Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#149 Wholeness — Ganzheit

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149

This episode has mixed segments varying between German and English. If you want to skip one, make sure to try out the chapter marks that lead you to the start of each segment. Here is a list of the minutes, but the chapter marks are even better.

00:00 German (DEUTSCH)
12:59 English
30:35 German
50:12 English
1:18:18 German

The Aristophanes Myth — from Plato’s writing »The Banquet«

Auseinander Klamüsern — To puzzle over

Schaffa, schaffa, Häusle baua — Working, working, build a house.

Cling onto something — sich an etwas festklammern

Wholeness — Ganzheit

Dear Winter,

In this episode I promised we would talk again this week, however I’m not sure now whether I can deliver on this promise. But either way it doesn’t matter so much, maybe you feel like contacting me or perhaps I pick up spirit and try to take those first steps again. Yet we are already platonically connected through these podcasts and the reminiscene they brought about our past talks in automn. So there is no need to rush and maybe I needed this time to reflect and even to drag on this uncomforting situation of not talking to you. By now, it could be all figured out in my head, but that is never sure until you finally decide to act and utter those words describing your inner emotions. On the other hand, it is clearly time to act and ending this hurtful game of cat and mouse. Because talking to you and seeing your facial expressions will make me feel whole again. By now I have no uncompromised view of what I want and can do, with you and in my life. Something that would feel unequivocally right would be to stumble into your arms as I wrote in an earlier episode description. From there I could maybe slowly grasp some fresh air, breathe deeply and be able to look at myself and understand what I need in this life. Your real name is so much more beautiful, so I should end these platonical podcasts soon and hopefully we can get back to the »normal«, bidirectional way of communication.

——

I couldn’t get out this episode from last week and the following ones because my room mates were using up the band with, obfuscating the digital tubes and wasting every byte. They are maybe addicted to internet games and virtual messaging, but I don’t judge anyone. This way I had time to reflect a little more and think now, yes, this slow path is maybe also something that was needed, at least from my part.

It is a stupidly desperate historical age and might feel like clinging onto somebody, but maybe it is also wise to reflect and since you were not making any moves or undertaking steps into my direction, I assumed we might both be fine with this and let it grow in the dark, see what can happen later. Today you seemed to be talking in Ukrainian about staying in Germany and finding a work here; I could only grasp some words of your conversation like »Ukrainska« and »Germania« because I don’t speak your beautiful language but it appeared to me as if this was what you were discussing, how to find a job after your internship ends and this would make me feel so happy, just the fact that you can stay here where you are safer. And the question of friendship, love or possible intersections between possible states of the affective scale, doesn’t even interfere here, I only like you and it feels good to see you around me or even just know that you are in a safer country with no war.

In the episodes to come I will try to bring light into this entanglement of various feelings, affections and yearnings. Whether this will help anything and do any good, I can’t even say, I don’t know what the highest good or any good could be.

Yours truly
The greatest podcaster in the universe


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Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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