Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#161 Diana

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Liebes hörendes Volk!
Steigt ein ins Podcastkarrusell. Das wird eine wilde Fahrt. Diese Folge ist adäquat, der Schönheit der Musen angemessen, die mich in redliche Raserei und Tobsucht versetzen und umherwirbeln in einem unendlichen Reigen der Sinnesentdeckungen.

#160 Why does love hurt?

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160

Recording date: Tuesday, 20th of June (it was a little hotter than now back then)

Zurückhaltung — restraint, retention

Mumm, Mut — courage, guts

Zielstrebigkeit, Beharrlichkeit, Unbeirrbarkeit — single-mindedness

Gelassenheit — equinamity

bumsen — to screw, to shag, to have sex

#159 Educación sentimental-sensual

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159
00:00 CASTELLANO
34:24 DEUTSCH

reclutar — rekrutieren.
Lo usé mal, quería decir: se retirarse, recluirse

Dear peoples of the world,

Here I try to speak every language that I’m capable of uttering, so that I can satisfy all of you and no demands stay unanswered. In this episode I only talk Spanish and German, but in the next ones I return to English again in a vast segment of the podcast. Firstly, some words to the Argentinians can be found here below in the show notes next to two Spanish poems, secondly a part in English for my Ukrainian ice flower Liliya and then, at the very end I composed a German text tackling some hazardous theoretical questions about history and revolution.

——

Der deutsche Teil ist eher schlecht von der Audioqualität her, aber im argentinischen Teil kam das Wichtigste heraus, die Romanidee zum revolutionären Bildungssystem und der sinnlich-sentimentalen Erziehung.

——

Queridos argentinos, flacas y flacos,

Este episodio va a ser el último por ahora en él que me dirijo especialmente a mis ex compañeros del Colegio Goethe en Boulogne, provincia de Buenos Aires, Argentina, donde fui un alumno impecable desde 2010 hasta cuando egresamos en el año 2012. Como alemán, claro que hay que ser excelente en en Colegio, porque todos lo esperan así de vos de alguna manera. No sé por qué será chicos que yo percibí eso: la atrocidad de los nazis, el espanto de esa historia del fascismo alemán por un lado infunde miedo y repugnancia pero por otro también los impresionó a ustedes o de alguna manera un alemán de hoy día todavía viene con ese esplendor, el brillo de una historia ambivalente. A mí claro eso no me parece bien que seamos estimados los alemanes por nuestros crimenes y barbaridades. Por otro lado entiendo que es así la naturaleza humana que se admira la violencia, la agresividad y el belicismo. No hay salida de ese horror histórico si no luchamos por el comunismo y por encontrar un ordén político que nos dejará desarrollar de una forma más adecuada nuestras capacidades, talentos y deseos. Si no, siempre estaremos alienados en el mundo moderno laboral y no nos dará la satisfacción necesaria ese trabajo dentro del margén capitalista, por lo que los fascistas podrán convencer fácilmente a las masas populares con sus consignas chovinistas, nacionalistas, racistas.
Todo eso es un caldo histórica y creo que ustedes, mis compañeros de entonces, entendrán qué les quiero decir: que no es su culpa que Argentina esté en ese estado de desesperación política sin una salida emergente. Son consecuencias de la historia, secualas de la Segunda Guerra Mundial y es muy injusto que Alemania siendo el agresor principal salió ganando de la guerra y pudo florecer bajo la protección de los EEUU.
No sé qué les puedo contar para explicar todo eso de cómo pudo producirse la descendida de la Argentina en el último siglo. Sólo que claro, las reglas del juego son muy injustas y siempre favorecen a los países imperialistas, por lo cuál hay que liberarse del régimen capitalista ejecutado por las grandes concentraciones de capital, los bancos multinacionales, las instituciones gobernales velando los intereses de la clase gobernante, la burguesía.
Simplemente quiero abrir un sendero de imaginación con mis ideas literarias que expresé esa vez sobre la educación sentimental-sensual. El mundo también podría funcionar de manera totalmente distinto y los combates políticos podrían ser luchados por temas inconcebibles hoy día. El fúturo es nuestro para formarlo.

POEMAS

#158 Cäsar und Cicero

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00:00 Castellano

10:35 Deutsch
42:04 Castellano

Die Monoamorie ist zu romantisch.

Estoy harto del alemán, lengua de mierda.

Stalin übernahm zu Regierungsbeginn eine Bauernnation, Hitler ein hochentwickeltes Industrieland, trotzdem gewann Stalin. Was sagt uns das über die Brauchbarkeit ihrer politischen Ideen?

Roberto Bolaño: La literatura nazi en América

Tacitus: Historien

Diethmar Dath: Die salzweißen Augen (erwähnte ich letztes Mal)

#157 Noli me tangere

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Weinberg-Idyll

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Zu malerisch

Noli me tangere — Berühre mich nicht / Halte mich nicht fest

https://de.wikipedia.org/wiki/Noli_me_tangere

exuberance — Überschwang, Ausgelassenheit, überschäumende Lebensfreude, Üppigkeit

exuberancia — Überfülle, Üppigkeit

Sommerresidenz

Bei 1:20 ist eine etwa zweiminütige Phase mit schlechterer Tonqualität, danach geht es wieder.

00:00 Deutsch.
2:12 Ab hier relativ okaye Soundqualität.
37:50 English.
45:58 Castellano

#155 La femme n’existe pas

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1555

Selbstbeherrschung — composure, self-restraint, self-control

20:33 English

Bürgerlicher Habitus

Lacan sagt:

La femme n’existe pas — Die Frau existiert nicht

Es ist schlicht und einfach der Biologie bescheidet, dass die Frau den Akt unbeschwerter genießen kann und sich keine Gedanken machen muss, ob ihr Organ dabei an- oder abschwillt.

#154 Excuse me

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Wiese — meadow, grassland
Schlussstein — key stone, cap stone:
The stone that is put in last and completes the whole building

trotzig — defiant: the way small children behave at the age around 2.

00:00 English
36:30 Deutsch

The audio quality is terrible this time (especially the beginning, from minute 7 on it gets better when I talk about your bursting laughter) but will be better in the next episodes. What I was saying is that we are all individuals and somehow desperately have to fight in the liberal market, we are condemned to this eternel competition. And somehow our work place seems to define us, the value of the entities of our personal beings. But, on the other hand, also our birth place defines us because by the stark discrepancies between underdevelopped countries that can never catch up to the big imperialist share holders, the imperialist powers like Germany who behave like the own the whole world or intermediate countries like Ukraine or Argentina and Brasil, the place where you are born determines the chances you get in the liberal labour market.

#153 Bursting Femininity / Queen Diagonal

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Ich wälze mich vorwärts,
Langsam und beharrlich
Die netten Ideen und Schreibversuche
Ordnen sich an einer Kette
An einem ruhigen Tag
Ich habe Urlaub
Alles glättet sich
Das Leben und seine Wogen
Das Meer der Vernunft sieht wieder schiffbar aus
Ich muss nur meine Bänder abspulen
Und dies aufschreiben
Was verdient, gut, aber auch nicht
Perfekt geschrieben zu werden
Wie ein blauer Sommertag an den Küsten Spaniens oder Marokkos
Dort lastet auch die Erwartung auf mir
Den Tag gut, doch nicht zu gut zu gestalten
Du hast Urlaub, du musst also etwas tun
Es ist klar: die Zeit vertreiben
Möglichst angenehm.
Doch was ist dieses Angenehme noch mal für mich?

Diese Zeilen zu schreiben
Aber wenn die Schrift mich von meinen Liebhaberinnen entfernt?
Sie versthehen meinen Stil, meine Schweinigkeit nicht
Sie wissen nicht, warum ich all die Obszönitäten rausbringen muss
Ihnen ist der Prozess der Läuterung, Säuberung und Versöhnung
Mit sich selbst nicht geläufig, leider;
Jener Prozess, der mein Grundgerüst als Literaturschaffender darstellt.

Zug um Zug setze ich die Buchstaben.
Oft sind meine Worte zu gut, die Sätze zu einprägsam
Sodass ich mich tagelang an sie erinnere
Und gemahne: sei gut; das Unerfüllte schreib auch noch aus dir raus
Alles muss raus, rein in den Text, nichts darf ich mir zurückbehalten.

Und jetzt noch ein netter Schluss, dann ist auch dieser poetische Text
Vollendet - aber warum muss man immer nett sein?
Ich will mir, dem Leser in mir, eine reindrücken
Schöne Texte kann ich zwar schreiben
Doch sollen sie dir im Hals stecken bleiben
Wie eine Gräte, ein Hühnerknochen
Erst dann bin ich zufrieden
Habe was geleistet. Denn ansonsten
Wirst du die grundlegende Disparität des Lebens
Verpassen und nie begreifen, warum das Leben so belastend ist
Weil einen nämlich die anderen angucken, anstarren gradezu
Zumindest kommts einem oft so vor
Die anderen blicken und wollen mir auf den Grund kommen
Mich durchlöchern, wollen mein Innerstes sehen
Und das muss ich ihnen natürlich verwehren
Wo kämen wir da hin?
Das ist infam!
In den Schambereich lasse ich mir sicher nicht eingreifen oder einblicken
Doch darum schreibe ich ja diese Texte, die Ausblicke liefern
Und Impressionen darüber, wie mich die Triebe und normalen
Strebungen des Scham- und aller sonstigen Bereiche
Unterdrücken, einkesseln, gefangen nehmen, zu ihrem Sklaven machen.

Also darum, weil der Blick immer wehtut,
Will ich euch Lesern schon im Voraus wehtun, in dem, was ich schreibe
Denn ihr tut mir ja auch weh, dadurch, dass ihr mich lest
Und missinterpretiert

Ihr könnt mir nichts anhaben, zu spät,
Der Zug, die Kolonne, meine innere Karawane wälzt sich vorwärts

#152 Glockenspiel / Chime / Carrillón

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152

19:15 Ab hier erträglichere Tonqualität
41:10 English Interlude

Es gilt immer, eine gewisse Schwelle zu überwinden, aber wenn man erst mal im Arbeitsfluss drin ist, fühlt es sich natürlich an und gibt einem Kraft.

Automatismen

Glockenspiel — chime, ring of bells
Glocke — bell
abstrahieren — to abstract, to prescind
campaign — Feldzug, Schlacht, Kampagne
campana — bell — Glocke

Huschenbeth’s Schachanalyse

Ab 19:15 wird die Tonqualität besser, davor gibt es einige Minuten in denen sie extrem schlecht ist, aber das Gesagte wollte ich doch nicht herausschneiden, irgendwie fabulierte ich vom Paradies auf Erden, welches möglich sei.

Die Audioqualität ist leider etwas mangelhaft; ich will euch aber auch wehtun und bestrafen für eure Einfältigkeit, (gering) geschätzte Hörer. Ihr seid gleichsam meine Feinde, gegen die ich hier meine podcastlichen, theoretischen Stellungen aufbaue, um mich zu rüsten und nicht schon wieder von euren dekadenten, belanglosen Vorstellungen versklavt zu werden und sei es auch nur, indem ich sie beiläufig zur Kenntnis nehme und meinen Diskurs auch nur in seiner Lautstärke oder in einer Nuance an euch anpassen würde. Nein. Ich setze meine Waffe ein, wie es mir beliebt und möchte euch Schmerzen zufügen, denn dies sind schmerzhafte Zeiten, vor allem in der Liebe: man kann anscheinend gar nicht lieben, ohne sich im dummen Geflecht der sinnlosen romantischen Dialektik aus Schmerz und Lust zu verstricken, wobei der Schmerz stets überwiegen muss.
Wohlan, dann sei es so, aber vor allem ihr liebe potentiellen Liebhaberinnen, solltet euch nicht über meine Gewalt und Aggressionen wundern, habt ihr mich doch überhaupt erst in diese maskuline Rolle gedrängt, die ich aus eigenem Naturell eigentlich inständig verachte, verschmähe und von mir schieben will. Aber das geht ja nicht, wenn man lieben oder auch nur einem schönen Menschen in die Augen blicken und ein Gespräch beginnen will. Diese gesellschaftliche Situation des Normativen bringt mich an den Rand, es taucht das gesamte Feld der Liebe in ein ekelhaftes, schmieriges, verdorbenes Licht. Und im Moment weiß ich auch keinen Ausweg sondern warte gern auf euch, eure femininen Initiativen, Worte und Willensbekundungen oder stürze mich ansonsten in meine Niedergeschlagenheit und Schwermut, die mir zu allen Zeiten noch die liebste Liebhaberin war.

Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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