Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#183 Vénus s'épilait-elle la chatte?

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Today’s fragments from my novelistic try »Budget« are not that hilarious as the ones read last time. Hopefully, today I can record an episode in which we go back to my newest work »Imperialism«.
But my health is not the best and I need to manage my forces wisely. To you, workers in the office or in the nursing homes, I send you the warmest greetings and affirmations of my solidarity. It is a nice break from the normal treadmill of life to be sick once in a while, but the real thing is working, as Pablo Picasso demonstrated to us, because he left 45.000 artistic works that were not sold yet when he died.

#182 Kulinskov — wie ein angezapfter Hydrant

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Zweifel über die Haltbarkeit des impekablen Produkts mischen sich ein in den gärenden Produktinsprozess der Liebe:
Ja, es lässt sich nicht von der Hand weisen, denkt Kulinski, wenn es einen Weg gäbe, für immer so unter Druck zu sein wie Ende letzter Woche, als ich mir die Finger zerkaute und mich fragte, ob die Kollegin Belinda jetzt schon meine Tweets gelesen habe… also dieser Druck ist so was ungemein Positives, Erfrischendes, was einem wie Wind in die Segel bläst, in die geistigen Segel des Tages und der anstehenden Verrichtungen: ich wusste, jetzt muss ich gleich eine neue Tweetkette aufsetzen und all die bohrenden Zweifel rauslassen, die sich über die Woche angestaut haben.
Aber ja, irgendwann — vielleicht kommen wir sogar zusammen, da war doch was in Bes Augen, also eventuell will sie mich einfangen — wird dieser Druck geringer werden und dann werde ich nicht mehr wie ein angezapfter Hydrant sprühen und in alle Richtungen meine liebestollen Worte verteilen auf Twitter. Aber das will ich doch nicht, nein, keine Beruhigung, Abflachung, ich möchte die Intensität für immer hochhalten.
Andererseits, wer schafft das schon? Gut, hier in der Fabrik, beim Produzieren, da ist die Spannung in der Tat hoch. Wir müssen ja auch die Karossen formen, das Metall gießen, usw., da wäre ein Spannungsabfall fatal.

#180 Brutalismus

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180

Brutalismus 3000: Die Liebe kommt nicht aus Berlin
Jack and the Weatherman: Live It Up

Michel Houellebecq: Ausweitung der Kampfzone, S. 107

I might call in sick tomorrow because I feel really dazzled and ill. Self-evidently, I dedicate this novel or short story I began, »Imperialismus«, to my three young co-workers who sit in the same room as me. And in a broader way, I gift it to all the employees of the firm, even the bosses, who in a way are also only exploited servants of the owner.

I will read the next chapter from it in #181.

13.7.

mit liliya zu reden war stets ein preis.
er versicherte mir, über anderen männern zu stehen.
nun bin ich nicht mehr individuell, bin verschaltet mit euch beiden
ich möcht euch nur berühren und liebe machen
was anderes zählt nicht
individuelle selbsthinterfragungen,
auch wenn meine hände schwitzig sein mögen
und mein schreiben ungeordnet und wirr
meine sehkraft nicht zum besten 
weder im sehen noch im angesehenwerden
bin ich der eine,
ganz große
der ich sein müsste
um überhaupt zu wagen
euch damen aufzufordern
mit mir zu tanzen und zu springen
zu singen und ausgelassen zu werden
was man heutzutage gar nicht mehr kennt
man denkt nur, die anderen haben diesen spaß
deine freundinnen, die freunde meiner freunde
sie alle kenenn das
dieses partygefühl
und wenn man im sommer mit freunden wegfährt aufs land
ausflug, erholungskur der jugendlichen
der rebellen
und beginner 
in den milieus
subkulturen
auch drogenaffinen kreisen

ich kann doch nie so viel reden
wie es euch gebührte
um euch wirklich die ganze welt 
zu füßen zu legen
und zu erklären, alles düstere aufzuklaren

und selbst wenn ich es kann
- müsste ich danach drogen nehmen
zum runterkommen
um mich zu versichern
dass ich noch der alte schmutzige mann bin
der ich vorher war
bevor ich mich verwandelte
durch eure verzauberung
indem ihr hand anlegtet
nur mit euren augen
aus denen sich euer maß auf mich ergoss
euer nektar der weiblichen bescheidenheit
den ihr mir eingosset
und mich so groß und mächtig
männlich fühlen machtet

nun gut
vielleicht kümmert ihr euch um mich
den mich schon altersgebrechen heimsuchen
und jugendliche verschämtheit
überdrüssig meiner selbst
aber liebe mädchen!
ich werde mich ja auch um euch kümmern, 
wenn ihr alt seid,
oder wenn ihr ein baby bekommt
dann steh ich natürlich euch bei
rufe die hebamme herbei
niemals sollt ihr zwecklos leiden
auch wenn ihr alt seid und der jugendliche zauber 
verflogen, verblüht
dann werde ich euch noch genauso anschauen
und mich genauso verzehren nach euren häuten
selbst euren gedärmen und knieknorpeln
-denn ich weiß ja, sie sind irgendwo da drin
sie gehören jetzt alle mir
und ich will gut sorgen für sie, für euch, uns alle

mögen die wege des lebens verschlungen uns führen
aber dennoch will ich ja immer euch anrühren
wichtig für euch sein
und einfach ein mann in eurem leben
nicht notwendig der einzige.
auch in fünfzig jahren also.
werde ich mich an euren haaren dann wo
immer wir sind 
genauso anklammern und sie beschnuppern
wie heute,
genauso mich verzehren 
nach eurem geruch
euren verschiedenen parfums
und körperkulturen


doch wie ist das so schwer
einer zu sein.
individuum.
weil es so sinnlos ist
wenn ich mich doch verzehr
nach dem zusammenkleben und bleiben

--

wer sind wir eigentlich
es kommt mir so vor
als seien wir nur mächtig
im sex
wo man sich bewegt
hin und her
und so fort und immer weiter
was sieht man eigentlich 
von der welt
nicht viel
selbst mit fernglas
nimmt man ja doch nur einen bruchteil
des ganzen erdenrunds wahr
nie kann die ganze welt.
auf die netzhaut projiziert werden
aber brauchts denn das?
im sex... da werden partielle organe stimuliert.
zusammengeschlossen
und schon ist einem wohler
fühlt man sich gen himmel entschweben

#178 Penaten

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49:00 DEUTSCH: Hegel

Hegel: Zur Phänomenologie des Geistes

http://www.zeno.org/Philosophie/M/Hegel,+Georg+Wilhelm+Friedrich/Phänomenologie+des+Geistes/C.+(BB)+Der+Geist/VI.+Der+Geist/A.+Der+wahre+Geist.+Die+Sittlichkeit/a.+Die+sittliche+Welt.+Das+menschliche+und+göttliche+Gesetz,+der+Mann+und+das+Weib

https://de.wikipedia.org/wiki/Inertialsystem

https://de.wikipedia.org/wiki/Penaten

I don’t expect anything from you girls, I’m only grateful that you are there and am trying now to lower my nervousness…

The female position is perfect for love, because it is indirect. The male attitude is always somewhat violent, symbolic, a transgression. But therefore it is caught up in the symbolic order and not really able to enjoy the sensual lust.
This is why I want to become more female and encourage you women to become as male as you want, after all it has to be dialectically alternating in order to make sense in love.

Hier der Text Hegels. Ich drucke euch das gesamte Kapitel ab, wobei die Stelle markiert ist, an der ich zu lesen anfing. Ich las nur einen kleinen Abschnitt aus der Mitte dieses Kapitels.

Der Geist.
Der wahre Geist
Die Sittlichkeit

a. Die sittliche Welt. Das menschliche und göttliche Gesetz, der Mann und das Weib

[328] Die einfache Substanz des Geistes teilt sich als Bewußtsein. Oder wie das Bewußtsein des abstrakten, des sinnlichen Seins in die Wahrnehmung übergeht, so auch die unmittelbare Gewißheit des realen sittlichen Seins; und wie für die sinnliche Wahrnehmung das einfache Sein ein Ding von vielen Eigenschaften wird, so ist für die sittliche der Fall des Handelns eine Wirklichkeit von vielen sittlichen Beziehungen. Jener zieht sich aber die unnütze Vielheit der Eigenschaften in den wesentlichen Gegensatz der Einzelheit und[328] Allgemeinheit zusammen; und noch mehr dieser, die das gereinigte, substantielle Bewußtsein ist, wird die Vielheit der sittlichen Momente das Zwiefache eines Gesetzes der Einzelheit und eines der Allgemeinheit. Jede dieser Massen der Substanz bleibt aber der ganze Geist; wenn in der sinnlichen Wahrnehmung die Dinge keine andere Substanz als die beiden Bestimmungen der Einzelheit und der Allgemeinheit haben, so drücken sie hier nur den oberflächlichen Gegensatz der beiden Seiten gegeneinander aus.
Die Einzelheit hat an dem Wesen, das wir hier betrachten, die Bedeutung des Selbstbewußtseins überhaupt, nicht eines einzelnen zufälligen Bewußtseins. Die sittliche Substanz ist also in dieser Bestimmung die wirkliche Substanz, der absolute Geist in der Vielheit des daseienden Bewußtseins realisiert; er ist das Gemeinwesen, welches für uns bei dem Eintritt in die praktische Gestaltung der Vernunft überhaupt das absolute Wesen war und hier in seiner Wahrheit für sich selbst als bewußtes sittliches Wesen und als das Wesen für das Bewußtsein, das wir zum Gegenstande haben, hervorgetreten ist. Es ist Geist, welcher für sich [ist], indem er im Gegenschein der Individuen sich, – und an sich oder Substanz ist, indem er sie in sich erhält. Als die wirkliche Substanz ist er ein Volk, als wirkliches Bewußtsein Bürger des Volkes. Dies Bewußtsein hat an dem einfachen Geiste sein Wesen und die Gewißheit seiner selbst in der Wirklichkeit dieses Geistes, dem ganzen Volke, und unmittelbar darin seine Wahrheit, also nicht in etwas, das nicht wirklich ist, sondern in einem Geiste, der existiert und gilt.
Dieser Geist kann das menschliche Gesetz genannt werden, weil er wesentlich in der Form der ihrer selbst bewußten Wirklichkeit ist. Er ist in der Form der Allgemeinheit das bekannte Gesetz und die vorhandene Sitte; in der Form der Einzelheit ist er die wirkliche Gewißheit seiner selbst in dem Individuum überhaupt, und die Gewißheit seiner als einfacher Individualität ist er als Regierung; seine Wahrheit ist die offene, an dem Tage liegende Gültigkeit, eine Existenz,[329] welche für die unmittelbare Gewißheit in die Form des frei entlassenen Daseins tritt.
Dieser sittlichen Ma

#177 Chocolate

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177

impetuous — stürmisch, ungestüm
1:08:55 Español
1:23:06 Luhman-Vorlesung auf DEUTSCH
1:28:27 English

Niklas Luhmann: Liebe als Passion

16 07 23

El ableismo
El paraíso
Sin conjetura
Las minas se burlan

El ableismo
Para los hombres
Es un escudo
Una espada

El arma que hay que tener
Para satisfacer a una mujer
Vos, lo tenes dentro?
Ese arma, ese centro

De la virilidad, masculinidad
El poder de herir
De lastimar
Pero tambien de dar placer

Obvio que lo tengo!
Que pensas de mi?
Como no voy a ser hombre?
- Y entonces, qué es eso que tenes alli dentro?

Que...
Yo...
Ahi...
veamos.

Soy hombre, nada mas!
No se mas
Como me vas a pedir a definir
Lo que es un hombre?

La sociedad lo tendrá que saber
Ella me puso en ese lugar
Ese rol
Que odio, que apesta

A orina, a mierda
Excrementos y toda basura
Humana
Porque asi de groseros somos

-Chabon
Calmate
Qué te pasa?
Estas histerico?

Y si
Algo en mi me dice
Me llama, me impone
La urgencia de no ser hombre

-Y que vas a ser?
Bueno, nada espectacular, solo mujer
O algo mas, no sé
Sólo que no puedo ser hombre

Por qué?
Los hombres juntan su vigor
Su vapor, sus creencias
Por ser asi de fuertes, dominantes

Compitiendo uno contra el otro
Tirandose palabras malas entre sí
Carinosamente
Y a la base de todo esta eso:

El ableismo
Solo sos hombre si rendis
En la cama
Eso es lo peor

Aunque antes pensaba
Que era mal, abrumador
Tener que cumplir las expectativas
De ser hombre y proveer para la familia

De ser hombre y hacer cosas tecnicas
Como reparaturas de autos y bicis
De ser hombre y ser visto
Como un ciudadano competidor

Que tiene que ganar
De un modo u otro
Pero lo peor es ganar en la cama
La sexualidad nos define

Como hombres por lo menos
Hay que hacer eso
Hay que estar seguro 
De poder dar eso
A una mujer

Y es lo peor
Pero mejor esta
Que tener que competir en la economia
Asi que estamos contentos con eso
Los hombres, aunque no felices

La pija, la ereccion
Ah, si, esa
Esa, la pija grande, dura
Esa es la que nos define, nos da certeza

Nos pone en nuestro lugar
Las mujeres tienen un poder absoluto
Sobre nosotros
Porque conceden o deprivan de ese valor mas grande
Poder decirles a otros hombres
Que tuviste exito 
Entraste en el ambito intimo con una mujer

Pero no les reprocho
Que se comporten asi
Como damas
Solo les tengo lastima
Porque no saben que lindo es ser hombre
Y tener que atreverse 
A buscar su lugar
Buscar a una mujer

Despues de todo
Final de cuenta:
Es mejor ser dominado
Por una muher
Que por la economia
La guerra liberal
Todos contra todos
Y el abismo siempre en frente
Mejor es tener la idea
O el imagen mental
De una vagina
En frente
Y ese sera mi abismo
El que me castra/capa/retaja
Ya que decide sobre mi estatus
Si soy apto para erigir mi pija
Y propinarle a esa mujer.
Lo que es esperado de un hombre
Que le propine

Mi pene, perdonen
Debo escribir
ordenadamente, decentemente
Para que le guste a mi ex novia
Lo que escribo
Porque la quiero seducir
De nuevo
Y permitir que ella
Ejecute ese poder absoluto 
Sobre mi
Si, Nidita
Te necesito
O mejor sera que te llame Manita
Por darte un nombre de apodo
Las peruanas son asi
Yo me di cuenta en un hostel de Lima
Que siempre se atreven a hablarte
Aunque seas un yanqui cerrado, ensimismado
Son tan corteses y amables
Su discurso emana como el vuelo de un pajarito
Y te cuentan de las atracciones de Lima
De todo lo que hay que ver en su pais

Si, llevame Manita
Sere tuyo
Mejores poemas escribiré
Solo quiero ver a tu papa
Conocer tu mama
Y sobre todo tu hermana
No por enamorarme de ella, no sospeches!
Aunque si es linda y hermosa, lo admito
Pero tu eres mi unica rosa
Por lo menos en Peru
No amare nadie mas que ti
Te lo prometo
Tal vez eso no te convenza
Diras que dejé abierto
La posibilidad de amar a chicas
En otros paises
De los que hay bastantes
Asi que amaré a 190 chicas,
Una en cada pais?
Pero mi abejita,
Eso ni seria posible
Solo en algunas regiones
Donde ya mi corazon

#176 Yo, Picasso

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176

Yo, Picasso
Hip Abduction

2:01:34 Castellano Poema »Primera Rosa«

Durchfall — діарея (diarea)
(Maybe you mentioned this word, but it could have been a wild misunderstanding from my part).

Skulptur »Raub der Persephone«:
https://www.fotocommunity.de/photo/der-raub-von-proserpina-galleria-b-horst-zimmermann/40613071

https://de.borghese.gallery/sammlung/skulpturen/raub-der-persephone.html


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9.2.23

Liliya sendete Zeichen. Und nun möchte ich mich davon losmachen, auch wenn man eigentlich nicht mehr kann, ist man einmal in diesen Fischernetzen eingefangen.


Ich werde mich sicher nicht von einer Frau so anschauen lassen, dass sie von mir denkt und in meinen Blick hineininterpretiert, ich sei so ungezügelt in meiner Wollust, dass sich mein Blick schnell und wahllos an die nächstbeste (ukrainische) Braut hefte. Und ja. Und nein. Also so lasse ich mich nicht anschauen, mag es stimmen oder nicht —

Interessanterweise schaute ich jetzt Liliya zum ersten Mal seit Langem richtig an, da sie gegenüber bei Zoryana stand, gerade während ich diese Zeilen runtertippte. Sie war viel mit dem Chef beschäftigt, was schön ist, so wird sie Teil des Räderwerks.

Und nun sagte der Chef, dass noch zwei guys von dieser ukrainischen Firma kommen werden und er von Liliya die Nummer der Chefin dort brauche. Zoryana fragte: Guys? Um dann zu erklären, I mean, two, not one... weil der Chef meinte, ja guys or girls, whatever.


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English translation

Liliya sent signs. And now I want to get rid of it, even if you can't really do it anymore, once you're caught in these fishing nets.

I certainly won't let a woman look at me in such a way that she thinks of me and interprets my gaze as being so unbridled in my lust that my eyes quickly and indiscriminately cling to the next best (Ukrainian) bride. And yes. And no. So I don't let myself be looked at like that, whether it's true or not —

interestingly, I actually looked at D for the first time in a long time, as she was standing across from Zoryana just as I was typing these lines. She's been busy with the boss which is nice, so she becomes part of the wheelwork.

And now the boss said that two more guys will come from that ukrainian firm and that he needs Liliya to give him the number of the boss there. Zoryana asked: Guys? To then explain, I mean, two, not one... because the boss meant yes guys or girls, whatever.

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Freud, dieser österreichische Schlingel

24.3.
Ich weiß ja doch, dass mich viele lieben werden, für das, was ich immer wieder neu aus meinen Fingern rausfließen lassen kann. Dieses Schreiben… es ist ein zu scharfes Schwert, mit dem ich meine Konkurrenten niederstrecke. Und das darf einfach gar nicht sein. Dass die Frauen immer nur den Mann lieben, der Aufhebens macht, einen Eindruck schindet. Und was anderes als Eindruck schinden ist schreiben? Ich bin doch geradezu auf den Effekt bedacht. Früher träumte ich davon, Philosoph zu werden und meine schwerwiegenden Gedanken in dicke, beruhigend schwerfällig aussehende Bücher zu pressen.
Aber das ist vorbei. Die Kunst, die Sucht, die Sehnsucht nach den Musen hat mich.
Und diese Sehnsucht ist eine Suche nach dem Sozialismus, nach dem Gleichsein. Wenn es nur eine Gleichheit im Begehren, in der Niedrigkeit und im Schweinsein geben kann, dann bitte.
Freud schrieb, wir Modernen heiligten das Objekt, wohingegen die Alten (Griechen) den Trieb selbst feierten, der uns wiederum anstößig erscheint, worüber nur die Vorzüge des edlen, glänzenden, vollmachenden Objekts hinweghelfen.
Der Philosoph, so sozialistisch er auch sein mag, erhebt sich ja doch über das niedere Volk, zu dem er spricht, das er bewegen und aufklären will. Allein der Künstler ist darüber hinweg und sieht die Aufklärung der Massen als Flausen jüngerer Generationen an, mit dem es jetzt in der Reife des Schaffens keine Zeit mehr zu verlieren, keine Kraft z

#173 Etroviszion

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173
Etroviszion

Madrugada: Majesty

The Beautiful Girls: Learn yourself


Counter Culture (Makroskop-Artikel von Sebastian Müller)
https://makroskop.eu/24-2023/brennendes-frankreich-oder-die-grenzen-der-sozialokonomie

ZITAT

Hier ist man bei einer weiteren Fehldeutung der Revolte angelangt. Auch die Gelbwesten blockierten Straßenkreuzungen mit brennenden Barrikaden. Auch hier gab es Ausschreitungen und Straßenschlachten. Auch hier machte die Polizei mit übertriebener Gewalt auf sich aufmerksam, so wie zuletzt übrigens auch bei den Rentenprotesten (die polizeiliche Gewalt trifft also mitnichten nur die migrantischen Bevölkerungsschichten). Der Unterschied zu den Randalierern von Nanterre, Marseille, Lyon, Pau, Straßburg, Toulouse, Bordeaux oder Lille: Die Demonstranten stellten die soziale Frage, hatten konkrete Forderungen, attackierten keine Unbeteiligten, plünderten und zerstörten nicht in blinder Raserei ihre eigenen Gemeinwesen und Lebenswelten.
Die als „Protestierende“ und „Demonstant:innen“ verklärten Gewalttäter kann Macron auch nicht – wie zur Zeit der Gelbwesten-Bewegung oder während der Rentendemonstrationen – mit Abgabenerleichterungen und Bürgerdebatten befrieden. Auf Tiktok und Snapchat peitschten sich die teils sehr jungen Täter auf Arabisch gegenseitig zu immer neuen Exzessen auf.

Die Erschießung Nahels scheint nicht Ursache, sondern nur Vorwand gewesen zu sein. Die eruptive Lust an der Zerstörung, die Euphorie des Gewaltrausches war in weiten Teilen apolitisch, wenn nicht antipolitisch. Wieso richtete sie sich gegen öffentliche Verkehrsmittel, Bibliotheken und Mediatheken wie Jean Macé im Stadtteil Borny? Wieso fackelten Jugendliche Kindergärten, Grundschulen und Sportstätten ab, für die Bürgermeister in ihren Vororten jahrelang gekämpft haben? Welche Botschaft steckt in der Zerstörung von Orten, an denen Kulturgüter zu relativ bescheidenem Preis oder gar gratis angeboten werden und die jungen Migranten einen Aufstieg aus der eigenen Misere erlauben könnten? Wieso attackierten die Täter zunächst ihre eigene Lebenswelt? Einige Bekanntheit erlangte ein Video von einer Schule bei Lyon, in dem eine Frau entsetzt ausruft: „Bitte nicht die Schule!“
Perspektivlosigkeit und Armut existieren – aber sie allein können nicht als hinreichende Erklärung dienen. Die Frage muss lauten: Warum hat Frankreich trotz aller Bemühungen und Investitionen die Zustände, die es hat?
Der französische Soziologe Denis Merklen ordnet die Angriffe auf diese Institutionen der „Counter-Culture“ zu. Den Angreifenden fehlten kollektive Erinnerung und kommunale Identität, den Institutionen fehle die Sprache, mit den Entfremdeten zu kommunizieren. Bildung gelte als Stigma – die Stigmatisierung werde invertiert: Wir werden stigmatisiert, weil wir ungebildet sind? Also stigmatisieren wir die Bildung! Und nicht zuletzt bedroht Bildung die Einkapselung fundamentalistischer Islamisten. „Boko Haram“ bedeutet schlicht: Bücher sind haram, also unrein.

ZITAT ENDE


———————————————————————————-

Here I give you the complete text both in English and German of the poem, which could be called »Still Ascending Line«

ENGLISH

Maybe you had thought earlier
The poet should not reveal anything
From his intimate life
And only transform everything in poetry
Giving everything out only sublimated
But far from it.
Here I come and redefine the standards
So these two Ukrainian flowers,
who I met at work
They are so flourishing in the field
That they are the whole world to me
No question, no problem
I never want to look at others again
Because you, my two, are so wonderful
So young and shiny, intelligent and joking
If only your attention
Would also come to rest on me
I don't claim to be the only one for you
But one
Please bear with me
I know I need to mend
In so many things
And will often arouse your anger and resentment

Both Zoryana and Liliya

#172 Betriebsrat — Workers' Council

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172

Betriebsrat


To Backpedal — Zurückrudern
(It’s not »backpaddle« as I formerly thought)


Isomorphism — Isomorphismus


Schöne Seele — Beautiful Soul

Las esclusas del cielo se abrieron, porque hay un ángel en frente.
The gates of heaven must have opened, because an angel is standing in front of me.

(Argentinian saying)

Marlon Grohn legte seine Theorien zum Phänomen der Schönseelischkeit in Form einer Broschüre vor, die im Verlage »Helle Panke« erschien:
Hegels »Schöne Seele« und ihr Verhältnis zum Bösen

https://www.helle-panke.de/de/topic/158.publikationen.html?productId=73592

Native Young: Crystal Lion (Lyrics below)

Samy Deluxe: Poesie-Album

Today’s episode is too slow, we’ll take up some speed next time.

Synonyms for »difficult«:

Laborious, strenuous, arduous, tough, back-breaking, exhausting, tiring, demanding, hard, complex, puzzling, perplexing, baffling, complicated, thorny, ticklish, problematic, troublesome, tiresome, exasperating, trying, awkward, contrary, recalcitrant, uncooperative

Fraternizing with heterosexual women: these manly shapes, these shoulders, arms and chests are too masculine, making me feel inhibited, how could I endure this kind of male beauty?



This episode is no good, it isn’t up to my own standards and what I expect from myself. Probably this possibility that was mentioned last time about the love triangle went to my head and disturbed my mental stability.


POEM — Gedicht

Etroviszion — Still Ascending Line (we will read this part where these words figure next time)
Ihr Beiden seid mir willkommen — und eure Scheiden.

Read today in English and German was the part until where it says something like »Flutter up like a bird into the morning sun«


Maybe you had thought earlier
The poet should not reveal anything
From his intimate life
And only transform everything in poetry
Giving everything out only sublimated
But far from it.
Here I come and redefine the standards
So these two Ukrainian flowers,
who I met at work
They are so flourishing in the field
That they are the whole world to me
No question, no problem.
I never want to look at others again
Because you, my two, are so wonderful
So young and shiny, intelligent and joking
If only your attention
Would also come to rest on me
I don't claim to be the only one for you
But one
Please bear with me
I know I need to mend
In so many things
And will often arouse your anger and resentment

Both Zoryana and Liliya
I welcome you both
And your vagina
But by no means only those, not the most!
I gotta get that straight, straighten up!
Much dearer and more pleasant than thinking about sex
Is me the idea of ​​the homely conversations with you
one time about the war
The other time about your vacation in Switzerland
And those were the main two times
At which the three of us all chatted excitedly together
I talked to you much more, alone, between us, Liliya
And the other staff listened, including Zoryana
I thought I noticed something about her: she was shining
Noticing the love associations building up
In me, in you, maybe in the whole room and building
Anyway, you are my favorite, Liliya, no question,
Because talking to you is so close, so natural, sublime
And I need nothing more in life than to see your smiling lips
And follow your mouth moving, pacing,
Stretching out to the side and… revealing your words
Thank you so much for everything you gave me
But there is also Zoryana
And I'm more afraid of her
Should be a spark of resentment, of distrust
Fall on me from her eyes


I trembled
For she is so eloquent and impeccably accurate at work,
Never gives up, gets to the bottom of every problem
Dedicates himself to the company's unconditional service
What I admire and can hardly believe
How strong, productive and dete

Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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