Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#169 Patriotic Eyes

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169

Heimat - рідне місто, доми, будинки, додому, домашній, дім, вітчизняний, примирення

I don't know if one could be the adequate translation, in English there is none I guess, it's like "home" but could mean home village, home town, district land or even continent, cultural area.

Could a sweating man be worthy of you?

SN 169

Brautwerbung — Courtship

03:30 English

Gedicht von Mascha Kaleko:

Wohlgemeinter Rat für Damen

Liebe Damen, höret meinen Rat an:
Flog sein Herz euch zu, so haltet’s fest!
In der Liebe kommt es auf die Tat an,
Und auf Taten, die man — unterlässt.
Lasst dem Herrn der Schöpfung doch den Glauben,
Romeo sei feurig, Julia »kühl« …
Lasst euch die ersehnten Küsse »rauben«,
Das steigert garantiert den Sex-Appeal:
Und traf euch Amors Pfeil auch klaftertief,
Und seid ihr noch so sinnlich, tut »passiv«!

Man soll einem Mann, auf den es ankommt, nie gestehn:
Er sei — na, der Beste von allen!
Kaum weiß er’s, ihr Lieben, dann ist’s um euch geschehn,
Dann ist euer Kurs schon gefallen.
Schon sitzt er im Sattel und reitet stolz dahin,
Und findet, das Gras sei auch anderswo recht grün.
— Man soll, wie gesagt, einem Manne nie gestehn,
Er sei, na, der Beste von allen!


IMPERIALISM
Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus

We have to find a dialectical definition of imperialism. Although countries like Russia, Ukraine or even China are part of the world integrated system of imperialism, they are not the mighty forces shaping its face and setting the rules, like the western imperialists, mainly the US, Germany, England and France, the same countries Lenin wrote about as the hegemonic powers in the new era of internationalized industry and finance who are exploiting the rest of the world by means of export of capital, gaining power over the newly established banks and industries in the less developed countries, converting them into suppliers of raw materials without a real heavy industrial base is in their own countries.

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Würdig sein — verschiedener Stolz.

Nietzsche Morgenröte Kapitel 403

[1215] Verschiedener Stolz. – Die Frauen sind es, welche bei der Vorstellung erbleichen, ihr Geliebter möchte ihrer nicht wert sein; die Männer sind es, welche bei der Vorstellung erbleichen, sie möchten ihrer Geliebten nicht wert sein. Es ist hier von ganzen Frauen, ganzen Männern die Rede. Solche Männer, als die Menschen der Zuversichtlichkeit und des Machtgefühls für gewöhnlich, haben im Zustande der Passion ihre Verschämtheit, ihren Zweifel an sich; solche Frauen aber fühlen sich sonst immer als die Schwachen, zur Hingebung Bereiten, aber in der hohen Ausnahme der Passion haben sie ihren Stolz und ihr Machtgefühl – als welches frägt: wer ist meiner würdig?

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I can’t even remember what you actually said in the discussion about the war — just how you were patriotic in a sensual way, all your childhood memories flooding you and I could see that sprightly care-freeness of infancy in your eyes. They seemed patriotic eyes, connecting to your native land over all the thousands of kilometers by the force of your mind. Your eyes seemed yellow and blue, also grey… I love you for everything that you said and showed to me but especially for this one time.
Zoryana is more political in her patriotism, she cares for the big questions of military and politics. But you are so innocent in your love for your country and please understand me… that I don’t wish in any way you were different and also more inclined to politics, no. I just want you the way you are because there are so many great topics we can discuss, so many interests we share and should expand on getting to know each others world.

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Interpretations are ok when based on gestures, but I meant that I don't want to interpret so much in your text. When you write that you were not even interested in starting a conversation and therefore never came to see me, then ok, I have to take this seriously. Now that I said this about courtship, we could take a long time to get to know each other so we can interpret our signals correctly. Because you are so courteous, I don’t even know if I can live up to your standards of courtesy, so it is good to take a lot of time.


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Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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