Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#167 Sensitive Nature

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167

22:55 Deutsch
30:20 English

The so called Nazi Poem you can read below episode 161.

Sensitive Nature

26.6.

Yes, I admit it,
Frankly and openly
That I was thinking also of other girls
Especially our co-worker
And your co-citizen and compatriot
Oh dear
But I had to do it
In order to be sure
I was imagining some erotic constellations
Why is it, that one person seems attractive
But then the other one
And there always seems to be a difference
A delta, a variation that fosters love
Or is at the very base of love
This alternation, the change of the tides
One day you feel a bursting desire
The other day you feel languid
You, Zoryana, are splendid, vibrating of energy
But Liliya, this doesn’t mean a thing
You will also feel this towards other men
And sometimes I noticed something on you
When another male co-worker walked by
And I thought, you found him attractive Because you moved in a certain way Like rectifying your posture
But this is ok
You can think of them
Or even touch them, play with them
If it is your desire
Just at the beginning, such an imagination feels weird
And I didn’t want you to look that way at other boys
It’s normal to feel this
And I don’t have the solution to all this Thinking about sex
Makes me feel very clean nowadays
It used to be a dirty topic
But expressing everything, squandering and throwing out
This dirt, ejecting the obscene phantasies and day dreams
Helps me
To feel prepared for real love
And what real love is, I don’t know, I only have some expertise
Not a lot,
I only hope you can teach me
Or we can teach each other
Establish our common theory
And promise to be loyal to it
I can’t even write anymore
Maybe my love is obsessive, probably
And it’s a mistake to write that much
Instead of conversing with you
There is no perfectness, no everlasting unity
Every sexual act ends at some point
And the feeling of togetherness might vanish
But I’m not afraid of it,
I am encapsulated now with you
My heart is beating for you, keen to beat together with yours
This was crazy because I’m crazy
Crazy about love
And being taught by such a brilliant girl like you
What it is all about

———————————-

This is a text situated in the intersection between prose and poetry, which I began to read in #160 until the part where it talks about entering the red areas.
Here is the second part, the third and last one will be read in #170. I don't like the part about the "Seestern" (star fish) so much, it is pretty vulgar… but on the other hand, the majesty of female body parts must be described and praised, so the mightiness and symbolic radiance of femininity will once come to overpass the potence of masculinity. But until then, there is still a long way to go and my texts are a mere experiment of a man trying to help in this struggle for the feminine rising to power, in politics, literature, art and everywhere, but of course the main part has to be done by you women, you have to become a little more audicious and try to write in a similar way about male bodies and your lust for them or also about the homosexual feminine hunger for other female bodies. But whatever the case… sexual desire is something nice and with my writing I somehow try to unwrap it and make it possible to be seen in a more innocent light than what the current popular culture infuses us.

Oh je, hier entern wir die roten Gebiete.

— bis hierhin tdd160, ab hier heute —

Also, Zoryana, wie gern würde ich natürlich deine schönen gerade recht beleibten Schenkel beiseite drücken, oder auseinanderschieben, sagen wir so, um… nun, um einen offenen Blick auf deine gischtstäubende Prachtperle, deine Vulva zu erhaschen. Jene Vulva, die zwar äußerlich einer Muschel gleichen mag, doch wesenhaft vielmehr einem Seestern ähnlich von den Fluten des Meeres genährt wird und sich doch anklammert an den Felsen mit monumentaler Kraft. so weit, so verständlich. verzeiht, liebe Leser! ich muss ja so sein, werde gezwungen, bin sozusagen gekidnappt und kann mich nicht dagegen wehren.
Denn an jenem Herbstabend, an den ich mich so gern erinnere, da standen wir hier zu dritt im Büro, die beiden Landsfrauen und ich. Und es war so ein wunderschönes Gefühl, Balsam für die zermürbte Arbeiterseele, kurz vor Feierabend, als draußen schon die Nacht sich senkte, mit euch über Gott und die Welt zu plaudern. So wohl fühlte ich mich in dieser Dreierblase, um nichts in der Welt hätte ich je wieder herausgewollt und die restlichen Kollegen waren zum Glück ausgeflogen. Da jedenfalls keimte auch das Ressentiment in mir auf, wie immer, gegen zu großes Glück. Und ich versuchte einen Grund dafür zu finden: natürlich, ihr beiden, also, ihr entstammt ja dem Schoße der ukrainischen Nation und ohne jetzt auf die Politik und Militär-Strategie eingehen zu wollen, möchte ich doch betonen, dass mir euer abwartendes Verhalten sehr reaktionär dünkte. Ihr wartet ab, bis ich den ersten schritt mache, euch zu fragen, wie es denn so gehe, kurz vor Feierabend. Dann aber, nach diesem schritt, schnappt ihr zu. Da habt ihr mich in der Falle, wo ich so fest sitze, dass kein Entrinnen mehr ist. So also das mir bereitgestellte Problem. Natürlich will ich nicht, dass diese Unterredung je aufhört, es ist zu angenehm, ekstatisch lustvoll, einfach nur dem verlauf dieses plätschernden Bächleins unserer Unterhaltung zu folgen. Aber dennoch: ihr verlangt von mir als Mann… naja, was auch immer, jedenfalls ein echter Mann zu sein, den ersten Schritt zu machen. Und machte ich ihn nicht, dann entglitte uns allen dreien diese einzigartige Chance, diese überbordende Erfahrung des sozialen Lustspiels, des Austauschs von Worten und Höflichkeiten unter Kollegen.
Also, da haben wir's, so, jetzt bin ich entschuldigt: ihr wollt es ja so: Männer männlich, Weiber weiblich, so sagte schon Effi Briests Vater. und das ist scheinbar auch heute gängige Auffassung vom Leben.


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Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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