Tischlein, deck dich!

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#69 Der Heilige Revolutionäre Bund

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Robert Pfaller - Zweite Welten

RKI Wochenbericht

Der subjektive Student

Liebe Freunde des Podcastgenusses. Ich muss euch warnen, dass mir in den letzten Tagen klar wurde, worauf meine Attitüde und nonchalante Haltung in den letzten Folgen beruhen. Ich will einfach mal diese männliche Arroganz ausleben. Mag sein, dass man damit nur die Stereotype stärkt. Ich stehe aber auf dem Standpunkt, dass man ein Stereotyp erst gut verstehen muss um es unterlaufen und ersetzen zu können.

Daher mein experimentelles Vorgehen. Ich bin ein Mann und habe einfach das Selbstbewusstsein, so vorzugehen, wie es mir beliebt. Zweifel und Einwände lasse ich nicht zu. Das ist die simplizistische Psychologie des maskulinen Alphatiers, welches ich hier für euch spielen will. Der Fervor, der Impetus und der blanke Eifer des untenstehenden Textes zeigen es an: die körperlichen Säfte kochen und ich bin nicht mehr Herr meiner Handlungen.

Diese männliche Hybris und Omnipotenz-Fantasie schlug vor allem in der letzten Folge voll durch. Beim Thema Sex kenne ich kein Halten mehr, das ist mein Territorium, weil ich so viel schon darüber nachgedacht habe, dass es doch einen Wert gehabt haben muss, was ich dachte. Enden wir daher mit Robert Pfallers wunderbarem Satz:

"Warum man dem geliebten Anderen den Sex mit Dritten eher übelnimmt als zum Beispiel ein langes philosophisches Gespräch oder eine Runde guten Sports, vermag ich nicht zu sagen."

Der Heilige Revolutionäre Bund

Ja, jetzt werden wir mal ernst. Mal ehrlich, ich bin Simon Worbis, und als biologische Entität kann ich doch nicht leugnen, überleben zu wollen. Somit bleibt nur, dem Klimadiskurs zuzustimmen. Wir müssen das Rad herumreißen, bevor die Welle der Klimawende, die dann unkontrolliert und mit Massenbewegungen von Menschen, Stürmen, Wüstenzonen etc. über uns hereinbricht. Wer das infrage stellte, der lässt Zweifel an seiner geistigen Gesundheit zu. Geistig gesund ist der, welcher ewig leben will. Bis 100 und noch weiter, niemals sterben. Wer den multiplen uns bedrohenden Gefahren des Klimawandels, Atomkriegs, diverse Seuchen - Bio-Waffen- noch lachend begegnet und auf seinem Recht, zu sterben, beharrt, der muss geisteskrank sein. Diese heitere Sicht eines ewig jungen Kindes ist die Mehrheitsmeinung der Demokratie.

Wir wollen als demokratische Herde nicht mehr die großen heroischen Taten erleben, uns aufschwingen zum heldenhaften Inangriffnehmen unseres eigenen Schicksals als revolutionäre bolschewistische Vereinigung, die sich ermächtigt, über die von der imperialistischen Propaganda intoxikierten Köpfe hinweg zu regieren und aus eigenem vernünftigem Ermessen und dialektischer Begriffsbestimmung in den Kreisen der Fortschrittswilligen des Heiligen Revolutionären Bundes, der stets aus sich selbst heraus feststellt, welcher Weg der vielversprechendste und strategisch richtige im Fortschreiten des Klassenkampfes hin zur harmonischen Homöostase des Endkommunismus ist und sich nicht von konzerngetriebener, kapitalinfizierter Propaganda von seinem feurigen Eifer abbringen lässt.

Dies wird sehr schwer, immer wieder wird man uns Knüppel zwischen die Beine werfen und Steine in den Weg legen, da die Reaktionären partout nicht glauben mögen, der Mensch könne sich so weit hinauf schwingen, für seine eigene politische Organisation zu sorgen, ohne vom Kapitalzwang so sehr abzuhöngen. Sie glauben an die Unterwerfung des Menschen unter den puren Zwang, ihre Motivation ist die Angst, blank und unwürdig auf der Straße zu stehen. Unsere Motivation ist das transzendente Ziel des harmonischen Endkommunismus und vorher die aktivistische Betätigung beim komplizierten Aufbau des realen Sozialismus.

Was ist das Ziel meines Podcastens? Dass ich möglichst ausgeglichen und geistig gesund bin? Ja. Dass ich immer unterhaltsame Aufnahmen zum Hören habe während ich spazieren gehe? Auch. Aber primär die Inangriffnahme des kommunistischen Kampfes. Es kann einfach nicht sein, dass Stand jketzt jegliche kommunistische Bestrebungen darniederliegen und man nur in gelehrten Büchern Marxismus zu betreiben mag. Die Kampfzone muss ausgeweitet werden. Ich will euch stürzen. Die Gewissheiten müssen weg. Sie werden so oder so überspült werden von den kommenden ausnahmegefühligen Notständen nach der Blaupause von Corona. Die Zumuitungen im Globalen Süden bleiben uns wohlstandsverwöhnten weißen Kindern des Nordens nicht verborgen. Also kleben wir ein kleines Pflaster drauf und alles kann weiter gehen. Sei solidarisch mit dem Namibier, dessen ERnte ausfiel, der wegen Klimawandel Hunger leidet, und fahr statt Benziner Elektroauto. So erleichtern wir unser Gewissen, ganz wie man sich auf dem stillen Örtchen erleichtert. Eine Revolution, bei der man sich zweifellos auch selbst die Hände schmutzig machen würde, darf nicht mal gedacht werden. Aber der saubere Elektrostrom wird es richten.

Da ist mir ein Klimawandelskeptiker vom alten Schlage lieber. Der lebt sein Leben, bis wir eben über den Abgrund gehen und mal schauen, wo wir dann ankommen. Das ist Abenteuergeist, das ist wenn nicht Mut, so doch Verwegenheit, auch Lebensmüdigkeit, alles treffliche Attribute in diesen verzweifelten Zeiten. Die Individualethik der Klimareformisten nicht. Wir müssen den authentischen Teil der FFF-Bewegung (Klimarevolutionäre) von den Schwätzern und Kollaborateuren, die nur weiterhin ihr gut gepampertes Leben im NBorden fortführen wollen, aber dabei weniger an Gewissensbissen leiden möchten, abspalten. Nur kollektiv, indem wir die Machtverhältnisse umwälzen, kommen wir zum Ziel. Mit individualethischen Maßnahmen und Richtlinien verfehlen wir nicht nur das Ziel der Klimawende (Abflachen der Verschlimmerung: Temperaturanstieg, Artensterben, Abholzung, Überfischung, Meeresökosystem - Meer grüne Lunge) sondern verschlechtern auch ganz konkret das Leben der Menschen im Norden, die sich nun auf hysterischen Maßnahmen basierend ändern sollen (vgl Corona).

(vgl Beschr 57-60)

Ja, ich nehme Klima/Pandemie auf der politischen Ebene ernst: alles materiell auffahren, was wir haben, um Betroffene (Omas) zu schützen. Aber ich werde nicht den ausnahmegefühligen Individualnotstand mitmachen, diese Hampelmann-Gefolgsamkeit, welche von den elitären Medienbonzen für die neue Coronanormalität gehalten wird, mittels derer wir alle solidarisch sind und die Omas im Altenheim schützen. Was die Oma wirklich schützt, wären bessere Bezahlung der Pflegekräfte, besserer Personalschlüssel, bessere Ausstattung mit pandemierelevanten Vorrichtung. Außerdem die Erforschung und Entwicklung von Medikamenten - auch solchen, die extrem billig sind wie Vitamin D und der Pharmaindustrie und ihren angeschlossenen, kooptierten Arschkriechern in den Ministerien keine exorbitanten Gewinne ermöglichen - oder große Studien zur Gefahr und Risikoverteilung über die Gesamtbevölkerung. Für all das wäre ich bereit, Opfer zu bringen, mehr Steuern zu zahlen oder von mir aus selbst Hand anzulegen und Schichten zu schieben im Krankenhaus als Freiwilliger. Aber die esoterischen, rein homöopathischen "Maßnahmen" der Maskenpflicht und Kontakteinschränkung und Überwachung von privaten Aktivitäten wie Restaurantbesuchen werde ich nie mehr mittragen und überall wo es nur geht sabotieren.

Exakt dasselbe unwürdige Theaterspiel wird nun wohl in Bezug auf den Klimanotstand aufgeführt werden, wenn wir es nicht schaffen, eine schlagkräftige Truppe der Klimarevolutionäre aufzustellen, die kommunistisch geschult sind und sich nicht leicht von den Irrungen und Wirrungen des demokratischen Öffentlichkeits-Geblödels in Beschlag nehmen lassen


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Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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