#56 Ressourcen statt Restriktionen
Der Epidemiologe Stefan Baral auf Twitter
RKI-Zahlen zu Inzidenzen bei Ungeimpften, 2-fach Geimpften und Geboosterten, Stand 20.1.2022 Hier ist zu beachten, dass Ungeimpfte durch die vielfältigen 3G-Regelungen ein deutlich höheres Testaufkommen haben, somit eine Infektion bei ihnen auch sehr viel wahrscheinlicher entdeckt wird als bei Geimpften. Trotzdem ist ihre Inzidenz deutlich geringer als bei den nur 2-fach Geimpften.
Jeder mündige Mensch muss in dieser Situation entscheiden, auf welcher Seite er steht: die einen sind weiterhin eingeschüchtert von der medial aufgeblasenen Bedrohungslage durch einen im Vergleich mit anderen Krankheiten wenig tödlichen Atemwegsinfekt und lassen sich zur Unterstützung demagogischer, menschenverachtender Politiken hinreißen; die anderen haben erkannt, dass Corona zwar eine reale medizinische Bedrohung ist, deren Gefahrenpotential allerdings im Vergleich zu einer Gewöhnung an einen seit knapp zwei Jahren andauernden Ausnahmezustand bar jeglicher Erwägungen zu Verhältnismäßigkeit, Wissenschaftlichkeit und Rechtsstaatlichkeit sehr gering ist, zumal wenn eine Zustimmung zur herrschenden Gesetzeslage noch nicht mal die wissenschaftliche Evidenz für sich beanspruchen kann, signifikant die pandemische Lage auf medizinischer Seite zu verbessern (siehe etwa Lockdowns, die das Ansteckungsrisiko zuhause insbesondere der sozial schwächeren Schichten erhöhen). Vor allem die Epidemiologie kam in den vergangenen Jahren zu kurz gegenüber der Virologie und dem Big-Data-Modellierungs-Hokuspokus. Letzteres wurde mittlerweile hoffentlich von einer Mehrheit als klar irreführende, mehrfach widerlegte hilflose Versuche einer größenwahnsinnigen Vorhersage- und Kontroll-Illusion erkannt.
Eine Epidemie ist immer in erster Linie ein soziales Phänomen. Statt diese Einsicht wichtiger Epidemiologen zur Kenntnis zunehmen, hat sich der Mainstream-Diskurs in einem biologischen Reduktionismus verrannt, der uns auch keine erhellenden Informationen zum epidemischen Geschehen liefert sondern Nullaussagen wie "Das Virus wütet". Forscher wie Drosten haben sicher ihre Stärken in ihren begrenzten Fachgebieten, in seinem Fall die molekularen Eigenschaften von Coronaviren (es gibt mehr davon als Sars-Cov-2), seine exponierte Stellung verdeutlicht aber, wie sehr man sich auf die rein bio-physikalischen Eigenschaften des Virus versteift hat, statt die Wirts-Eigenschaften oder sozialen Rahmenbedingungen mit einzubeziehen: in welcher Altersgruppe sind die Infizierten, sind sie geimpft, unter welchen sozialen Verhältnissen leben sie, etc. Erreger, Wirt und Umgebung spielen immer mit in die konkrete Situation hinein. So legen es die Autoren dieses Thesenpapiers dar: https://corona-netzwerk.info/thesenpapier-8-der-autorengruppe/
Ich kann jedem, egal welcher politischen Vormeinung, nur empfehlen, dieses Papier runterzuladen und aufmerksam zu lesen. Es ist leicht verständlich, zentrale Botschaften wiederholen sich manchmal etwas zu bsehr und können beim Lesen nach und nach übersprungen werden, sind aber wohl wichtig, um auf wichtige Fehlentwicklungen der Pandemie-Politik hinzuweisen. Auf der Webseite gibt es sicher noch viele weitere hilfreiche Informationen und dieser Text ist scheinbar bereits das achte dort publizierte Thesenpapier, ich habe sie erst vor kurzem durch den schon erwähnten exzellenten Podcast "Corona im Rechtsstaat" entdeckt: https://ping.podigee.io
Dieses Dokument ist ein hilfreicher Schlüssel, um zu ermessen, wie sich die öffentliche Debatte und die politschen Entscheidungsträger derart verrennen konnten. Aus einem Lockdown gibt es keinen Ausweg, weil er nicht oder nur begrenzt wirkt, die Pandemie aber ein komplexes System ist, das sich an neue Randbedingungen wie veränderte Mobilität anpasst und dann einfach "weiter wütet". Somit bleibt als Handlungsoption für die Politiker nur die unendliche Fortsetzung der Lockdown-Politik, was zu immer schwereren Folgeschäden in der Gesellschaft führt, weil etwa Kinder durch Schulschließbungen in ihrer normalen Entwicklung enorm beeinträchtigt und für ihr ganzes Leben zurückgeworfen werden.
Im Fall der Schulen ist die Situation besonders traurig. Die Schüler hatten am meisten unter den Lockdowns zu leiden, sind gleichzeitig aber die Gruppe, die von Corona als medizinischem Phänomen am wenigsten zu befürchten hat. Die Behauptung, Schulen seien "Hot Spots" ist laut den Autoren des Thesenpapiers nicht haltbar, die wissenschaftliche Basis für die unmenschliche Politik der Schulschließungen fehlt völlig; folglich ist es leider alternativlos, hier in meinem Podcast nach anderen Erklärungen solcher gesellschaftlichen Vorgänge zu suchen, die ich eher im religiös-esoterischen Bereich verorte, der für viele Menschen, die sich frei von Religion glauben, möglicherweise doch ein entscheidender Faktor in ihrem Leben und für ihren Blick auf die Welt ist.
Es geht nicht darum, diese Religion der "Zeugen Coronas" anzugreifen oder niederzumachen, sondern jeder hat selbstverständlich das Recht, zu glauben, was er oder sie möchte und mit dem Gewissen vereinbaren kann. Allerdings müssen wir sehen, dass die extremsten Forderungen und Auswirkungen dieser Gruppe nicht auf uns alle übergreifen und die gesamte Gesellschaft mit in Geißelhaft nehmen und z.B. die Religionsfreiheit gewahrt bleibt und wir weiterhin als gleichberechtigte Bürger in diesem Land leben können, auch wenn wir nicht an die Allmacht des Virus glauben in dem Sinne, dass wir unser Leben täglich danach auszurichten hätten, unseren Beitrag zum biologisch-pandemischen Geschehen gering zu halten und uns so als vorbildliche, angeblich solidarische Menschen zu erweisen. Ein säkularer Staat ist eine wichtige Errungenschaft, die verteidigt werden muss. Andere verteidigenswerte Grundrechte und Prinzipien sind laut den Thesenpapier-Autoren:
· Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit n. GG Art. 1 Abs. 2 Satz 1 · Grundrecht der Freiheit der Person n. GG Art. 2 Abs. 2 Satz 2 · Grundrecht der Versammlungsfreiheit n. GG Art. 8 · Grundrecht des Brief- und Postgeheimnisses n. GG Art. 10 · Grundrecht der Freizügigkeit n. GG Art. 11 Abs. 1 · Freiheit der Berufsausübung n. GG Art. 12 Abs. 1 · Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung n. GG Art. 13 Abs. 1
All das zurück zu gewinnen und für die Zukunft zu verteidigen und zu erhalten, ist nun wichtiger als der Fokus auf Corona als medizinisches Problem (das unter Omikron-Bedingungen ohnehin deutlich weniger gravierend ist, aber das darf nicht der Ausweg aus dieser unsäglichen Diskussion und Politik sein, nach dem Motto: ja, haben wir ja schon immer gesagt, sobald das Virus endemisch wird können wir wieder zur Normalität übergehen; es muss von unserer Seite der kühl und nüchtern Gebliebenen darauf gepocht werden, dass viele der Einschränkungen und Politiken auch unter Delta-Bedingungen inakzeptabel waren, wo in der Tat noch eine schwerwiegendere medizinische Bedrohung vorlag).
Zum Abschluss muss ich einen meinen Erklärungsversuch weiter vorantreiben, wie es soweit kommen konnte, dass viele sich aufhetzen lassen mit Parolen wie "Die Ungeimpften tasten die Menschenwürde derer an, deren Behandlungen im Krankenhaus verschoben werden müssen" (an die politische Organisation und Verantwortlichkeit wird dabei nicht gedacht, es sind immer die Einzelnen, die für leere Krankenhäuser und einen gesunden Volkskörper zu sorgen haben, dieser Fokus auf das individuelle Handeln, das das große Rad der Politik drehen soll, ist es, was ich als Keimzelle einer "neoliberalen" Ideologie definieren möchte) oder etwa im Vorzeigen des Impfpasses beim Betreten einer Bar keine Grundrechtsverletzung zu erkennen vermögen, sondern sich lediglich um ihr kleinbürgerliches, sehr begrenztes Rechtsverständnis sorgen und in blindem Gehorsam den Impfpass auch ohne Aufforderung der Bedienung vorzeigen möchten, um bloß nichts falsch zu machen und als Rädchen im Getriebe des neuen medizinisch-totalitären Räderwerks nützlich zu sein.
Wie konnte es soweit kommen? Wir alle sehnten uns nicht nur nach Einsamkeit (was ich in den letzten Folgen als Erklärung für die weitgehende Zustimmung zur Lockdown- und Kontaktverbotspolitik heranzog) sondern vielmehr auch nach der Einbindung in ein sinnvolles kollektives Unterfangen. Das Tragen von Masken hat eine psychologische Wirkung und verdeutlicht uns täglich, dass wir im Ausnahmezustand leben, in dem wir uns einer nie vorher gekannten Bedrohung gegenüber sehen. Es liefert ein Gefühl der Einbindung in ein Kollektiv, das sich einer schweren Aufgabe stellt, nämlich der Abwehr eines äußeren Feindes in Form des Virus. Eine solche Aufgabe unter manichäischen Bedingungen, wo Freund und Feindb, gut und böse klar zu unterscheiden sind, hat uns in den letzten Jahren vor 2020 gefehlt. Darüber hinaus gibt es die Aufforderung zum Befolgen von Standards wie physische Distanzierung, Maskentragen auch im privaten und beruflichen Umfeld oder der mittlerweile unverhohlene Zwang, sich zu impfen. (Es ist schwer zu übersehen, dass hier mit Stigmatisierung, Ausgrenzung, Verunglimpfung, Abwertung von andersdenkenden Personen hantiert wurde in einem unerträglichen Ausmaß. Das schwächt im Übrigen auch die Wirksamkeit der empfohlenen Vorkehrungen ab, da man nicht erwarten kann, dass Leute, die als Feinde des Volkes und der Gesundheit abgestempelt werden, sich noch darum scheren, was Politiker dann für Vorgaben oder Gesetze machen. Aber blenden wir diese wahnsinnigen Nebenwirkungen mal aus und versuchen, zu verstehen, wie diese restriktiven Maßgaben eine solche Zugkraft gewinnen konnten.)
Wo man sich selbst langsam als schuldig zu begreifen beginnt, die reale Politik der EU etwa nicht mehr mit ihrem Selbstnarrativ in Einklang bringen kann, sie sei ein emanzipatorisches, friedensstiftendes Projekt, da sucht man nach einem begrenzten Bereich, in dem man doch mal auf der eindeutig richtigen und Menschenleben-rettenden Seite stehen kann. Tausende Tote im Mittelmeer? Wird von der Mehrheitsgesellschaft hierzulande als akzeptabel hingenommen. Bekämpfen wollen wir diesen Zustand, dass jedes Jahr weiterhin mehr als Tausend Menschen dort sterben, nicht. Sondern diese Realität ist sogar noch ein willkommener Baustein unserer Einwanderungspolitik, die halt manche auch davon abschrecken muss, herzukommen, da es sonst zu viele versuchen würden. So sieht unsere Grenzsicherung aus, die man mal den paar Hundert Mauertoten der DDR gegenüberstellen sollte. Kein System ist frei von Blut an den Händen, aber man darf schon überlegen, welches denn mehr Blut an mehr Händen verursacht. Brutale Ausbeutung, Bevormundung, imperialistische Abhängigkeitsverhältnisse, in die die südeuropäischen Länder von den moralisierenden Nordländern gedrängt werden? Alles bedauerlich, aber kein Grund, daran zu zweifeln, dass dieses Europa immer noch ein Leuchtfeuer für Menschenrechte und Demokratie ist im Vergleich zu "autoritären" Regimes in Russland oder China. Diese Heuchelei musste irgendwann an ihr Ende gelangen, wo man die Augen nicht mehr verschließen konnte vor der Bösartigkeit gerade unserer saturierten Position hier in der Mitte Europa, unseres Einflusses für die Entstehung und Perpetuierung von Leiden in unerträglichem globalen Ausmaß, von menschenverachtenden Kriegen, Hungersnöten und Klimaschäden. Mir persönlich stieß diese kognitive Dissonanz im leider verflossenen Aufwachenpodcast immer wieder auf, wo die Verbrechen der EU zwar angeprangert wurden, allerdings der Schluss ausblieb, dass man sie daher insgesamt ablehnen und bekämpfen sollte, bspw. den Brexit als ein positives, hoffnungsweckendes Ereignis auffassen könnte. Aufgeschoben werden konnte diese Erkenntnis der Mittäterschaft von uns allen nur durch das Aufkommen des Coronavirus, das uns nochmal einen zweijährigen Aufschub verschaffte, bevor man dann aber doch die Gesamtrealität irgendwann wieder zur Kenntnis nehmen muss.
Noch schlimmer wird diese Gesamtrealität durch die Überlegung, dass wir in Europa also an der Spitze der weltweiten Gesellschaft stehen und Zugang zu für viele Menschen unerreichbaren Luxusgütern wie einer ordentlichen medizinischen Versorgung haben, dass wir aber noch nicht mal selbst in ausreichendem Maße glücklich und zufrieden sein können, mit dem Leben, das wir führen. Das ist ein kollektives Phänomen, ich glaube, viele teilen mit mir die Grunderfahrung und das Gefühl, dass ihre Biografie nirgendwo hinführt, man keinen selbstgewählten Zielen folgt sondern sich blind treiben lässt und den Vorstellungen einer Gesellschaft folgt und nachgibt, die man eigentlich nur verachten kann. In dieser bedrückenden psychologischen Situation erwischte uns also dieser neue Krankheitserreger namens Sars-Cov-2 und bot zumindest für eine Zeit einen Ausweg durch den verengten Fokus auf dieses eine, ganz klar abzugrenzende Phänomen.
Wir alle sind schuldig an weltweiten Fehlentwicklungen wie seit Jahren wütenden Kriegen oder Infektionskrankheiten, die weiter ungebremst auf dem Vormarsch sind wie Malaria und HIV (bei beiden ca. 600.000 Todesfälle jährlich), weil es uns eben nicht in dem gleichen Maße interessiert, wenn schwarze Menschen sterben, wie wenn hier in der Nähe Menschen sterben, die uns ähnlicher sehen, mit denen wir uns leichter identifizieren können. Man suchte also Zuflucht in der Corona-Religion, plötzlich war alles anders durch eine neu auftretende Bedrohung und die Gesamtlage bot uns eine Möglichkeit, endlich mal mitfühlend und sinnvoll zu handeln, um wenigstens unsere Mitmenschen hier in der Nähe zu schützen. Prinzipiell wäre das auch sinnvoll, nur die totalitäre, kriegerische Rhetorik und die ausbleibenden strategischen Ziele und Planungen der Regierungen hätten einen denkenden Bürger spätestens im Sommer 2020 veranlassen müssen, die wahre Gefahr zu erkennen, die sich in den politischen Auswüchsen einer neuen Religion unter dem Deckmantel der Wissenschaft verbarg.
Nun wird eine Rückkehr zur Normalität extrem schwierig sein. Für viele Anhänger und Sympathisanten der Zeugen Coronas wird eine wichtige emotionale Stütze ihres Alltagslebens wegfallen, wenn man sich nicht mehr als Handlanger im Dienst des Guten, der Virusbekämpfung, sehen kann. Diesen Leuten steht jetzt eine sehr schwierige Zeit bevor und wir von der zivilgesellschaftlichen Opposition zur herrschenden Coronapolitik müssen hier sehr sachte und behutsam vorgehen. Häme und Besserwisserei sind nicht angebracht. Stattdessen müssen wir die Spaltung der Gesellschaft langsam überwinden, aber nur unter der Bedingung, dass wir wesentliche Normen und Grundprinzipien des Zusammenlebens in einer demokratischen, friedlichen Gesellschaft wieder einsetzen und uns vornehmen, sie auch in Zukunft nicht mehr durch eine Epidemie derart unbegrenzt und unbegründet auszusetzen. Hier müssen wir die Sympathisanten und Zweifler an der offiziellen Politik und Wissenschaft behutsam anpacken und ihnen die Frage stellen, ob die gegenwärtige Lage einer Welt entspricht, in der sie gerne leben und ihre Kinder großziehen möchten. Langsam müssen wir auf unser aller Mitverantwortung zu sprechen kommen, wenn es darum geht, neue gesellschaftliche Paradigmen einfach hinzunehmen und weiter zu verbreiten wie das Ziel der Gesundheit und Corona-Vermeidung.
Es ist an der Zeit, die Diskussion weg zu lenken von den rein biologisch-statistischen Fragen und darauf hinzuweisen, dass eine Epidemie wie so vieles vorrangig ein soziales Phänomen ist, das wir durch einen neuen Blick und Umgang bewältigen können. Wir alle sind in der Mehrzahl keine Wissenschaftler, müssen uns aber trotzdem Gedanken machen über die Welt, in der wir leben und uns zu zeitgenössischen Vorgängen positionieren, auch wenn wir nicht den letztgültigen Überblick über alle Fakten haben. Diese Ethik müssen wir immer wieder anmahnen, es darf jetzt kein blindes Vertrauen und Auslagerung der Verantwortung an die Experten geben. Wir müssen bereit sein, uns auf schwierige Diskussionen einzulassen, um einerseits den medizinisch-epidemiologischen Sachstand zumindest in seinen Grundzügen aufzuarbeiten, viel wichtiger aber die gesellschaftlich zerfahrene Lage zu analysieren, die lange schon an einer tribalistischen Verengung krankt. Wir alle sind aber Teil des Phänomens, dieses wunderbaren Phänomens des Lebens, das trotz einiger schmutziger, trauriger Seiten, die einen verzweifeln lassen können, immer noch etwas Wertvolles, Einzigartiges und im Übrigen Unverstandenes ist, das wir nun bald hoffentlich wieder selbstbestimmt und frei in Angriff nehmen können.
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