#47 Eschaton
Was die Wissenschaft sagt, kann immer nur das Fundament sein, auf dem wir dann unsere politischen Überlegungen und Pläne aufbauen. Niemals kann die Wissenschaft allein aber schon die Handlungsanweisung für das richtige politische Vorgehen liefern. Die Philosophie ist diejenige Wissenschaft, die allen anderen Wissenschaften ihren Rang zuweist, die Verbindung zum naiven, hastig-überstürzt kalkulierenden Volksglauben herstellen muss und die Akzeptanz wissenschaftlicher Dispositive in der Bevölkerung sichern und gegen Mythologie und Religion verteidigen muss.
Leben gegen Tod abzuwägen ist eine entscheidende philosophische Aufgabe, der ich in den nächsten beiden Episoden weiter nachgehen werde. In machen persönlichen oder gesellschaftlichen Situationen kann der Tod die bessere Alternative sein. Die Unfähigkeit, diesen Gedanken zu denken, kennzeichnet die zunehmende Infantilisierung, der wir durch die politisch-mediale Indoktrination ausgesetzt sind. Um uns den Erwartungen dieser Kultur des Opferseins anzupassen, verhalten wir uns immer mehr wie Kleinkinder, für die der Tod etwas ganz und gar Unbegreifliches und Schaudererregendes ist, vor dem man sich nur noch verkriechen will.
Für heute sollte aber mal die Frage als Denkanstoß reichen, wie viele Liebesbeziehungen seit dem Beginn der Panik-Pandemie vor knapp zwei Jahren nicht zustande kommen konnten und was für ein schwerwiegender gesellschaftlicher Schaden das eigentlich ist. Eine Liebesbeziehung kann mehr wert sein als hundert nackte Menschenleben. Das stelle ich nur als Arbeitshypothese auf und hoffe auf Eure Einschätzungen dazu.
Liebesgrüße :)
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