#14 Dear Girls
This episode is audacious. I maybe shouldn't be this way, I just wish I'd know which way you want me to be and then I would follow that path...
Table, set yourself #14
This episode is audacious. I maybe shouldn't be this way, I just wish I'd know which way you want me to be and then I would follow that path...
Table, set yourself #14
171
1:15:43 Der Deutsche Denker meldet sich gehorsam in der Muttersprache zu Wort (aber nur kurz, um meinem Versprechen treu zu bleiben)
1:34:58 Deutsch — jetzt doch
Eva Illouz — Why love hurts
Chapter 3: Commitment phobia and the New Architecture of Romantic Choice
Subchapter 2: Masculinity and the Demise of Commitment
(Tagebuch 5. Dezember)
Wenn ich doch die Tatsache vor mir liegen habe, heute ein annehmliches fünfminütiges Gespräch mit der ukrainischen 19-Jährigen namens Zoryana, die Praktikantin bei uns ist, geführt zu haben und dass mir meine Theorien und Prosastücke (oder auch Poesie, wenn man sie so nennen will, doch ich benenne den Gipfel nicht) dabei geholfen haben, was brauche ich dann noch den Ruhm der Welt?
Einfach arbeiten, an meinen Stücken, ja (Macron als Theaterlustspiel) aber auch in der Firma. Das proletarische Hand-in-Hand ist doch das wahrhafte, das ich nicht missen wollte als vereinsamter Schreiber in meiner Stube. Nur dort, im Zusammenspiel und dem Gefühl, Teil eines wertvollen produktiven Ablaufs zu sein, findet man zu sich und seiner Position in der Welt. Darum werden alle Dichter verrückt. Sie schreiben für sich, schaffen allein, werkeln sich ab und hassen sich für die vergebliche Mühen und das kümmerliche Resultat.
Die Anerkennung des potentiellen Sexpartners - aber nicht im vulgären Akt, sondern im sozialen Umgang, im wahren Akt des intermenschlichen, des grenzüberschreitenden Lustspiels der Augen, die sich bewegen, wild springen, die Rede unterstützen und doch wieder zurück zu mir, auf mich, in meine tief liegenden Augenhöhlen, die so manches gesehen und geblickt haben. So war die schöne Zoryana heute. Ich verliebte mich nicht in sie, muss aber zugestehen, …
—————————
Es ist doch leichter, nur zu sehen
Und zu sehnen
Sich geistig hinüberzubeugen
Und zu transformieren
Sich nach dir, geliebte Kellnerin
Zu sehnen
Aber dich sprechen, dich gar verführen?
Also da fehlt mir der Mumm
Warum?
Ganz schlicht und bündig:
Ich bin eisig, kein echter Mann
Da müsste ich ja noch drüber nachdenken
Dich zu berühren
Und was machte das mit mir
Jedenfalls was Warmes
Nichts Eisiges
Da sänke ich ein ins Erdreich
Oh, Frau, deine femininen Formen
Oder welche auch immer es sein mögen
Androgyne oder schlaksige
Breite oder geduckte
Jedenfalls sehne ich mich nach der Union
Mit dir,
Der Wärme deiner Haut
Die mich Einsinken lässt
Ins Erdreich
Richtung Erdkern
Zu diesem vulgären Kern
Der Erde
Der Speicher der Nährstoffe
Die Quelle der Lüste
Die unversiegbare Kornkammer des Aneinanderwachsens
Ist man zu zweit, kann man immer weiter wachsen
Da ist nichts mehr offen
Keine individuelle Frage
170
Annelieso Outro https://www.youtube.com/watch?v=hhpkW8AAyHA.
Seestern Text bis Ende (er beachtet keine Großschreibungen, was vielleicht ein subtiles literarisches Signal ist; letztes Mal veränderte ich den Ursprungstext und fügte die korrekte Orthografie der Großschreibung den Substantiven und Eigennamen hinzu, damit die Erlernerinnen dieser Sprache ein korrektes Vorbild vor Augen haben, jedoch diesmal überwiegt die literarische Genauigkeit, die mir gebietet, den Text im Original hier abzudrucken und natürlich die Trägheit, der zweite Faktor.)
…
aber dennoch: ihr verlangt von mir als mann... naja, was auch immer, jedenfalls ein echter mann zu sein, den ersten schritt zu machen. und machte ich ihn nicht, dann entglitte uns allen dreien diese einzigartige chance, diese überbordende erfahrung des sozialen lustspiels, des austauschs von worten und höflichkeiten unter kollegen.
also, da haben wirs, so, jetzt bin ich entschuldigt: ihr wollt es ja so: männer männlich, weiber weiblich, so sagte schon effi briests vater. und das ist scheinbar auch heute gängige auffassung vom leben.
— tdd167 —
umso mehr in der ukraine, wo man natürlich nach der konterrevolution von 1991 sehnsüchtig auf die gefallenen helden des vaterlands blickt, die vergammelte riege der faschisten um bandera, das scheusal.
also ja, faschismus hin oder her, wir deutschen sind natürlich die wahren nazis, ihr ukrainer nicht schuld, ihr seid da jetzt nur in was ganz blödes reingeraten, was mit dem imperialismus zu tun hat, aber das sprengt den rahmen an der stelle.
...
169
Could a sweating man be worthy of you?
Patriotic eyes
SN 169
Brautwerbung — Courtship
03:30 English
IMPERIALISM
Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus
We have to find a dialectical definition of imperialism. Although countries like Russia, Ukraine or even China are part of the world integrated system of imperialism, they are not the mighty forces shaping its face and setting the rules, like the western imperialists, mainly the US, Germany, England and France, the same countries Lenin wrote about as the hegemonic powers in the new era of internationalized industry and finance who are exploiting the rest of the world by means of export of capital, gaining power over the newly established banks and industries in the less developed countries, converting them into suppliers of raw materials without a real heavy industrial base is in their own countries.
Gedicht von Mascha Kaleko:
Wohlgemeinter Rat für Damen
Liebe Damen, höret meinen Rat an:
Flog sein Herz euch zu, so haltet’s fest!
In der Liebe kommt es auf die Tat an,
Und auf Taten, die man — unterlässt.
Lasst dem Herrn der Schöpfung doch den Glauben,
Romeo sei feurig, Julia »kühl« …
Lasst euch die ersehnten Küsse »rauben«,
Das steigert garantiert den Sex-Appeal:
Und traf euch Amors Pfeil auch klaftertief,
Und seid ihr noch so sinnlich, tut »passiv«!
Man soll einem Mann, auf den es ankommt, nie gestehn:
Er sei — na, der Beste von allen!
Kaum weiß er’s, ihr Lieben, dann ist’s um euch geschehn,
Dann ist euer Kurs schon gefallen.
Schon sitzt er im Sattel und reitet stolz dahin,
Und findet, das Gras sei auch anderswo recht grün.
— Man soll, wie gesagt, einem Manne nie gestehn,
Er sei, na, der Beste von allen!
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Würdig sein — verschiedener Stolz.
Nietzsche Morgenröte Kapitel 403
[1215] Verschiedener Stolz. – Die Frauen sind es, welche bei der Vorstellung erbleichen, ihr Geliebter möchte ihrer nicht wert sein; die Männer sind es, welche bei der Vorstellung erbleichen, sie möchten ihrer Geliebten nicht wert sein. Es ist hier von ganzen Frauen, ganzen Männern die Rede. Solche Männer, als die Menschen der Zuversichtlichkeit und des Machtgefühls für gewöhnlich, haben im Zustande der Passion ihre Verschämtheit, ihren Zweifel an sich; solche Frauen aber fühlen sich sonst immer als die Schwachen, zur Hingebung Bereiten, aber in der hohen Ausnahme der Passion haben sie ihren Stolz und ihr Machtgefühl – als welches frägt: wer ist meiner würdig?
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I can’t even remember what you actually said in the discussion about the war — just how you were patriotic in a sensual way, all your childhood memories flooding you and I could see that sprightly care-freeness of infancy in your eyes. They seemed patriotic eyes, connecting to your native land over all the thousands of kilometers by the force of your mind. Your eyes seemed yellow and blue, also grey… I love you for everything that you said and showed to me but especially for this one time.
Zoryana is more political in her patriotism, she cares for the big questions of military and politics.
But you are so innocent in your love for your country and please understand me... that I don’t wish in any way you were different and also more inclined to politics, no. I just want you the way you are because there are so many great topics we can discuss, so many interests we share and should expand on getting to know each others world.
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Interpretations are ok when based on gestures, but I meant that I don't want to interpret so much in your text. When you write that you were not even interested in starting a conversation and therefore never came to see me, then ok, I have to take this seriously.
168
Recording Date: Thursday, 6th July
3:40 English
15:03 Deutsch
48:07 English
Die symbolische Macht der Vulva muss irgendwann diejenige des Penis überflügeln. Aber dafür müssen wir hart arbeiten und weitere Texte zur Verherrlichung der Vulva anfertigen.
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SN 168
Differente Position: Die Frau findet Objekt ihres Begehrens am Mann/im Phallus; Mann kann es nur in die Frau projizieren -> Spalt zwischen Idealität und Materialität.
(Überlegung aus meiner Vulvatheorie)
Michel Houellebecq, »Vernichten«, Zitat:
»In die Breatgne«, sagte er schließlich, »ich würde gerne wieder in die Bretagne fahren.« Er wollte Prudence wieder in Minishorts sehen, um sie dann ins Schlafzimmer zu zerren, ihr die Minishorts auszuziehen und sie zu ficken, vielleicht brauchte er das sogar, nein, er brauchte es nicht, er hatte nur Lust darauf, wie in vielen anderen hatte Epikur eindeutig auch in diesem Punkt recht, die Sexualität gehörte zu den »natürlichen, aber nicht notwendigen« Begierden, jedenfalls aus Sicht der Männer, bei Frauen war es vielleicht eher eine Erfordernis, zumindest hatte er diesen Eindruck. Prudence jedenfalls ging es sichtlich besser, seit er sie jeden Tag fickte, ihre Bewegungen waren lebhafter, sogar ihr Teint wirkte heller und frischer.
Zitat Ende
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Mein eigenes Material zur Lustgewinnung:
Vulvatheorie Part 2: Der Mann klappt zusammen…
-tdd168-
Der Mann klappt zusammen vor dem Anspruch seines Begehrens, das ihn aus der inneren Dunkel- und Verlassenheit seiner Seele anruft, um ihm den Weg nach außen zu weisen. Er entäußert sich - manche Frauen nennen beim Liebesspiel den Phallus des Partners »du«, identifizieren ihn mit seiner Person. Das Teil steht für das Ganze, das Konkrete für das Abstrakte, das mit Nervenenden besetzte, leicht zu befriedigende Objekt für das allumfassende Subjekt.
Aber was wirft das für existentielle Fragen auf, nicht wahr? Was ist mit dem schlaffen Phallus, was mit dem Zustand der vorübergehenden Non-Potenz nach der Ejakulation, dem orgiastischen Höhepunkt der Äußerung, nach der sich der Mann wieder zurückzieht und eine Winterstellung einnimmt? Gibt es hier kein Subjekt mehr?
Giorgio Agamben (Der Gebrauch der Körper): Die Spaltung zwischen Potenz und In-Tätigkeit-sein wurde in der Antike von Aristoteles eingeführt. Der Phallus muss für das Liebesspiel erst in die richtige Zustandsform gebracht werden, die Vulva ist abgesehen einer erhöhten Durchblutung und Flüssigkeitsproduktion bereits im Stande, den Sexualakt so zu vollziehen, wie sie ist.
Das ergibt also eine Dissymmetrie der »Potenz« der beiden Geschlechter. Unerwarteterweise ist die Frau potenter, da sie nicht von den Wechselspielen und Zufälligkeiten der erektilen (Dys-)Funktion abhängig ist. sie kann sich sicherer fühlen und hat allein aus technischem Blickwinkel, was den Vollzug des physischen Aktes betrifft, weniger sozialen Schaden zu befürchten - physische Verletzungen und Schmerzen beiseitegelassen, die in der Tat eher die Frau betreffen auch abgesehen von der erstmaligen »Deflorierung«.
Der Mann hat auf die »soziale Weise« etwas zu verlieren: er könnte sich leichter lächerlich machen in den Augen seiner Partnerin, zumindest besteht Anlass zur Sorge. Die Befürchtung, ein zu kleines Anhängsel zu haben, dürfte heute viele Männer umtreiben und unter dem kritischen Blick der Partnerin hat sich schon mancher wie unterm … Röntgengerät gefühlt, da wo alles sichtbar wird, raus kommt und auf dem Tisch begutachtet wird.
Aber noch shclimmer dürfte für die Sexpsychologie des Mannes wirken, dass er die Hauptarbeit zu tätigen hat. Nicht nur muss sich sein Gemächt erst die steife, gerade Form geben, die den Akt ermöglicht. Auch muss er dann mit Feinfühligkeit und Geschick dieses Glied in der Vulva der Partnerin hin- und herbewegen, vor und zurück, auf und ab…
Drittens, und hier wird es traumatisierend, kommt die Angst vor dem zu schnellen Samene
167
22:55 Deutsch
30:20 English
The so called Nazi Poem you can read it below episode 161.
Sensitive Nature
26.6.
Yes, I admit it,
Frankly and openly
That I was thinking also of other girls
Especially our co-worker
And your co-citizen and compatriot
Oh dear
But I had to do it
In order to be sure
I was imagining some erotic constellations
Why is it, that one person seems attractive
But then the other one
And there always seems to be a difference
A delta, a variation that fosters love
Or is at the very base of love
This alternation, the change of the tides
One day you feel a bursting desire
The other day you feel languid
You, Zoryana, are splendid, vibrating of energy
But Liliya, this doesn’t mean a thing
You will also feel this towards other men
And sometimes I noticed something on you
When another male co-worker walked by
And I thought, you found him attractive
Because you moved in a certain way
Like rectifying your posture
But this is ok
You can think of them
Or even touch them, play with them
If it is your desire
Just at the beginning, such an imagination feels weird
And I didn’t want you to look that way at other boys
It’s normal to feel this
And I don’t have the solution to all this
Thinking about sex
Makes me feel very clean nowadays
It used to be a dirty topic
But expressing everything, squandering and throwing out
This dirt, ejecting the obscene phantasies and day dreams
Helps me
To feel prepared for real love
And what real love is, I don’t know, I only have some expertise
Not a lot,
I only hope you can teach me
Or we can teach each other
Establish our common theory
And promise to be loyal to it
I can’t even write anymore
Maybe my love is obsessive, probably
And it’s a mistake to write that much
Instead of conversing with you
There is no perfectness, no everlasting unity
Every sexual act ends at some point
And the feeling of togetherness might vanish
But I’m not afraid of it,
I am encapsulated now with you
My heart is beating for you, keen to beat together with yours
This was crazy because I’m crazy
Crazy about love
And being taught by such a brilliant girl like you
What it is all about
———————————-
This is a text situated in the intersection between prose and poetry, which I began to read in #160 until the part where it talks about entering the red areas.
Here is the second part, the third and last one will be read in #170.
I don't like the part about the "Seestern" (star fish) so much, it is pretty vulgar... but on the other hand, the majesty of female body parts must be described and praised, so the mightiness and symbolic radiance of femininity will once come to overpass the potence of masculinity. But until then, there is still a long way to go and my texts are a mere experiment of a man trying to help in this struggle for the feminine rising to power, in politics, literature, art and everywhere, but of course the main part has to be done by you women, you have to become a little more audicious and try to write in a similar way about male bodies and your lust for them or also about the homosexual feminine hunger for other female bodies. But whatever the case... sexual desire is something nice and with my writing I somehow try to unwrap it and make it possible to be seen in a more innocent light than what the current popular culture infuses us.
166
Der Spalt zwischen Materialität und Idealität
Schweigende Begegnung zweier Berggipfel
Zitat Robert Musil:
»Die geheimnisvollen Kräfte in ihnen stießen aufeinander. Es läßt sich das nur mit dem Streichen der Passatwinde vergleichen, dem Golfstrom, den vulkanischen Zitterwellen der Erdrinde; Kräfte, ungeheuer denen des Menschen überlegen, den Sternen verwandt, setzten sich in Bewegung, vom einen zum anderen, über die Grenzen der Stunde und des Tags hinaus; unermeßliche Ströme. Es ist in solchen Augenblicken ganz gleichgültig, was gesprochen wird.«
Hierher kopiere ich euch wertem lesendem Volk nochmal meine Geschichte »Die Formel«, bei der ich heute wiedereinstieg an der Stelle über die »marxistischen Kreise«. Das abschließende Kapitel von Musil las ich nur halb vor, nämlich dessen hintere Hälfte, was ihr im Text auch markiert findet.
Die Formel
{Den Anfang habe ich mal rausgekürzt, ihr findet ihn unter Folge 154}
…
Somit bleibt zum Ende dieses beschreibenden Modellierungsversuches nur, darauf hinzuweisen, dass jene angedeutete Formel, welche die Umwandlung von Fleisch in Geist wiederzugeben und korrekt vorherzusagen verstände, der entscheidende Fortschritt der menschlichen Wissenschaft im 21. Jahrhundert sein wird; jene Formel, die aus mathematischen Symbolen und unverständlichen Zeichen und Strichen geschaffen sein wird, wird die Kraft haben, die menschlichen Empfindungsströme und das Pulsieren des jungen Blutes endlich korrekt in die Bahn der Rationalität zu zwingen, sodass kein Spalt mehr zurückbleibt zwischen Materialität und Idealität.
Diese Funktion also würde getriggert, sobald auch nur ein Körnchen Material durch die Raster des ideellen Siebemechanismus gefallen wäre. Das wäre das Zeichen, dass nun wirklich die innerlichen, seelischen Gefilde erreicht sind. Dadurch wäre klar und bewiesen, was auch immer nötig sein sollte zu beweisen, damit die individuelle Seele der einen Hälfte der vollen Liebeseinheit sich vollkommen klar und überzeugt werden könnte, die ihr entsprechende andere Hälfte zu lieben, sich im vollen Bewusstsein der gegenseitigen Fürbestimmung an sie zu schmiegen und sich einzuketten an den Stellen, die vom großen Stellwerksgott dafür vorgesehen wurden.
Der Verlauf der Zeit, dargestellt auf der x-Achse, würde in einem wissenschaftlichen Diagramm die abhängige Variable darstellen für die Erfassung der Intensität der Liebes- und Lebensgefühle, jener ideellen Entsprechung zu den materiellen Vitalwerten, die beim Arzt festgestellt werden, und deren Ausschlag im Diagramm auf der y-Achse eingetragen würde. Die Variablennamen x und y können das frei assoziierende Hirn freilich zur Bedenkung der menschlichen Genome und ihrer Chromosomen führen, worin ebenfalls die Signifikanten y und x eincodiert sind, zumindest in der jargonhaften fachsimpelnden Schreibweise der biologischen Fachbücher, an deren rationalen Gehalt dieser Text nicht im Geringsten heranzureichen beansprucht oder gar zusichert.
XY-Chromosom oder XX-Chromosom-Kombination entscheiden über unser Geschlecht, zumindest über das biologische, unter Absehung all der theoretischen Kämpfe, die sich derzeit durch die Kultur und Politik ziehen, um die Rangordnung und Herrschaft der Geschlechterkategorien, worin das soziale Geschlecht über das biologische herrschen soll, ganz wie in urtümlichen patriarchischen Zeiten der Mann über die Frau — aber lassen wir diese polemischen Debatten, die sind nicht mein Revier und ich überlasse sie denjenigen, die sich dazu berufen fühlen, mögen sie sich mit dem einen, dem anderen Geschlecht oder auch gar keinem oder multiplen Identitäten verbunden und verschwistert fühlen, mir sind sie allesamt gleich und ich ziehe meine marxistischen Kreise.
———————————ab hier gelesen———————————-
Ja, reden wir Tacheles: der Mensch lebt nicht von Luft allein, auch nicht von Liebe. Was er hingegen braucht, ist Materialität.
Nur wo ein Schluck Wasser, Tee oder Kaffee dur
Karl Marx — Zur Judenfrage LINK:
http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_347.htm
bis hierhin vorgelesen:
»Dem deutschen Juden namentlich stellt sich der Mangel der politischen Emanzipation überhaupt und die prononcierte Christlichkeit des Staats gegenüber«
In Folge meiner Präferenz für die Liebe, die in jeder Hinsicht vorzüglich ist, wird die heute eingeleitete Wende ins Politische wohl keinen mittelfristigen Bestand haben und leider wird auch der Marx-Text zumindest in den nächsten vier bis heute aufgenommenen Folgen keine Rolle mehr spielen. Ob ich diesen enorm erleuchtenden Text des genialen atheistischen Juden und Kommunisten Karl Marx mit der heutigen Vorlesung »verhunzt« habe, wie ich in einer späteren Folge behaupten werde in selbstkritischer Rückschau, mag mal dahingestellt bleiben. Fakt ist, die Frage von Citoyen und Bourgeois, die in dieser Schrift »Zur Judenfrage« aufgeworfen wird, ist eine bedeutende und für mich noch überhaupt nicht theoretisch durchdrungene. Dabei liegen hier die Schätze begraben, wo es um den Spalt zwischen fleischlichem und ideellem Sein geht, zwischen vulgärer Substanz und edler Subjektivität.
Hier kopiere ich euch nochmals den Beginn der Shownotes von Folge 133, deren allererste Absätze ich diesmal vorlas. Den weiter unten in #133 stehenden Teil ab »Die Meisterdenker Fukuyama und Zizek…« habe ich dann in #146 vorgelesen. Den weiteren Teil ab der Stelle, an der ich heute aufhörte, zu lesen, sollte ich vielleicht nochmals in Zukunft lesen, um euch, liebe Hörer, auf die billigen Plätze zu verweisen, wie es am Ende heißt:
Blüte der Weiblichkeit
Komm raus aus deinem Kasachstan?
Vor gar nicht mal so langer Zeit existierte hierzulande eine Zivilisation, die weit fortgeschritten war.
Die sozialistische DDR hatte noch nicht alle, aber schon einige Iterationsstufen der menschlichen Fortentwicklung durchlaufen, jener Zyklen mit dem Ziel der sozialen Zivilisierung des rohen barbarischen Fleischesmenschen, der einen Überschuss erzeugen muss, um sich zu erhalten, der Bourgeois, zu dem wir alle gleichsam abgestempelt werden qua Teilnahme am Staatsgeschehen der BRD als Bürger.
Auf die DDR konnte man stolz sein, sie war erhaltenswert, auch wenn der Pöbel diese sozialistische Errungenschaft in Form der mächtigsten Institution, eines Staates, nicht zu würdigen oder zu erkennen vermochte und die Konterrevolution von 89 unterstützte, aus Dummheit, Pöbelhaftikgeit und selbstverschuldeter Unmündigkeit, wie es nur natürlich und wesenhaft beim Pöbel (auch: Proletariat) ist und ihm daher nicht weiter vorzuwerfen oder anzulasten. Der führungslose Pöbel, der ohne einen Lenin, ohne bolschewistische Partei und Massenagitation einfach nur dem reaktionären BRD-Regime und seinen stupiden Handlangern ausgeliefert bleibt, ist in Wahrheit natürlich grundliebenswert. Nur noch nicht jetzt und heute. Wir müssen den Menschen zivilisieren. Erst dann können wir uns von Angesicht zu Angesicht gegenüber treten, uns frei in die Augen schauen und ohne Scham die nutz- und sinnlose Entfaltung des sozialen Spiels und Hin- und Hers der Worte genießen.
Erst dann, wenn wir vom öknomischen Joch des Kapitaldiktats über unsere Personen befreit sind, atmen wir neu auf und wandeln uns erstmals zu Menschen.
00:00 English
21:05 Deutsch (Die Formel — siehe Nr. 154 »Excuse me« für den kompletten Text)
свідуза (sviduza) — Zeuge
місніні (misnini) — Ort
сінісчні (sinischni) — Heuhaufen (I’m not sure about this translation, the dictionaries are contradictorial and there are other words for hay stack, like копиця сіна)
синісні (sinisni) — blau (maybe I mixed it up with this word)
German proverb: Die Nadel im Heuhaufen suchen — to search for the needle in a hay stack.
Below is the poem that was read in today’s episode, I began to write it last week on Thursday at work, when most of the time we were alone there in the room because our other colleagues were out. Then at the end, when you were getting ready to leave, I felt sad but also glad for having spent this time with you in this silent entanglement.
There is no gap between materialism and idealism, they are two necessary sides of the same coin. Without material, there can be nothing to touch, grasp, no reality, no reproduction of our basic needs and our bodily functions; without ideas, we weren’t able to communicate and to use terms that indicate something concrete in the material reality in order to work together, for example to search for food, for berries and nuts in the earlier prehistoric times or to produce goods with highly sophisticated machines like today.
By means of speaking, the ideal sphere plunges out into the material world. This is the communion, therefore it feels so shocking at times and I’m so reluctant to do it, at least at work or with my friends and family, because somehow I always feel oppressed and outside myself.
Just here in the podcast where no-one listens, at least not directly in the moment of talking, I feel like a bird, »federleicht«, light like a feather.