Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#176 Yo, Picasso

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176

Yo, Picasso
Hip Abduction

1:44:10 Deutsch/Österreichisch
2:01:34 Castellano Poema »Primera Rosa«

Durchfall — діарея (diarea)
(Maybe you mentioned this word, but it could have been a wild misunderstanding from my part).

Skulptur »Raub der Persephone«:
https://www.fotocommunity.de/photo/der-raub-von-proserpina-galleria-b-horst-zimmermann/40613071

https://de.borghese.gallery/sammlung/skulpturen/raub-der-persephone.html

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9.2.23

Liliya sendete Zeichen. Und nun möchte ich mich davon losmachen, auch wenn man eigentlich nicht mehr kann, ist man einmal in diesen Fischernetzen eingefangen.

Ich werde mich sicher nicht von einer Frau so anschauen lassen, dass sie von mir denkt und in meinen Blick hineininterpretiert, ich sei so ungezügelt in meiner Wollust, dass sich mein Blick schnell und wahllos an die nächstbeste (ukrainische) Braut hefte. Und ja. Und nein. Also so lasse ich mich nicht anschauen, mag es stimmen oder nicht —

Interessanterweise schaute ich jetzt Liliya zum ersten Mal seit Langem richtig an, da sie gegenüber bei Zoryana stand, gerade während ich diese Zeilen runtertippte. Sie war viel mit dem Chef beschäftigt, was schön ist, so wird sie Teil des Räderwerks.

Und nun sagte der Chef, dass noch zwei guys von dieser ukrainischen Firma kommen werden und er von Liliya die Nummer der Chefin dort brauche. Zoryana fragte: Guys? Um dann zu erklären, I mean, two, not one… weil der Chef meinte, ja guys or girls, whatever.

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English translation

Liliya sent signs. And now I want to get rid of it, even if you can't really do it anymore, once you're caught in these fishing nets.

I certainly won't let a woman look at me in such a way that she thinks of me and interprets my gaze as being so unbridled in my lust that my eyes quickly and indiscriminately cling to the next best (Ukrainian) bride. And yes. And no. So I don't let myself be looked at like that, whether it's true or not —

Interestingly, I actually looked at Liliya for the first time in a long time, as she was standing across from Zoryana just as I was typing these lines. She's been busy with the boss which is nice, so she becomes part of the wheelwork.

And now the boss said that two more guys will come from that ukrainian firm and that he needs Liliya to give him the number of the boss there. Zoryana asked: Guys? To then explain, I mean, two, not one… because the boss meant yes guys or girls, whatever.

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Freud, dieser österreichische Schlingel

24.3.
Ich weiß ja doch, dass mich viele lieben werden, für das, was ich immer wieder neu aus meinen Fingern rausfließen lassen kann. Dieses Schreiben… es ist ein zu scharfes Schwert, mit dem ich meine Konkurrenten niederstrecke. Und das darf einfach gar nicht sein. Dass die Frauen immer nur den Mann lieben, der Aufhebens macht, einen Eindruck schindet. Und was anderes als Eindruck schinden ist schreiben? Ich bin doch geradezu auf den Effekt bedacht. Früher träumte ich davon, Philosoph zu werden und meine schwerwiegenden Gedanken in dicke, beruhigend schwerfällig aussehende Bücher zu pressen.
Aber das ist vorbei. Die Kunst, die Sucht, die Sehnsucht nach den Musen hat mich. Und diese Sehnsucht ist eine Suche nach dem Sozialismus, nach dem Gleichsein. Wenn es nur eine Gleichheit im Begehren, in der Niedrigkeit und im Schweinsein geben kann, dann bitte. Freud schrieb, wir Modernen heiligten das Objekt, wohingegen die Alten (Griechen) den Trieb selbst feierten, der uns wiederum anstößig erscheint, worüber nur die Vorzüge des edlen, glänzenden, vollmachenden Objekts hinweghelfen.
Der Philosoph, so sozialistisch er auch sein mag, erhebt sich ja doch über das niedere Volk, zu dem er spricht, das er bewegen und aufklären will. Allein der Künstler ist darüber hinweg und sieht die Aufklärung der Massen als Flausen jüngerer Generationen an, mit dem es jetzt in der Reife des Schaffens keine Zeit mehr zu verlieren, keine Kraft zu verschwenden gelte. Der Künstler steht ganz im Volk und möchte von ihm als Seinesgleichen erkannt werden. Ich bin auch nur wie ihr, seht her, ich stelle mich sogar aus, reibe mich ein mit was immer für Dreck, damit ihr es glaubt. Denn scheinbar, ja, aber nur dem Anschein nach stehe ich ja über euch, weil ich so viel denken und schreiben kann.
Dieser Druck von allen Seiten. Wie ein U-Boot tauche ich ab und bin doch nicht außer der Gefahr, von allen Seiten drückt das Wasser und will mich aufschlitzen. Wenn nur die Bolzen im Metallgehäuse halten… und so auch der Blick/Druck der Gesellschaft. Sie seziert mich, neuerdings gar durch die Theorien dieses frivolen Österreichers, Freud hieß er glaub sinnigerweise.
Der Mann macht mir keine Freud sondern a rechte Angst. Wenn er das alles so wissenschaftlich daher schreibt, dann krieg ich das Gefühl, der will mir mit seinen Worten auch noch in die Intimzone greifen….

Wir alle sind gleich darin, das sagt er, der österreichische Schlingel… Ich habe das Gefühl, was dieser Freud uns angetan hat, also das — es ist wie wenn er den Instrumentenkasten der Regierung, die uns klein und gefügig halten will, um ein entscheidendes Zauberwerkzeug bereichert hätte. Der Anblick dieser Seziermesser und schrecklichen Gerätschaften (»kann der Menschheit nicht erspart bleiben« — Nietzsche, MAM) jagt mir Schauder über den Rücken, als sollte es mir gleich unter die Haut gehen, was die allmächtige Regierung alles präsentiert.
Vor Freud und seinen Sexualtheorien, da wusste man, man kann zum Regiment eingezogen werden, man könnte verpflichtet und kaserniert werden, ja, das ist schon schlimm genug. Zudem auch in Friedenszeiten hat man Steuern zu entrichten, die Regeln und Gesetze des Staates zu befolgen, zur Schule zu gehen und eigene Kinder gemäß den Vorschriften der Sitte und Zeitlichkeit auf die Schulen zu schicken… aber nach Freud ist alles anders. Wenigstens im innersten Kern meiner Familie, in den Armen einer herzensguten Frau, da wenigstens sollte man doch mal Ruhe haben und nicht mehr an dieses gewalttätige Gesellschafts-Etwas denken, das uns belagert von Außen und Innen und unsere Handlungen, Schritte und Denkmuster vorformt (Denkmusster).
Aber das geht jetzt nicht mehr — gerade hier im innersten Kern werde ich ganz unruhig… ja, das Begehren, das wohnt in meinen Lenden. Aber nicht nur in meinen. Auch in denen meiner Frau. Und gar nicht vorzustellen — sie könnte einen anderen begehren? Aber schlimmer noch: ich eine andere Frau? Und dabei wollte ich doch nur treu sein, nur der eine Mann sein, der die landläufige Rede von der männlichen Schweinigkeit und Promiskuität widerlegt! Aber das geht wohl nicht, nach Freud sehe ich ein, dass ich willenlos, den Trieben ausgeliefert bin. Und die Triebe, was die sind sei mal dahingestellt; mir ist dieser eine Trieb schon viel, viel zu begreiflich! Das ist ja unerhört, unerhört, sage ich, was dieser Österreicher angerichtet hat. Wenn man nur Augen und Ohren verrammeln könnte und alles zustopfen, verriegeln und rückgängig machen könnte. Die Historie wieder in die alte tradierte Bahn zwingen, jene Bahn, als das alte Preußen und das alte kaiserlich und königliche Österreich noch bestanden und sich besten Wohllebens erfreuten. Doch diese vorzüglichen königstreuen Staaten siechten dahin, dem Ungeist der Moderne zum Opfer gebracht. Und jetzt stehen wir da…

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Primera rosa

Mi novia es primorosa
Excelente
Fue la primera que amé
Y siempre pensé
Que yo no era digno
De poner mi pene en una vagina
Porque por eso hay que trabajar
En la vida nada es gratuito
Sin embargo ella vino sobre mi
Como un huracán
Me hizo temblar
Y derrumbó mis bastiones
Me sobrepasó una tempestad femenina
Y no dejó nada en su lugar
Para siempre tendré su marca
La marca de su amor en la frente
Así de primoroso Es el primer amor
Es natural
Una vez que estemos maduros
Lo vamos a entender
Pero hoy somos juveniles, desafiantes, rebeldes
Y nos rebelamos contra la vida correcta
Y el amor contiguo
Esa union contigo
Era espléndida
Sin duda
Demasiado bella
Para ese mundo
En el que yo nunca me atrevo
A cometer esos actos…
Arcos de un lado a otro
Como en el acto sexual
Como voy a cometer eso
Y utilizar la típica fuerza y violencia masculina
Contra ti?
Es demasiado brutal
Por eso prefiero el amor mental


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Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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