Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#151 Mehr Sex

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Languish — verschmachten, sich sehnen (to yearn)
Languid — matt

Produktionsverhältnisse bringen die liberale Ideologie hervor. Die Ideologie fußt auf dem Staat und jener auf der ökonomischen Basis.

Salvador Dali malte ein Bild einer sehr maskulinen freizügigen Frau, die ihren prachtvollen Körper darbietet. Dali schiebt seine Kunstwerke von sich weg, um vor sich weiterhin das Schauspiel der Normalität aufrecht erhalten zu können, jene Normalität des Heterosexuellen, die im damaligen faschistischen Franco-Spanien das Maß und die Mitte des Rationalen war.

https://themuseum.blog/de/10-kunstwerke-von-salvador-dali-die-sie-uberraschen-werden/
Das dritte Bild in diesem Blog

Transaktionen.
Transaktionen sind Höhepunkte des Sinnlichen, Emanationen der Liebessubstanz vom einen Körper zum anderen.
Überleitungen, Hängebrücken könnte man sie gleichsam nennen, da sie über weite Abgründe und schluchten der sozialen Distanzierung gebaut werden.

#150 Arboretum

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** 150**



00:00 Deutscher Einstieg: dösig plätschernd
33:13 English Preface

1:03:22 Poesie auf Deutsch: Hochwohlgeborne Pflanze

1:50:00 English Finsish

It’s not possible to detangle all.

**GRUßWORTE / GREETINGS**

»Gespräche mit Hacks« von André Müller sen. ist ein hoch lehrsames Buch, das erwähnte Zitat bezüglich Gorbatschow und Stalin stammte aber glaube ich aus Hacks und Müllers Briefwechsel »Nur dass wir ein bisschen klärer sind« von 1989.
——

Hochwohlgeborne Pflanze
Wenn die Sonne richtig steht
Würde ichs begrüßen
Wendetest du deinen Hals
Einer Sonnenblume gleich
Mir zu
Warum?
Weil du eine hochwohlgeborene Pflanze bist
So autark, gesund und stark
Dass ich verblassen möchte neben dir

Durchdringst mich
Der Strahl deiner geerdeten Freundlichkeit
Durchsticht mich
Und daher wünsche ich
Dass du mich anblickst
Mich übergießt mit der Freude
Deiner nährstoffreichen Tage

Taumelnd hänge ich in den Seilen
Überschüttet mit deiner Eleganz
Aber ich fange mich und möchte
Hinaufwachsen zu dir
Mich wie eine Kletterpflanze
Um deinen grünen Stiel ranken
Bis ich die gelben Sonnenblumenblätter erreiche
Und liebevoll meine banalen, unwürdigen
Ränke um sie lege
Und dich küsse
Aber das kommt später
Erst muss ich dich erkennen
Und deine noble Gesinnung

#149 Wholeness — Ganzheit

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149
The song by Luke Mitrani was played at the very end, not in the middle as originally anounced.

This episode has mixed segments varying between German and English. If you want to skip one, make sure to try out the chapter marks that lead you to the start of each segment. Here is a list of the minutes, but the chapter marks are even better.

00:00 German (DEUTSCH)
12:59 English
30:35 German
50:12 English
1:18:18 German

The Aristophanes Myth — from Plato’s writing »The Banquet«

Auseinander Klamüsern — To puzzle over

Schaffa, schaffa, Häusle baua — Working, working, build a house.

Cling onto something — sich an etwas festklammern

Wholeness — Ganzheit

#13 Tender Checkmate

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13



Courteous, civil, urban — höflich

[Songtext zu „Nur ein Wort“]

[Strophe 1]
Ich sehe, was du denkst
Ich denke, was du fühlst
Ich fühle, was du willst
Aber ich hör' dich nicht
Ich hab' mir ein Wörterbuch gelieh'n
Dir A bis Z ins Ohr geschrien
Ich stapel' tausend wirre Worte auf
Die dich am Ärmel zieh'n
Und wo du hingeh'n willst
Ich häng' an deinen Beinen
Wenn du schon auf den Mund fall'n musst
Warum dann nicht auf meinen?

[Refrain]
Oh, bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein—
Bitte, bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein—
Bitte, bitte gib mir nur ein Wort

[Strophe 2]
Es ist verrückt, wie schön du schweigst
Wie du dein hübsches Köpfchen neigst
Und so der ganzen lauten Welt und mir
Die kalte Schulter zeigst
Dein Schweigen ist ein Zelt
Stellst es mitten in die Welt
Spannst die Schnüre und staunst stumm
Wenn nachts ein Mädchen drüber fällt

Zu deinen Füßen red' ich mich um Kopf und Kragen
Ich will in deine tiefen Wasser große Wellen schlagen

[Refrain]
Oh, bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein—
Bitte, bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein—
Bitte, bitte gib mir nur ein Wort

[Bridge]
In meinem Blut werfen die Endorphine Blasen
Wenn hinter deinen stillen Hasenaugen die Gedanken rasen

[Refrain]
Oh, bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein—
Bitte, bitte gib mir nur ein „Oh“ (Ich sehe, was du denkst)
Bitte gib mir nur ein „Oh“ (Ich denke, was du fühlst)
Bitte gib mir nur ein „Oh“ (Ich fühle, was du willst)
Bitte, gib mir nur ein—
Bitte, bitte gib mir nur ein Wort (Aber ich hör' dich nich', ich hör' nur mich, ich hör' nich' auf dich, oh)
Bitte, gib mir nur ein „Oh“
Oh, bitte gib mir nur ein „Oh“
Oh, bitte, oh, bitte (Bitte, bitte gib mir nur ein „Oh“)
Ich sehe, was du denkst (Bitte gib mir nur ein „Oh“)
Ich denke, was du fühlst (Bitte gib mir nur ein „Oh“)
Ich fühl' nur, was du willst (Bitte, gib mir nur ein – bitte, bitte gib mir nur ein Wort)
Aber ich hör' dich nicht, ich hör' nur mich, ich hör' nicht auf dich

[Outro]
Oh, bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein „Oh“
Bitte gib mir nur ein—
Bitte, bitte gib mir nur ein Wort

#12 Mach was du willst, aber mach's richtig

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»Mach was du willst, aber mach’s richtig« appears in a song called »Kafka Luise«, which is a musical master piece from the German left wing band »Von Wegen Lisbeth«
https://www.youtube.com/watch?v=w6Enz9_rSiY




[Songtext zu „Kafka Luise (2012er Version)“]

[Verse 1]
Weißt du schon, wo du landest
Wenn du aus allen Wolken krachst?
Weißt du schon, wo du strandest
Wenn du die Welle mal verpasst?
Weißt du schon, welche U-Bahn
Bock hat dich nach Hause zu fahr’n?
Wenn du alleine bist
Wenn du den Plan vergisst
Wenn zwischen E und Mate

Gästelistenplatz und Arte
Nicht mehr viel bleibt von mir
Sag, kommst du dann zurück zu mir?
Wer bringt dich nach Hause
Wenn gar nichts mehr fährt?

[Chorus]
Scheiß auf Kafka, Luise!
Lass uns einfach mal uncool sein
Alles andere ist nicht wichtig
Scheiß auf Kafka, Luise!
Komm wir brechen ins Freibad ein
Mach was du willst, aber mach's richtig

[Verse 2]
Mach was du für richtig hältst
Aber mach's für dich alleine
Wenn du nicht mehr richtig bellst
Wie weit tragen dich deine Beine?
Schaffst du's dann noch bis zu mir?
Ich glaub die hab'n den Park gesperrt
Und auf 91.4 gesagt
Dass man sich nur verfährt
Würdest du dann ohne Plan
Trotzdem in die Richtung fahr'n?
Und vielleicht irgendwann
Fängst du zu tanzen an
Wer bringt dich nach Hause
Wenn gar nichts mehr fährt?

[Chorus]
Scheiß auf Kafka, Luise!
Lass uns einfach mal uncool sein
Alles andere ist nicht wichtig
Scheiß auf Kafka, Luise!
Komm wir brechen ins Freibad ein
(Scheiß auf Kafka, Luise!)
Mach was du willst, aber mach's richtig

(Scheiß auf Kafka, Luise!)

https://genius.com/Von-wegen-lisbeth-kafka-luise-2012er-version-lyrics

#11 The Big Other

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Dear friends and listeners,

welcome to this episode, it is a solid one in my ears, but contains many flaws on the audio quality. I greet you from Switzerland, where it is beautiful but I am not at home and look forward to return tomorrow, although at work vast, incalculable tasks and endeavors wait for me — I don’t even know, which of them scares me the most, I’m a fearful person.

Halskette — necklace (not »chain« as I mistakenly said)

Love Poem

I love you so much
Even if it’s stupid to love
Don’t worry, I be with you soon
Just need some time figuring out what I want
But every second thinking of you
And what I would do
If you were here

#10 Unlust

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Unlust — Reluctance, Listlessness

Recording date: Thursday, 4th of May

READINGS IN THIS EPISODE

Position of the writer:
Die anderen sind so. Der Coder sagt sich, puh, ich versteck mich mal lieber, bin ja nicht so souverän wie die.
Dann: langsam vortastend…
Später: puh, achso, die wissen auch alle nicht Bescheid
=> dann bohre ich erst recht nach
weiter & weiter
über alle Schamgrenzen

#9 Katz und Maus

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9
Katz und Maus

»Des isch dr Bach no« — This event is already down the river, in the past.

The singularity comes out of the situation — not out of the character of one’s lover, because such a inner place, an inner truth might not even exist or if it exist it is not that distinct from everybody else as we are used to think and guided by this toxic liberalism ruling in our heads.

Endearment — Zärtlichkeit

play instinct — Spieltrieb

togetherness — Zweisamkeit

lovebirds — Turteltäubchen

Lana del Rey: Blue Banisters — https://www.youtube.com/watch?v=fN0OmdJUl0I

Recording date: 3rd of May (yesterday)

Today’s episode is rather slow, I’m entering challenging subjects that produce ambivalent feelings and double edged situations.

Nowadays I feel there doesn’t need to be such a huge gap between recording and publication as it used to be the case last year, but still it is nice to have an episode up my sleeve (ein Ass im Ärmel haben). For this reason, there is now this gap of one day, today I recorded number 10 and this feels good, having something in the »Hinterhand«, in my hidden hand.

#8 La vita nuova

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This episode is normal, regular in length and content. Nothing excels about it except that it is part of the chain, the flow or river of my podcasts that are configuring themselves quite naturally these days.

Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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