Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#119 Pandemien, Dürre, Hitze, Frost, Krieg, Geldentwertung

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Mein Überlegungen zur Kriegssituation in Deutschland und die Wiedergabe von Xi Jinpings Reden findet ihr in Folge 78:

https://tischlein-deck-dich.podigee.io/78-man-muss-ja-kein-kommunist-sein

1:18:40 Lied Laut sein

Texte

Launiger Einstieg

Oh Kapitalismus, was bin ich froh, dass du da bist, du ermöglichst mir ungeahnte Profite… mit meinen Produkten, meiner geistigen Energie, meinem Einfallsreichtum. Und vor allem die Profite in den Lenden sind die wünschenswerten. So erscheint mir, ohne Profite in der Ökonomie würde auch mein Lendenbereich weniger profitabel werden und weniger Rendite abwerfen.

Ich habe lange nach Abnehmern gesucht für meine Rohstoffe… jetzt hab ich sie endlich gefunden und zwischen Schäkern und Schachern mein intimes Mobiliar verhökert. Hier stehen unerschöpfliche Handelswege und Profitchancen offen. Es schien mir gar nicht denkbar, was hier alles… Es ist nicht zu verfreveln, nach Profiten zu streben. Jeder Mensch braucht Wärme, Nahrung, Liebeszufuhr, die nur über den Kontakt mit anderen Menschen generiert werden kann. Somit streben alle nach dem Glück, dem goldenen gesicherten Zusammensein, der Verschmelzung und dem Verlust der individuellen Existenz in der größeren Entität, der Liebeseinheit, die enorme Renditen erwirtschaftet.

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Tweetkette »Brechen wir es ganz banal runter«

Ja, jetzt brechen wirs mal ganz banal runter. Wir als Westen sind seit Jahrhunderten dabei, dem Rest der Welt mit der überlegenen Macht unserer Technik, Industrie, Militär, Politik, also den Früchten einer gewaltsamen Akkumulation von menschlicher Arbeits- und Erfindungskraft zuzusetzen, zu bedrohen, deren zarte Versuche von Staatenbildung und wirtschaftlichem Fortschritt niederzuwerfen oder niederzubomben. Wir haben die größte Potenz von allen. Ja, metaphorisch gesprochen ist unser westliches Gemächt so potent, dass es seit je her andere Nationen vergewaltigt und brutal immer weiter zustößt auch wenn das Opfer schon schreit, blutet und weint. Das Perfide daran: wir reden uns auch noch ein, dies sei ein einvernehmlicher Austausch von Liebe und Zärtlichkeiten.
Unsere Produkte sind doch auf der ganzen Welt begehrt, ergo haben wir recht, wenn wir für sie mittels Geheimdienstintrigen und Söldnertruppen den Weg in die unterworfenen Gebiete freibomben. Wir sind stark und alle wollen werden wie wir oder zu uns migrieren, also sind wir im Recht, so der Kurzschluss. Ja, nur eben im Recht des Stärkeren, das sonst keine weitere moralische Legitimation beanspruchen kann. (Wer von unvisersalistischen Werten faselt, die es gegen China zu verteidigen gälte, ist ein strunzdummer Natoknecht, der keine weitere Beachtung verdient) Die Gruppenvergewaltigung dauert nun also schon Jahrhunderte. Mal führt England, mal Deutschland, mal die USA die imperialistisch-faschistische Horde an. Mit dem Ukrainekrieg ergab sich eine bedeutende Wendung der Dinge: die bislang vergewaltigten Länder wie etwa Russland zeigen nun, dass sie sich wehren und nach Hilfe suchen werden bei den Ländern der dritten Welt, die zwar alle für sich schwach sind, aber gemeinsam dem gewalttätigen Westmackertum entgegentreten können. Also ja lieber Westen: ihr habt euch vielleicht eingeredet, eure ökonomisch-politischen Gewaltexzesse geschähen zum beidseitigen Vorteil, ihr würdet andere Länder dadurch aufbauen und ihnen eine Hand reichen. In Wahrheit tut ihr ihnen immer weiter weh und das hättet ihr lange sehen können. Irgendwann kommt der bittere Punkt: ja, euer Gemächt ist groß aber genau das ist ja das Problem. Ihr benutzt es eben nicht zum Sex auf Augenhöhe sondern fügt unsagbares Leid zu und fühlt euch noch als Retter der Erde und Wahrer der Menschenrechte.
(Wenn der Westen keine Atomwaffen hätte, sollte man ernsthaft über einen Weltkrieg zur Beseitigung seiner imperialistischen Autokratien nachdenken aus chinesischer oder russischer Perspektive)

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Ja, ich weiß ja, dass es schwierig ist, euch das zu verklickern, wo ihr euer ganzes Leben gehört habt… Deutschland ist der Hort der Anständigkeit, Gesittung und Wohltätigkeit. Aber ihr habt die größte Waffe, mit der ihr anderen zuleibe rückt, ohne sie um Erlaubnis zu fragen.

Neokoloniales Sentiment; wir haben das Recht (die Rechte der Menschen bei uns), denn die anderen huldigen ja dem western way of life und ahmen ihn nach. Wo keine Gegenwehr, da auch kein Gegenargument mehr.

So bahnte sich die absolute Ratio- und Kapitalwaffe (Das Geld und verfestigter Reichtum in Luxus und Produktivität ) ihren Weg. Widerstand zwecklos. Sie schneidet ins Fleisch, ihre Opfer bluten und schreien. Aber das ist Modernität.

Menschenrechte als abstrakte Idee, die dem citoyen zustehen.

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Kim Dotcom
https://twitter.com/KimDotcom/status/1566100304609050624

How Germany can single handedly end the war. Gegenargument Kim Dotcom Rüstung vs Facebook: auch biontech verschwindwnd gering, trotzdem werden dafür jahrelange kahlschläge in wirtschaft, psyche, sozialem leben usw hingenommen um ein paar mia profite rauszuquetschen. Warum? Siehe dath text dürren kapital davon profitieren (neue ideen) Es sind gleichsam unsere Profite. Oder wir könnten zumindest… sich abkoppeln als das höchste Gut. Dath zitat "privates Glück dagegen stehen gemeinakeit.«

Außerdem vulgärmarxi shell kartell monopol absprachen wer erhöht. Scheinbar kann man nix machen. Übergewinnsteuer verbandelungen zu groß konzerninteressen. Wer liberalen universalusmus hier im westen wähnt und glaubt, hochhalten zu müssen…

Außerdem: US-Aufpäppelung der Mudschaheddin, Taliban gegen Sowjets, um SU zum Kollaps zu bringen. Das ist die Blaupause. Anhand dieser geschichtlichen Faktenlage zu sagen, »es wäre zu kompliziert, wie bei jeder Verschwörung«, macht mich baff. Meine Def: Konzentrische Fragen, offizielles Geschichtsbild lückenhaft, es muss ein zentraler Baustein eingesetzt werden, der die Abläufe erklärt, die empirisch beobachtet werden. Nicht die ganz große Planung.

(Siehe 9/11, auch Fehler und Lücken möglich, MCNarrative etabliert sich trotzdem oder gerade deswegen problemlos, da Stefan und Tilo jegliche Zweifel abwürgen und beharren,…)

Nocun lebt in der eigentlichen Verschwörungsblase, in der einen der Staat schützt und man ihm nur vertrauen muss, da er schon für unser Wohlergehen sorgt. Seine Mittel und Zwecke sind nicht infrage zu stellen.

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Tisch

Zwang zur Freiheit - ich werde gezwungen, mich als Mitbewerber gegen Mitmenschen zu sehen, die Waren vermitteln nun nicht mehr nur Beziehungen zwischen Individuen sondern Kämpfe, so im Immobilien oder Liebesmarkt.

"Besitzstandswahrung" ist ein Dispositiv der Herrschaft, das uns in gewohnte, etablierte Bahnen zwingt, statt der Wahrheit des Tages ins Auge zu schauen, der Schönheit, der Sonnenwärme, der Landschaften-

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Lange Bank Badiou Ethik Menschenrechte

Nietzsche (Morg) Juden. Sozialisten sollen auswandern.

Hillary Underwood


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Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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