Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#24 Adán y Eva

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Liebe Hörer*innnen,
bitte schreibt mehr Kommentare, denn nur durch eure Rückmeldung kann ich mich versichern, wirklich einen Eindruck in der Welt hinterlassen zu haben. Mein Standpunkt hier im Podcast ist der des Esoterikers, der das bunte Treiben der heutigen vielfach gespaltenen linken Subszenen von außen betrachtet und nichts weiter zu tun braucht, als genau hinzuschauen und seine dünkelhafte Begriffsarbeit voranzutreiben.
Um aber in die wirkliche Welt zu kommen braucht es die Exoterik, also die Kritik von euch an meinem esoterischen Treiben. Damit ich mich also nicht mehr so oft "außerhalb der Welt" fühlen muss, wie schon öfters in den letzten Folgen beschrieben, brauche ich eure Kommentare und Antithesen zu meiner Podcastthese.
Zur Aufhebung des heute grassierenden Unwesens der bloßen, undialektischen Esoterik und der bloßen Esoterik in der linken Szene schlägt Marion Grohn folgende Rezepte vor:

1) "Den Vertretern der bloßen Exoterik wäre begreiflich zu machen, dass eine wie auch immer sich gestaltende Action auf Demonstrationen und Flashmobs oder Pöbeleien auf social media nur dann Substanz haben, wenn vorher eine solide Bildung des Bewusstseins, eine theoretisch geklärte, begriffliche Durchdringung der wesentlichen Gegenstände der Welt stattgefunden hat."
2) "Den reinen Esoterikern hingegen wäre aufzuschließen, dass reine Lektüre sich zu realem Leben mit gelehrten Gesprächen wie die Kochbuchlektüre zu wirklichen Mahlzeiten verhält: es bleibt doch etwas Schales bei all dem Geistreichtum; Provokation und Terror müssen schon sein."
3) "Die reine Dichotomie von Esoterik und Exoterik wäre zu sprengen qua dialektischer Aufhebung, etwas drittes müsste sich daraus entwickeln, etwas, das auf jene Weise beschaffen ist, wie es bei Hegel der tätige Geist war: gleichermaßen im Innen wie im Außen in seinem Element."

Ich bekenne mich ganz klar zu meinem Esoterikerdasein, muss aber an diesem Punkt auch einsehen, dass es Agitation und roten Terror eben doch unbedingt braucht, um sich überhaupt erst einmal selbst über die innerlichen, esoterischen Ideen und Konzepte klar zu werden. Diese Provokationsarbeit zu leisten ist mein Anspruch hier und es wäre wunderschön, wenn ihr euch davon provozieren lasst und mir durch eure Kommentare den Terror zurückgebt.
Ich warte sehnsüchtig auf eure Kritik und lade euch ein, Lias Beispiel zu folgen, die unter Folge 22 den ersten Kommentar zu meinem Podcastwerk geschrieben hat.

#20 Familienpodcast

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Wir hören uns Leonie Bremers Auftritt im Bewusst-leben-Podcast an und zur Ergänzung spielen wir noch zwei Clips aus dem Aufwachenpodcast 419.
FFF wird von vielen Erwachsenen vielleicht noch nicht genügend ernst genommen, aber diese Folge soll zeigen, dass sich die Aktivisten deutlich intensiver und sachlicher mit der Lage der aktuellen Klimapolitik auseinandersetzen als so manche Journalisten.

Die Clips aus dem Bewusst-leben-Podcast erlauben uns ein Verständnis der emotionalen Grundlage für den Schritt hin zum Aktivismus, hier hat Leonie sehr mutig und offen über ihre persönliche Motivation gesprochen.
Als Ergänzung dazu passen die harten politischen Fakten perfekt, die im Aufwachenpodcast diskutiert wurden.
Denn wie schon in Folge 17 ausgeführt wurde, muss es bei der Behandlung des Klimathemas um den Anspruch gehen, das Problem als Ganzes zu begreifen und alle Aspekte der Politik, des Aktivismus und der Medienwelt mit einzubeziehen.
Von Leonie inspiriert wagen wir in dieser Folge unseren eigenen Blick auf die Lage der Klimapolitik.

#18 Die beglückende Erkenntnis, dass eine der beiden Flanken standhält

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"Es ist deine Aufgabe, die erhaltene Rolle gut durchzuführen. Die Rolle auszuwählen kommt einem anderen zu."

Diese Erkenntnis des antiken griechischen Philosophen Epiktet bildet den Schlüssel zum Verständnis dieser Folge.
Lösen wir uns vom Verlangen, die perfekte Rolle zu finden und konzentrieren unsere Kraft lieber darauf, wenigstens die eine Rolle mit Lust zu spielen, die uns das Leben zuteilt.

Ich etwa hätte lieber auf soziale Bewegungen gewartet, die etwa einen Ausstieg aus der modernen Bequemlichkeit unserer technologisierten Lebenswelt ins Visier nehmen.
Im Moment muss aber festgehalten werden, dass die Klimabewegung die stärkste Kraft ist, die sich der gefühlt omnipräsenten Alternativlosigkeit in den Weg stellt und und unerbittlich für ihre Ziele kämpft. Daher ist es angebracht, sich unter das höhere Ziel der Klimagerechtigkeit unterzuordnen, selbst wenn, wie Slavoj Zizek schreibt, jede Forderung nach Gerechtigkeit in einem gewissen Sinne offensichtlich illusorisch ist.
Es braucht aber unbedingt diese Illusion einer besseren Welt, die wir selbst erschaffen können, um von der Trägheit des alleskritisierenden fragmentiert Denkenden zur Lebensfreude des aktivistisch Handelnden überzugehen.

Es ist also richtig, an die Klimagerechtigkeit zu glauben und für sie zu streiten, auch wenn wir im Verlauf des Kampfes für sie unsere Ziele und Definitionen des Wunschzustandes einige Male ändern werden müssen.
Das ist schlicht die Natur einer sozialen Bewegung: sie erfüllt ihr Potential, indem sie die engen Grenzen ihrer ursprünglichen Zielsetzungen überschreitet.
Denn der Prozess, sich in der Klimabewegung aktiv mit dem Zustand der Welt auseinanderzusetzen, ist viel entscheidender als irgendein mögliches Endergebnis dieser aktivistischen Anstrengungen. Trotzdem braucht es natürlich die Hoffnung auf ein realisierbares Ergebnis, etwa die Klimawende, also der klimatechnologische Umbau unserer Industrie.
Aus diesem Grund ist für mich mit dieser Folge klar, dass "Tischlein, deck dich!" von jetzt ab ein Podcast zur Durchsetzung der Klimarevolution ist.
Es ist besser, für irgendein Ziel zu kämpfen, als gar nicht zu kämpfen. Ich kann hier die Suche nach der perfekten Rolle für meinen Podcast einstellen und dazu übergehen, meine Rolle als Aufrührer für die Klimabewegung so gut wie möglich zu spielen.

#17 Bewusst denken

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Ich lese aus Marlon Grohns Buch "Kommunismus für Erwachsene" vor. Dieses Buch wird sicherlich noch weitere Beachtung im Podcast finden, heute diente es aber nur dazu, einige Begriffe zu klären, die in der nächsten Folge hilfreich sein werden. Dann will ich den Auftritt der FFF-Sprecherin Leonie Bremer im "Bewusst leben"-Podcast analysieren.
Auch wenn von FFF aufgrund der Jugend ihrer Mitglieder sicher noch kein umfassendes Bild der Weltlage zu erwarten ist, liefert Leonies Denken doch ein exzellentes Beispiel dafür, die Welt als Ganze verstehen zu wollen und sich nicht mit dem Trugbild eines fragmentierten, durchlöcherten Bewusstseins zufrieden zu geben.
"Das Wahre ist das Ganze" sagte schon der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel.
Auf Basis dieser Einsicht können wir in der nächsten Folge dann Leonies Erklärungen zum Klimawandel verstehen. Was sie anstrebt, ist ein Verständnis der Klimakrise als weltumspannendes Problem. Um zu einem solchen Bewusstsein des Ganzen zu gelangen, müssen wir auch Verkürzungen und Vereinfachungen in Kauf nehmen. Denn die Welt ist sowohl einfach als auch komplex, so wie ein See an einigen Stellen tief und an anderen flach sein kann; wenn wir die Welt also begreifen wollen, dürfen wir uns nicht scheuen, auch einfache Wahrheiten auszusprechen.
Einfachheit und Komplexität sind also nur zwei notwendige Zutaten für ein ganzheitliches Begreifen der Welt, wir dürfen nicht nur einfache oder nur komplexe Tatsachen schildern, sondern müssen beides im dialektischen Prozess vereinigen.
Die mögliche Kritik, Leonies Ausführungen seien noch nicht differenziert genug, greift daher viel zu kurz.
Eine Welt an sich, eine Realität da draußen, die einfach so objektiv da liegt, gibt es sowieso nicht. Diese Welt kann immer nur wieder neu geschaffen werden durch den Versuch, sie sprechend zu begreifen und in Worte zu fassen, was man da vorfindet.
"Man muss wenigstens versuchen, zu beschreiben, was man nicht verändern kann" wusste der Filmemacher Rainer Werner Fassbinder. Leonie machte im Podcast einen hervorragenden ersten Schritt zur Beschreibung der Klimakrise.

Ein anderes Zitat von Fassbinder könnte in leicht abgewandelter Form das Motto dieser Folge liefern: "Ich werfe keine Bomben, ich produziere Podcasts."
Diese Folge diente nur dazu, meine eigenen, esoterischen Gedanken zu ordnen, in der nächsten Folge wende ich den Blick nach außen und gehe zur Exoterik über.
Meine Überlegungen zu Religion und zur Frage, wie wir unserem Leben Bedeutung verleihen können, runden diese eher kurze Folge ab.

#16 Brief an eine Unbekannte

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Nicanor Parra: Briefe an eine Unbekannte

Wenn die Jahre vergehen, wenn die Jahre
Vergehen und die Luft einen Abgrund gräbt
Zwischen deiner Seele und meiner; wenn die Jahre vergehen
Und ich nur ein Mann sein werde, der geliebt hat
Ein Wesen, das für einen Moment anhielt vor deinen Lippen
Ein armer Mann, der müde ist, durch die Gärten zu spazieren
Wo wirst du sein? Wo
Wirst du sein, oh Tochter meiner Küsse!

Universell-Partikular-Singulär
Diese UPS-Triade stellt ein Grundgerüst des philosophischen Denkens dar. Das Universelle betrifft uns alle, z.B. ist der Kommunismus (oder die Menschenrechte) eine universelle Idee, die sich nicht an einzelne Länder oder Völker richtet. Das Partikulare bezeichnet ein bestimmtes Merkmal, das uns von anderen Menschen unterscheidet. Singulär schließlich heißt, dass es nur noch auf das Eine ankommt, den Kondensationspunkt, in dem die ganze Welt enthalten ist.

Slavoj Zizek deutet die UPS-Triade um: Das Universelle steht für die Ontologie (Ordnung des Seins), das Partikulare für Sexualität und das Singuläre für die Subjektivität.
Das Sein stellt für uns Menschen gleichermaßen ein Rätsel dar und betrifft uns somit alle, ist also universell. Die Sexualität markiert partikulare (nur einzelne betreffend) Unterschiede zwischen den Geschlechtern und bringt den grundlegenden Antagonismus (Gegensatz) weiblich-männlich hervor. Hier sind wir also immer festgelegt auf unsere partikulare Position als Frauen oder Männer.
Die Subjektivität ist ein ontologischer Skandal, wie Zizek es formuliert, das Subjekt ist also etwas, das die Ordnung des Seins durcheinander wirbelt. Wir alle sind als denkende Subjekte einzigartige Punkte, an denen das Universum versucht, sich selbst zu begreifen. Das Subjekt ist ein singulärer, nicht-reduzierbar Versuch, diese Welt zu lesen und zu interpretieren.
Vollziehen wir Zizeks Übergang von der UPS-Triade zur SOS-Triade, wird zunächst klar, dass hier ein Notsignal (SOS) gesendet wird. Zweitens erkennen wir, dass sich die Reihenfolge verändert hat und nun die partikulare Sexualität den Vorrang vor der universellen Ontologie beansprucht.
Die Not ist also groß und die Sexualität drängt sich in den Vordergrund, diese Zeitdiagnose könnten wir daraus gewinnen.

Ich nutze Zizeks geniale Konstruktion, um meine eigenen Überlegungen zur Liebe zu entfalten.
Die Liebe durchdringt alle drei Schichten der Triade. Das Sein ist für uns im Zeitalter der neoliberalen Gehetztheit nur noch durch die Liebe erträglich. Die Sexualität stellt ein Minenfeld dar, das die Entfaltung der Liebe eher behindert, als dass es sie fördern würde. Die Subjektivität, die im Blick des geliebten Anderen steckt, der uns "so wie wir sind" wahrnehmen soll, bietet schließlich einen Ausweg: wir können uns ganz fallenlassen und unser Leben einem singulären Wesen widmen, einem geliebten Wesen, das die ganze Welt mit ihrem Chaos und Unrecht rechtfertigt.
Diese scheinbar naiv-sentimentale Lesart der Liebe möchte ich hier verteidigen und nur einige Überlegungen dazu ergänzen.
Mein Grundgedanke lautet, besser als gar nichts zu glauben ist immer noch, etwas zu glauben. Daher sollten wir in der Tat weiterhin an die Liebe glauben und daran, dass der geliebte Andere wirklich so wertvoll ist und uns einen Haltepunkt gibt im Leben, einen singulären Punkt, der unser Leben in ein Vorher und Nachher aufspaltet, durch den wir erst erkennen können, wer wir selbst wirklich sind.

#15 Liebes Klima

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Nach der aufreibenden Folge 14, die den bisherigen Höhepunkt dieses Podcasts darstellte, habe ich meine Seele höheren Mächten anbefohlen, denn die Konsequenzen meiner Überlegungen zum Klima waren zu verstörend, als dass ein ein einzelner Mensch sie tragen könnte.
Nun bin ich aber bereit, wieder neue Podcastfolgen zu produzieren um das Verhältnis zwischen Individuum und Umwelt zu klären. So wie Fridays for Future ja auch die grundlegende Spaltung der Welt ablehnt (wie sie die Spaßgesellschaft behauptet: hier Spaß, da Wahrheit) und dafür kämpft, schon heute in dieser Welt Verbesserungen zu erringen, so wurde mir auch klar, dass es heute schon möglich ist, gute Podcasts herzustellen und davon sollten wir uns trotz aller Klimaprobleme nicht abhalten lassen.
Die Klimakatastrophe muss nicht zwingend nur Negatives hervorbringen, meine Hoffnung liegt in einem großen Klimaroman über die Liebe, denn hier treffen bei Klimaaktivisten und Klimaskeptikern unüberbrückbare Differenzen aufeinander, Standpunkte, die durch den Logos unvereinbar scheinen und nur vereint werden können, indem die Rationalität zurückgelassen wird und die Liebe Raum bekommt.
Dieses Liebesklima werden wir hier noch weiter erforschen, in dieser Folge kläre ich aber zunächst einmal einige Punkte zur letzten Folge, die mir noch mal erwähnenswert schienen. Die Folge 14 wird in mir noch lange nachwirken und diese Folge hier stellt den ersten Versuch dar, mit den dort gewonnenen Einsichten umzugehen und sie zu verdauen.

Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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