#32 Milchschaum
Mit Antoine Burtz frage ich mich, wie ein Künstler den gefühlten inneren Überschuss an Kreativität loswerden kann, wie er damit zurecht kommen kann. Der Künstler ist im allgemeinen derart angefüllt von einer unbegreiflichen Lebenskraft, dass sie ihn von innen her angreifen würde, wenn er sie nicht mit seiner Mitwelt teilte. Diese Empfindung des Exzesses, der irrationalen Verausgabung, kommt in Antoines Lied zum Ausdruck und deutet schon auf die Theorien des Philosophen Georges Bataille, die im nächsten Podcast thematisiert werden. Bataille setzt die Verausgabung von Überschüssen als das Grundprinzip der Kultur. Nur in einem Moment der glamourösen Überschreitung sonst geltender Prinzipien können wir wahrhaft souverän sein. Hier sollten wir nicht mehr ökonomisch abwägen und kalkulieren sondern einmal kurz vergessen, was sonst die Regeln des Anstands vorschreiben.
Heute lese ich weiter aus dem bekannten Kommunismusbuch, da in ihm solch explosive, waghalsige Ideen verborgen liegen, die an ein größeres Publikum übermittelt zu werden verdienen. Auch hier empfand ich einen Überschuss an intellektueller Brillanz beim Lesen dieses Werks, sodass ich heute diesen gefühlten Leseexzess rauslassen musste um ihn euch zur Beurteilung vorzulegen.
Von Wegen Lisbeth - Milchschaum
Gespräche über guten Milchschaum haben keine Existenzberechtigung
Während einer Softskill-Analyse traf ich schlüsselkompetenzlos eine Feststellung
Ich bin relativ gut
Relativ gut mit euch ausgekommen
Und ich weiß jetzt wieso
Ich weiß jetzt wieso
Ich hab' es rausbekommen
Wie schon Ricky Martin sagte
Buhrufe sind lauter als Applaus
Wie schon Ricky Martin sagte
Buhrufe sind lauter als Applaus
Lauter als Applaus
Kein Mut, kein Bock, kein Nebenhirn
Und rückwärts ran doch rückwirkend gilt mein Beschluss
Dass ich mir diese Schuhe, die nicht meine sind
Mal aus Versehen angezogen haben muss
Denn bis ich all euren Müll
All euren Müll aus dem Fenster warf
Kratzte sich jede Kritik, am Stamm meines Egos die Krallen scharf
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