, der die Stalingradfront kommandierte, schrieb: „Stalingrad wurde in ein Flammenmeer verwandelt, umhüllt von Rauch und Ruß. Die ganze Stadt brannte. Gewaltige Rauchwolken und Feuersbrünste wirbelten über den Fabriken. Die Treibstoff- und Öllager erschienen wie Lava ausspeiende Vulkane. Hunderttausende friedliche Einwohner kamen um. Das Herz krampfte sich vor Mitleid für die unschuldigen Opfer des faschistischen Kannibalismus zusammen.“[80]
Man muss diese schrecklichen Realitäten klar erkennen, um gewisse Aspekte dessen zu begreifen, was die Bourgeoisie „Stalinismus“ nennt. Bei der Säuberung wurden Gruppen von unverbesserlichen Bürokraten, Defätisten und Kapitulanten zerschlagen; viele von ihnen wurden nach Sibirien geschickt. Eine Partei, die von Defätismus und Kapitulationsgeist durchsetzt ist, hätte nie die Möglichkeit gehabt, das Volk zu mobilisieren und zu disziplinieren, um den Naziterror abzuwehren. Und das taten die Sowjetbürger in den belagerten Städten, in Leningrad und Moskau. Und selbst in der Hölle von Stalingrad haben Menschen überlebt, sich niemals ergeben und haben schließlich an der siegreichen Gegenoffensive teilgenommen! Bei der deutschen Aggression legte im Juni 1941 der Armeegeneral Pawlow an der Spitze der Westfront ernsthafte Inkompetenz und Fahrlässigkeit an den Tag. Die Konsequenz davon war, dass am 28. Juni die belorussische Hauptstadt Minsk verloren ging. Stalin berief Pawlow und seinen Stab nach Moskau. Schukow schreibt: Auf Vorschlag des Kriegsrates der Westfront wurde Pawlow der Justiz übergeben und erschossen.[81] Elleinstein erklärte das sofort damit, dass „Stalin auf diese Weise fortfuhr, seine Umgebung zu terrorisieren“.[82] Aber angesichts der Nazibarbarei musste die sowjetische Führung eine unerschütterliche Haltung fordern. Jeder Akt ernsthafter Verantwortungslosigkeit und Fahrlässigkeit musste mit der notwendigen Härte bestraft werden.
Als die faschistische Bestie die ersten tödlichen Blessuren davontrug, wollte sie ihren Mut stärken, indem sie zur Blutrünstigkeit schritt.Sie begann den Genozid, den Völkermord gegen das Sowjetvolk zu praktizieren, soweit es in ihre Pranken geriet. Himmler erklärte am 16. Dezember 1943 in Weimar: „Wenn ich irgendwo gezwungen war, in einem Dorf gegen Partisanen und gegen jüdische Kommissare vorgehen zu lassen (…), so habe ich grundsätzlich den Befehl gegeben, auch die Weiber und Kinder dieser Partisanen und Kommissare umbringen zu lassen. Ich wäre ein Schwächling und ein Verbrecher an unseren Nachkommen, wenn ich die hasserfüllten Söhne dieser von uns im Kampf von Mensch gegen Untermensch erledigten Untermenschen groß werden ließe.“[83]
Der Chef der SS hat in einer anderen Rede in Charkow am 24. April 1943 gesagt: „Ich meine - und ich spreche hier, wie ich glaube, gerade zu denen, die das ohnehin verstehen -, dass wir den Krieg und unseren Feldzug in der Weise führen müssen: Wie nehmen wir den Russen am meisten - tot oder lebendig - Menschen weg? Wir tun das, indem wir sie totschlagen, oder indem wir sie in die Gefangenschaft bringen und sie wirklich der Arbeit zuführen, indem wir uns bemühen, ein Gebiet, das wir einnehmen, möglichst in die Hand zu bekommen und indem wir ein Gebiet, das wir abstoßen, einen Raum, den wir dem Gegner zuschieben, menschenleer zurücklassen. (…) Ein Wiederzuschieben von Menschen, so dass er wieder Arbeitskräfte hat und wieder rekrutieren kann, das wäre, glaube ich, im Großen gesehen absolut falsch.“[84] Diese Realität eines unerhörten Terrors, den die Nazis gegenüber dem ersten sozialistischen Staat, gegen das erste sozialistische Land praktizierten, wird in der bürgerlichen Literatur fast systematisch verheimlicht oder heruntergespielt. Dieses Verschweigen hat ein sehr präzises Ziel. Personen, die die ungeheuerlichen Verbrechen nicht kennen, die gegen das Sowjetvolk begangen wurden, schlucken sehr leicht die Idee, dass Stalin selbst ein Diktator, vergleichbar mit Hitler war. Die Bourgeoisie unterschlägt den wirklichen antikommunistischen Genozid. Sie will nicht frei zur Schau tragen, was sie mit dein Nazismus gemein hat: den irrationalen Hass auf den Kommunismus, den Klassenhass gegen den Sozialismus. Um den größten Genozid des Krieges im Dunklen zu lassen, richtet die Bourgeoisie das Licht ausschließlich auf einen anderen Genozid, den an den Juden.
In einem bemerkenswerten Buch weist Arno J. Mayer, dessen Vater linker Zionist war, darauf hin, dass die Ausrottung der Juden erst in dem Moment begonnen hat, als die Nazis das erste Mal schwere Verluste erlitten hatten. Das war im Juni/Juli 1941 im Kampf gegen die Rote Armee. Die gegen die Kommunisten verübten Bestialitäten, dann die unerwarteten Niederlagen, die das Gefühl der Unbesiegbarkeit des Übermenschen erschütterten, haben das Umfeld geschaffen, das den Holocaust ermöglichte.„Der Genozid an den Juden entstieg dem Feuer eines schrecklichen Krieges, geführt zur Eroberung Rußlands und seines unbegrenzten Lebensraums, zur Zerschlagung des Sowjetregimes und zur Liquidierung des internationalen Bolschewismus. (…) Ohne die Operation Barbarossa hätte es die jüdische Katastrophe, die jüdische ‚Endlösung’ nicht gegeben und nicht geben können.“[85]
Es ist also eine Tatsache, dass die Nazis mit der Realität von Niederlagen an der russischen Front konfrontiert waren, bevor sie sich zur „globalen und endgültigen Lösung“ des Judenproblems in der Konferenz von Wannsee am 20. Januar 1942 entschlossen.Die Nazis brüllten seit Jahren ihren Hass gegen den „jüdischen Bolschewismus“ heraus. Der Bolschewismus war ihrer Meinung nach eine schlimme Erfindung der Juden. Der hartnäckige Widerstand der Bolschewiki hinderten die Hitleristen daran, mit ihrem Hauptfeind fertig zu werden. Darauf lenkten sie ihre Frustrationen, ihren maßlosen Ärger gegen Juden, die sie in einer blindwütigen Racheaktion ausrotteten. Während die jüdische Großbourgeoisie gegenüber dem Hitlerstaat konziliant teils zur Verständigung bereit auftrat und in einigen Fällen selbst ihr Komplize wurde; hat sich die Mehrheit der Juden resigniert ihren Henkern ergeben. Aber die jüdischen Kommunisten, die im Geist des Internationalismus handelten, haben mit der Waffe in der Hand gekämpft. Die Nazis trieben einen Teil der jüdischen Linken in den Widerstand. Die große Masse der armen Juden wurde vergast. Aber vielen reichen Juden gelang es, sich in die USA und andere Länder zu retten. Nach dem Kriege haben sie sich in den Dienst des Imperialismus der USA und Israels, ihrem Brückenkopf im Nahen Osten, gestellt. Sie sprechen im Übermaß vom Holocaust an den Juden, aber aus einer pro-israelischen Sicht; zu gleicher Zeit geben sie ihren antikommunistischen Gefühlen freien Lauf und beleidigen so das Andenken an die kommunistischen Juden, die den Nazis wirklich Widerstand geleistet, ihnen entgegengetreten sind.
Schließlich sei hier noch ein Wort Hitlers angefügt, mit dem er den Geist der Nazis vorbereitet hat, um mit Gleichgültigkeit und gnadenlos 23 Millionen Sowjetbürger zu massakrieren. Um seine Menschen in Maschinen zu verwandeln und sie zu Mördern zu machen, hat er ihnen eingeschärft und eingehämmert, dass ein Bolschewik nichts anders als ein Untermensch, ein Tier sei.
„Hitler instruierte seine Truppen, dass die feindlichen Kräfte großenteils aus Tieren und nicht aus Soldaten bestehen, die darauf gedrillt sind, sich mit tierischer Wildheit zu schlagen.“[86] Um die deutschen Truppen zur Ausrottung der Kommunisten anzutreiben, sagte ihnen Hitler, dass Stalin und die anderen sowjetischen Führer „blutrünstige Kriminelle seien, die in ihrem Blutrausch Millionen russischer Intellektueller getötet und die (…) die grausamste Tyrannei aller Zeiten ausübten“.[87] „In Rußland hat der blutrünstige und tyrannische Jude bisweilen mit unmenschlichen Folterungen getötet oder hat durch Hunger mit wahrlich fanatischer Grausamkeit etwa 30 Millionen Menschen ausgerottet.“[88]So hat im Munde Hitlers die Lüge von 30 Millionen Opfern des Stalinismus dazu gedient, die Nazibarbarei und den Genozid an Kommunisten und sowjetischen Partisanen geistig vorzubereiten. Wir bemerken hier beiläufig, dass Hitler diese 30 Millionen Opfer anfänglich auf das Konto von Lenin geschrieben hat. Tatsächlich findet sich diese abscheuliche Lüge schon in „Mein Kampf“ wieder, in einem Buch, das Hitler 1926 vor der „Kollektivierung und Säuberung“ geschrieben hat. Den jüdischen Bolschewismus attackierend, schreibt Hitler: „Das schrecklichste Beispiel bietet Rußland, wo er an dreißig Millionen Menschen in wahrhaft fanatischer Wildheit teilweise unter unmenschlichen Qualen tötete und verhungern ließ, um einem Haufen jüdischer Literaten und Börsenbanditen die Herrschaft über ein großes Volk zu sichern.“[89]
Ein halbes Jahrhundert später griff Brzezinski, der offizielle Ideologe des US-Amerikanischen Imperialismus, Wort für Wort alle diese Nazi-Infamien wieder auf:„Es ist absolut vernünftig und angemessen!, die Opfer Stalins auf nicht weniger als 20 und vielleicht sogar 40 Millionen zu veranschlagen.“[90]«
**S. 388 10.1 Die USA als Nachfolger Nazideutschlands **
»Der antifaschistische Krieg war noch nicht zu Ende, als eine große Zahl der US- Amerikanischen Generäle von einer Umkehrung der Allianzen träumte, um die militärischen Operationen gegen die Sowjetunion zu lenken. Für die Verwirklichung dieses Abenteuers dachten sie daran, die von Hitler und seiner Umgebung gesäuberte Naziarmee auszunutzen. Der alte Geheimagent Cookridge berichtet über bestimmte Äußerungen vom Sommer 1945: „General Patton träumte davon, zwei Divisionen der Waffen-SS wiederzubewaffnen, um sie der III. amerikanischen Armee einzuverleiben und sie gegen die Roten zu lenken.“ Patton hat dieses Projekt sehr ernsthaft General Mc Narney, Militärgouverneur der USA in Deutschland, vorgelegt…„Was diese bolschewistischen Teufel vorhaben, können wir das nicht auch machen?“, so sagte Patton. „Früher oder später wird man sich mit ihnen schlagen müssen. Warum also nicht jetzt, wo unsere Armee intakt ist und wir die Rote Armee nach Rußland zurücktreiben können. Mit meinen Deutschen sind wir fähig, das zu tun. Sie verabscheuen diese roten Bastarde“. „Patton wurde von Robert Murphy, dein politischen Berater von Mc Narney, vorgeladen. ‚Patton fragte’, so schreibt Murphy, ‚ob es eine Chance gäbe, bis nach Moskau zu gehen und fügte hinzu, dass wenn man es schnell machen würde, man es in 30 Tagen erreichen könnte, bevor man abwartet, dass die Russen die USA angreifen’.“[9]
Der Nazi Gehlen und die CIA
General Gehlen war der Spionagechef der Nazis für die Sowjetunion. Im Mai 1945 entschied er, sich mit seinen Archiven den US-Amerikanern zu ergeben. Er wurde Generalmajor Luther Sibert, Chef der Aufklärung der Armeegruppe von General Bradley, vorgestellt. Auf Anforderung von Sibert verfasste der Nazi Gehlen einen Bericht von 129 Seiten: „Das Projekt einer Geheimorganisation, das auf den Arbeiten der Aufklärung beruhte und gegen die Sowjetunion unter der Ägide USA gerichtet ist.“[10] Gehlen wurde bei den höchsten militärischen Autoritäten eingeführt. Als die sowjetischen Repräsentanten erneut forderten, dass Gehlen und Schellenberg, zwei Kriegsverbrecher, ihnen ausgeliefert werden müssen, antworteten die Amerikaner, dass sie nicht wüssten, wo sich diese aufhielten. Am 22. August 1945 transportierten sie Gehlen heimlich in die USA.[11]
Der Nazi Gehlen verhandelte dort mit den Assen der amerikanischen Aufklärung, inklusive Allan Dulles, und sie gelangten zu einem „Abkommen“: Die Spionageorganisation von Gehlen bleibt weiterhin in der Sowjetunion in autonomer Form tätig, und US-Amerikanische Offiziere sichern die Verbindung mit den US-Amerikanischen Geheimdiensten. „Die Organisation Gehlen wird in spezieller Weise genutzt, um Informationen über die Sowjetunion und die Satellitenstaaten zu liefern.“[12] Am 9. Juli 1946 kehrte Gehlen nach Deutschland zurück, um seinen nazistischen Spionagedienst unter der Kontrolle der US-Amerikaner zu reaktivieren. Er heuerte Dutzende von höheren Offizieren der Gestapo und der SS an und stattete sie mit falschen Papieren aus.[13]
John Loftus, ein Verantwortlicher der US-Amerikanischen Geheimdienste, zuständig für die Erfassung von alten Nazis nach dem Kriege, musste feststellen, dass Tausende von ukrainischen, kroatischen und ungarischen Faschisten durch einen „Konkurrenzdienst“ in die USA gebracht wurden. Loftus schreibt: „Die Anzahl der Nazikriegsverbrecher, die sich in den USA nach dem zweiten Weltkrieg niedergelassen haben, wird auf etwa Zehntausend geschätzt“[14]
Seit 1947, als die US-Amerikaner den kalten Krieg eröffneten, spielten diese „ehemaligen“ Nazis eine beträchtliche Rolle in der antikommunistischen Propaganda.So kann man feststellen, dass der US-Amerikanische Imperialismus tatsächlich der direkte Nachfolger und Fortsetzer der Nazi-Expansionspolitik wurde.
**Die Atombombe… gegen die UdSSR **
Am 21. Juli 1945 während der Potsdamer Konferenz erreichte Truman ein Bericht über den ersten amerikanischen Nukleartest.„Das gab meinem Vater die Möglichkeit, die Unterredungen (mit Stalin) mit mehr Kühnheit und größerer Festigkeit fortzusetzen“, schreibt Margaret Truman. Sie fährt fort: „Mein Vater hatte sorgfältig über die Art und Weise nachgedacht, mit der er Stalin über die Existenz der Atombombe informieren wollte. Er näherte sich dem sowjetischen ‚Leader’ und ließ ihn wissen, dass die USA eine neue Waffe von außerordentlicher Zerstörungskraft entwickelt haben. Premierminister Churchill und Staatssekretär Byrnes traten ihnen einige Schritte näher und beobachteten aufmerksam die Reaktion von Stalin. Dieser bewahrte komplette Ruhe.“[75] Schukow erinnert sich an das Gespräch zwischen Stalin und Molotow bei ihrer Rückkehr in ihre Residenz. „Molotow sagte prompt: ‚Sie wollen im Kurs steigen.’ Stalin lachte. ‚Sollen sie nur. Man muss noch heute mit Kurtschatow sprechen, dass er die Arbeiten beschleunigt.’ Ich verstand, dass es um die Arbeit an der Atombombe ging.“[16]Stalin war ein entschlossener und besonnener Mann, der sich niemals einschüchtern ließ, selbst nicht durch die nukleare Erpressung.Truman betrachtete die Herstellung der Atombombe als eine Waffe des massiven Terrors, die in der Lage ist, den USA die Weltherrschaft zu sichern. Er schrieb in seinen Memoiren:„Ich sah die Bombe als eine militärische Waffe an und habe nie gezweifelt, dass sie auch eingesetzt wird. Als ich mit Churchill sprach, sagte er mir ohne zu zögern, dass er für die Anwendung der Atombombe ist“[17]Ende Juli 1945 traf die Sowjetunion die Entscheidung, in den Krieg gegen Japan einzutreten, das damals vor einer unvermeidlichen militärischen Niederlage stand. Dennoch entschlossen sich die US-Amerikaner, ohne die geringste militärische Notwendigkeit ihre Nuklearwaffen an Menschen „auszuprobieren“. Sie hofften so, ihre Gegner in einem solchen Grad zu terrorisieren und einzuschüchtern, den selbst die Nazis niemals ins Auge gefasst hatten. Man muss feststellen, dass das Hauptziel des Imperialismus bei der massiven Tötung von Japanern darin bestand, Schrecken bei den Sowjetbürgern zu erzeugen. Die Hauptbotschaft war an Stalin gerichtet. Seitdem Churchill von der Existenz der Atombombe erfahren hatte, wollte er… sie gegen die UdSSR einsetzen! Professor Gabriel Kolko schreibt:
„Marschall Alan Brooke meinte, dass der infantile Enthusiasmus des Premierministers gefährlich wird: Dieser sah sich schon in der Lage, die industriellen Zentren Rußlands zu eliminieren.“[18]„In Potsdam drängte Churchill die US-Amerikaner, dass sie die Bombe als politisches Druckmittel gegenüber den Russen ausnutzen.“[19]Am 6. August 1945 erklärte Truman, nachdem er erfahren hatte, dass Hiroschima durch die Atombombe zerstört worden war, gegenüber seiner Umgebung: „Das ist das größte Ereignis der Geschichte.“ Truman hatte es gewagt, einen gleichen Satz in seinen Erinnerungen niederzuschreiben! Die Entscheidung des US-Amerikanischen Imperialismus, unterschiedslos Hunderttausende von japanischen Zivilisten auszulöschen, zeigt sehr wohl dessen inhumane und barbarische Natur: Er nahm so die Fackel auf, welche die faschistischen Mächte in ihren Händen getragen hatten. In seiner offiziellen Erklärung vom selben Tag sagte Truman:
„Wenn die Japaner unsere Bedingungen nicht akzeptieren, können sie einen Regen vom Himmel kommender Ruinen erwarten, wie sie diese Erde noch nicht gesehen hat“[20]Am 9. August wurde eine zweite Stadt, Nagasaki, von der Landkarte durch den von Truman versprochenen Atomregen ausgelöscht. Das alles kostete 443000 Menschen unter der Zivilbevölkerung von Hiroschima und Nagasaki das Leben…[21]
Die einzige Macht, die die Welthegemonie, die Weltherrschaft anstrebt, nämlich die Vereinigten Staaten von Amerika, spielen sich als unerbittlicher Gegner jeder antiimperialistischen Bewegung auf, die für Unabhängigkeit, Volksdemokratie und den Sozialismus kämpft. Das ist der Sinn der „Truman-Doktrin“, einer Doktrin von Interventionen in allen Himmelsrichtungen unter dem Vorwand, „die Freiheit (des Marktes und der Ausbeutung) gegen die kommunistische Gefahr zu verteidigen“. Truman formulierte das am 12. März 1947 wie folgt: „Ich glaube, dass die Politik der USA darin bestehen muss, die freien Völker zu unterstützen, den Versuchen der Unterjochung durch bewaffnete Minderheiten oder durch äußeren Druck zu widerstehen.“[22]Diese Politik des Interventionismus wurde prinzipiell mit der „Gefahr des russischen Totalitarismus“ gerechtfertigt. Truman erklärte, „dass die neue Gefahr, der wir ausgesetzt sind, ebenso ernst ist, wie die von Nazideutschland, das der Vergangenheit angehört“.[23] Nach der Beseitigung von Hitler, dem Konkurrenten bei der Eroberung der Welthegemonie, griff Truman buchstäblich alle antikommunistischen Verleumdungen der Nazis auf. Indem er die Sowjetunion ins Visier nahm, erklärte er:
„Eine Gruppe von grausamen, aber raffinierten Fanatikern hat eine Diktatur mit allen Ornamenten einer Staatsreligion organisiert. (…) Das Individuum wird Subjekt des Staates in einer lebenslänglichen Sklaverei.“[24] So nahm Truman, kaum dass die Nazis besiegt waren, deren Grundorientierung, die Orientierung auf den Antikommunismus, wieder auf. Aber es war Hitler selbst, der am 31. August 1944 ein Öffnungsangebot, sozusagen ein Eröffnungsspiel, an die Amerikaner entworfen hatte. „Ein Sieg unserer Gegner muss Europa total bolschewisieren.“ „Die Koalition unserer Gegner setzt sich aus heterogenen Elementen zusammen… den ultrakapitalistischen Staaten auf der einen Seite und den ultrakommunistischen Staaten auf der anderen Seite. Es wird der Tag kommen, wo sich diese Koalition auflöst. Es kommt jetzt ganz darauf an, den Augenblick abzuwarten, so ernst auch die Lage ist.“[25] Um sich vor der drohenden Niederlage zu retten, um die entstandenen Allianzen umzupolen, haben die Nazis am Ende des Krieges ihre groben Verleumdungen gegen den Kommunismus verstärkt. Truman griff sie 18 Monate danach auf.
**Der antiimperialistische Kampf und der Kampf für den Frieden **
Auf diesem Hintergrund kann man die internationale Politik besser verstehen, die Stalin von 1945-1953 verfolgte. Stalin nahm in seiner Opposition gegen den US-amerikanischen Imperialismus und dessen Kriegspläne einen festen Standpunkt ein. Entsprechend seinen Möglichkeiten half er den revolutionären Bewegungen der verschiedenen Völker und bewies dabei eine große Weisheit. Gegen das kapitalistische Weltsystem hat Stalin einen Kampf an vier Fronten geführt:
- Er hat die Verteidigung der Sowjetunion als Basis der internationalen kommunistischen Bewegung gestärkt;
- Er hat den Völkern geholfen, die sich für den Weg der Volksdemokratie und des Sozialismus entschieden haben;
- Er hat die kolonialisierten Völker unterstützt, die die Unabhängigkeit anstreben;
- Er hat die breite internationale Friedensbewegung gegen neue kriegerische Abenteuer des Imperialismus ermutigt.
Stalin hat klar verstanden, dass das Ziel des angloamerikanischen Imperialismus darin besteht, die reaktionären Klassen der benachbarten Länder der UdSSR, die mit den Nazis zusammengearbeitet haben, zu retten, um sie in ihre Strategie der Weltherrschaft zu integrieren. Diese Orientierung hatte sich schon im Verlauf des Krieges deutlich abgezeichnet. Am 1. August 1944 hat die polnische Regierung in London den Warschauer Aufstand ausgelöst. Diese Reaktionäre stürzten sich in ein kriminelles Abenteuer mit dem einzigen Ziel, die Rote Armee daran zu hindern, die Hauptstadt von Polen zu befreien. Die Rote Armee, die gerade 600 Kilometer im harten Kampf vorgerückt war, hatte große Verluste an Menschen und Material. Er war ihr nicht möglich, bis Warschau vorzustoßen, um den Aufständischen zu Hilfe zu kommen. Die polnischen Reaktionäre haben übrigens vorsätzlich den sowjetischen Truppen ihre Absicht verborgen, einen Aufstand auszulösen. Die Nazis hatten aber mehrere Divisionen bei Warschau konzentriert. So konnten sie die Bevölkerung massakrieren und die Hauptstadt Warschau zerstören.[26] Stalin begriff, dass hier sozusagen ein Krieg im Kriege stattfand. Er schrieb an Churchill und Roosevelt:„Früher oder später wird die Wahrheit ans Licht kommen über das Häuflein von Kriminellen, die das Abenteuer von Warschau ausgelöst haben, um die Macht an sich zu reißen.“[27] Am 23. August 1944 hatte die Rote Armee das erste ungarische Dorf befreit. Zwei Tage später beriet die faschistische Regierung von Horthy, die seit 1919 an der Macht war, über die neu entstandene Lage.Die Anglo-Sachsen wollten, dass die Ungarn die Russen solange aufhalten, bis sie selbst Ungarn besetzen, kann man in dem Protokoll nachlesen.[28]
Horthy und seine Bande begannen den Kampf gegen den „roten Imperialismus“ im Moment, als 35 faschistische Divisionen sich auf die Verteidigung von Budapest gegen die Sowjetarmee vorbereiteten. Von diesem Tage an hoffte die ungarische Reaktion, sich mit Hilfe der US-Amerikaner zu retten, die die „Unabhängigkeit Ungarns“ gegen den „sowjetischen Expansionismus“ garantieren sollten. In allen Ländern Osteuropas wird die leere Worthülse von der „nationalen Unabhängigkeit“ von den reaktionären Klassen benutzt, um nicht allein den Sozialismus, sondern auch die fundamentalen nationalen Interessen der Völker zu bekämpfen und sie in die uramerikanische Weltherrschaftsstrategie einzubinden.
In Griechenland hatte der durch die Kommunistische Partei geleitete Widerstand den Nazis schwere Verluste zugefügt. Als die Deutschen sich am 12. Oktober 1944 .aus Athen zurückzogen, kontrollierten 70000 bewaffnete Widerstandskämpfer fast das gesamte Territorium des Landes. Die englische Armee intervenierte, um das griechische Volk daran zu hindern, eine revolutionäre Macht zu errichten. Churchill schrieb an General Scobie: „Zögern Sie nicht, so zu handeln, als befänden Sie sich in einem eroberten Land, in dem sich eine lokale Rebellion entwickelt“[29]So begann der lange Krieg der Anglo-Amerikaner gegen die griechischen Antifaschisten. Durch die Zerschmetterung der faschistischen Streitkräfte in den Ländern Osteuropas hatte die Rote Armee optimale Bedingungen für die Entwicklung des Kampfes der Arbeiter, Bauern und Antifaschisten geschaffen.
Dank dieser Hilfe gelang es den von den kommunistischen Parteien geleiteten Massen, die sozialistische Macht zu errichten und so eine echte nationale Unabhängigkeit zu erringen. Sie vereitelten die Intrigen der faschistischen und bourgeoisen Kräfte, die versuchten, ihre Macht zu behaupten, indem sie die Länder Osteuropas zu US-Amerikanischen Neokolonien machen wollten. Die Theorie vorn „roten Imperialismus“, die die Nazis zu Beginn des Krieges 1941 erfunden hatten, um ihre Aggression zu rechtfertigen, wurde von den US-Amerikanern ab 1946 wieder aufgegriffen. Die Art und Weise, wie die Anglo-Amerikaner die „Unabhängigkeit“ der Länder begreifen, wird am besten am Beispiel Griechenlands illustriert, wo sie die im Kampf gegen Hitler gestählten Kräfte massakrierten…
Die Analyse, der Stalin die internationale Lage nach der Niederlage der faschistischen Mächte unterzog, wurde von einem seiner mächtigsten Mitstreiter Andrej Schdanow, dem politisch verantwortlichen Führer in Leningrad während der 900 Tage der faschistischen Blockade, dargelegt. Im Folgenden wird der Text wiedergegeben, den er anlässlich der Informationskonferenz von neun kommunistischen Parteien im September 1947 in Polen vorlegte. Seine Positionen verdienen unsere Aufmerksamkeit nicht allein aufgrund ihrer triftigen Argumente, sondern weil sie Punkt für Punkt kaum neun Jahre später nach dem Staatsstreich von Chruschtschow attackiert und zurückgewiesen wurden.
„Der neue expansionistische Kurs der USA steckte sich das Ziel, die Weltherrschaft des amerikanischen Imperialismus zu errichten. Im Interesse der Festigung der Monopollage der USA auf den Märkten, die infolge des Verschwindens der beiden größten Konkurrenten der USA - Deutschland und Japan - sowie der Schwächung der kapitalistischen Partner der USA - England und Frankreich - entstanden ist, ist der neue Kurs der USA-Politik auf ein umfassendes Programm von Maßnahmen militärischer, wirtschaftlicher und politischer Natur berechnet, die das Ziel verfolgen, in allen Ländern, die das Objekt der USA-Expansion darstellen, eine politische und wirtschaftliche Herrschaft der USA zu errichten, diese Länder zu Satelliten herabzuwürdigen und in ihnen solche inneren Regimes zu schaffen, die alle Hindernisse für die Ausbeutung dieser Länder durch das US-Amerikanische Kapital seitens der Arbeiter- und demokratischen Bewegung beseitigen würden.“
„Die boshaften imperialistischen Politiker, die das Gleichgewicht verloren haben, begannen auf den Spuren von Churchill, Pläne einer möglichst raschen Verwirklichung eines Präventivkrieges gegen die UdSSR zu schmieden und riefen dabei offen dazu auf, das vorübergehende US-Amerikanische Atomwaffenmonopol gegen die Sowjetmenschen auszunutzen.“ „Der militärisch-strategische Plan der USA sieht in Friedenszeiten die Schaffung zahlreicher Militärstützpunkte und Aufmarschräume, weit entfernt vom amerikanischen Kontinent vor, die dazu bestimmt sind, für die Ziele einer Aggression gegen die UdSSR und die Länder der neuen Demokratie genutzt zu werden.“ „Die amerikanischen Monopole setzen besondere Hoffnungen auf die Restauration des kapitalistischen Deutschlands, in der Meinung, dass es die wichtigste Garantie für den Erfolg des Kampfes gegen die demokratischen Kräfte in Europa bildet.“
„Aber dem Streben der USA zur Weltherrschaft steht die UdSSR mit ihrem wachsenden internationalen Einfluss - das Bollwerk der antiimperialistischen und antifaschistischen Politik stehen die Länder der neuen Demokratie, die der Kontrolle des anglo-amerikanischen Imperialismus entgangen sind, stehen die Arbeiter aller Länder… im Wege“ „Genau so, wie die München-Politik in der Vergangenheit die Clique der Hitleraggression angestachelt hat, so können auch die Konzessionen an den neuen Kurs der USA und des imperialistischen Lagers seine Inspiratoren nur noch frecher und aggressiver machen. Deshalb müssen die kommunistischen Parteien sich an die Spitze des Widerstandes gegen die Pläne der imperialistischen Aggression und Expansion auf allen Linien - der staatlichen, wirtschaftlichen und ideologischen - stellen, müssen sich zusammenschließen, alle ihre Anstrengungen auf der Grundlage einer antiimperialistischen und demokratischen Plattform vereinigen und um sich alle demokratischen und patriotischen Kräfte des Volkes sammeln.“[30] Stalin hatte immer Vertrauen in die Kräfte des Sowjetvolkes und in die revolutionären und antikapitalistischen Kräfte in der Welt. Diese Haltung kam klar und deutlich in einer offiziellen Erklärung von Malenkow 1950 zum Ausdruck.„Niemand soll denken, wir seien dadurch eingeschüchtert, dass die Kriegsbrandstifter mit dem Säbel rasseln. Nicht wir, sondern die Imperialisten und Aggressoren haben einen Krieg zu fürchten.“ „Kann noch irgendein Zweifel darüber bestehen, dass falls die Imperialisten einen dritten Weltkrieg entfesseln, dieser Krieg nicht nur einzelne kapitalistische Staaten, sondern den gesamten Weltkapitalismus zu Grabe tragen wird?“[31]Im Jahre 1947 hat die Sowjetunion erstmalig ihre eigenen Nuklearwaffen produziert. Stalin gelang es, die nukleare Erpressungspolitik der US-Amerikaner zu brechen. Gleichzeitig starteten die Sowjetunion und die Kommunisten der ganzen Welt eine internationale Kampagne, um die US-Amerikanischen Kriegspläne zu durchkreuzen und die Nuklearwaffen zu verbieten. Der Weltfriedenskongress initiierte gegen die imperialistischen Aggressionen die größte Friedensbewegung, die es je gegeben hat. In ihrem Manifest, das am Ende des zweiten Weltkongresses publiziert wurde, liest man:
„Mehr und mehr setzen die Völker der Welt ihre Hoffnung auf sich selbst, in ihre Entschlossenheit und in ihren guten Willen. Der Kampf für den Frieden ist Euer Kampf. Wisset, dass hunderte Millionen von Menschen sich vereinigt haben und Euch die Hand reichen. Den Frieden kann man nicht abwarten, der Frieden muss erkämpft werden. Mit den 500 Millionen verantwortungsbewusster Menschen, die den Stockholmer Appell unterzeichnet haben, fordern wir das Verbot der Atomwaffen, eine allgemeine Abrüstung und die Kontrolle dieser Maßnahmen.“[32] «
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