Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#55 Rayuela

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Hektiker des Geistes, aufgepasst: Das Einzige, was uns jetzt noch retten kann, ist die Wissenschaft, das Uran-235 und diese Sachen.

Diese Erkenntnis aus Julio Cortázars Werk Rayuela trifft auch auf die aktuelle pandemische Lage zu. Zwar wurde es hier in Deutschland versäumt, die Ausbreitung des Coronavirus wissenschaftlich zu erforschen durch eine breit angelegte Kohortenstudie mit etwa 10.000 Probanden, die das RKI längst hätte durchführen können, wenn ihm wirklich an Aufklärung statt an faktenfreier Panikmache und Hetze gelegen wäre.
Leider war das nicht möglich, da RKI-Chef Wieler zu sehr beschäftigt ist, die Glückwünsche der woken Bubble auf Twitter entgegenzunehmen, und sich als einzig rationalen Akteur darzustellen, dem man doch nur mal genauer zuhören müsste.
Auch andere Säulenheilige der Virologie wie Prof. Drosten sind dieser Tage bestens dabei, sich für alle sichtbar zu demaskieren und unfundierte Einschätzungen zu verbreiten: "Omikron-Fälle sehen mir nicht nach einem milderen Verlauf aus", oder "Eine Infektion stärkt das Immunsystem nicht" sind sehr interessante Aussagen aus dem Munde eines weithin bewunderten Virologen, die wir genau auf ihren wissenschaftlichen oder versteckten politisch-populistischen Inhalt untersuchen sollten.

Ohne die Kohortenstudie tappen wir also nach knapp zwei Jahren immer noch im Dunkeln, wo die Ansteckungen eigentlich passieren. Steckt man sich eher daheim oder bei der Arbeit an? Wie hoch ist das Risiko bei Veranstaltungen im Freien wie Weihnachtsmärkten? (Nach allem was wir wissen extrem gering, daher ist deren Verbot im Dezember ein weiterer Knaller der faktenfreien Pandemie-Bekämpfung hierzulande)
Oder wie ist das Risiko für Fußballfans beim Besuch von Stadien, die zurzeit in der "Omikron-Hölle" England schon wieder ohne Masken möglich sind?
Sind z.B. Fitnessstudios in besonderem Maße Orte der Ansteckung und Weiterverbreitung?
In welchen Altersgruppen finden sich asymptomatische oder besonders stark symptomatische Verläufe?

Dass man sich in Deutschland statt zu forschen lieber daran gütlich tut, sich über bestimmte Personengruppen moralisch erhaben zu fühlen und sie mit bestem ethischem Gewissen ("Schutz von Menschenleben") aus dem öffentlichen Leben auszuschließen, ist nicht verwunderlich, wenn man die trübsinnige deutsche Seele näher kennt und einschätzen kann, wie getrieben sie in einer kritischen Situation oftmals auf eine als unklar empfundene Bedrohungslage reagiert.

Aber zumindest im Ausland wird ja fleißig geforscht und die Ergebnisse der dortigen Studien werden auch uns nach und nach zugute kommen. Wir werden noch extrem viel lernen über Pandemien.
Eigentlich gibt es aber auch schon genügend epidemiologische Erkenntnisse aus vergleichbaren Pandemien wie der Ausbreitung von HIV, um grundlegende Einschätzungen treffen zu können. Die restriktive Politik zur Pandemiebekämpfung hat in vielen Fällen die Lage verschlimmert und hält Ausbrüche eher noch begrenzt auf einen Ort, statt eine Entspannung zu ermöglichen. So zumindest die Einschätzung des kanadischen Epidemiologen Stefan Baral.
Die aktionistischen und demokratiefeindlichen Politiken in Deutschland und Österreich haben keinerlei Evidenz für sich, irgendetwas zum Abflachen der Wellen und Sinken der Corona-Fallzahlen beigetragen zu haben, da zur gleichen Zeit auch die Wellen in den Nachbarländern wie Ungarn oder Polen brachen, die kaum Restriktionen vornahmen. Es handelt sich bei der Virusausbreitung immer noch um ein weithin unverstandenes Phänomen, was eigentlich sehr spannend ist und einen wissenschaftsbegeisterten Menschen anregen müsste zum Nachdenken und Aufstellen von Hypothesen. Stattdessen fühlt man sich heute aber eher gekränkt, da wir von der Allmacht unserer technischen Errungenschaften wie z.B. Impfungen überzeugt sind und nur schwer einsehen können, dass die Natur uns immer noch einen Schritt voraus ist und uns, die wir glauben, sie kontrollieren und vorhersagen zu können, zum Narren hält.

#54 Ich bin stolz, Deutscher zu sein.

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Liebe Hörerschaft

zunächst muss ich meine Eindrücke Corona-Protestmarsch in Stuttgart schildern, der vor zwei Stunden endete. Die Teilnehmerzahl hat mich heute extrem überrascht, wir waren sicher mehrere Tausend Menschen, die sich auf dem Karlsplatz versammelten und über eine Stunde bis in die Innenstadt zogen. Alles lief friedlich ab und auch wenn zum Schluss ein Redner seine Sympathie für die Weltsicht der AfD nicht verbergen konnte, war es doch ein hervorragendes Zeichen, dass er immer wieder von den lauten Trommlern übertönt wurde, sobald er vom Thema der Pandemie abschweifte und auf die deutsch-nationale Spur einbog. Dann wurde er sogar freundlich gebeten, seine Rede zu beenden und ein sehr versierter Redner löste ihn ab und sprach noch ein paar mitreißende Worte. Er zitierte Hannah Arendts hervorragenden Satz: "Kein Mensch hat das Recht, zu gehorchen."

Die Demo zeigte mir, dass die Mehrheit der Menschen dort nicht rechtsradikal sind, auch wenn wir das Problem der Unterwanderung durch AfD und Co. ernst nehmen müssen. Es gilt jetzt für jeden, dem die Demokratie und ein friedliches, freies Zusammenleben am Herzen liegt, hier mit zu gehen um die Rechten in die Minderzahl zu bringen. Offen rassistische oder faschistische Parolen oder Symbole habe ich zu keinem Zeitpunkt dort gesehen. Die Demo war für mich der Wendepunkt: die kritische Masse muss jetzt von Woche zu Woche steigen, wir sehen, dass sich immer mehr Menschen der herrschenden Willkür und Unrechtsstaatlichkeit bewusst werden und sich auch von durchgehendem Regenwetter nicht mehr abhalten lassen, auf den Straßen ihren Protest auszudrücken. Jeder Einzelne zählt jetzt, unabhängig wie wichtig man Corona als medizinisches Phänomen nimmt, sollte man sich bewusst machen, dass auf der bewusst verbreiteten Panik und Angstmache fußende Coronapolitik ein vielfaches an gesellschaftlichen Schäden anrichtet im Vergleich zu dem Nutzen, der angestrebt wurde zur Rettung von Menschenleben.
Man kann durchaus auf Hygienemaßnahmen achten und trotzdem protestieren gehen. Ich habe auf der Demo eine sehr gute FFP2-Maske getragen, die vor allem Brillenträgern zu empfehlen ist, da sie für weniger beschlagene Gläser sorgt. Das Modell der Firma 3M wurde im Neue-Zwanziger-Podcast empfohlen und hat mir gut gefallen.

Die heutige Folge habe ich schon vor 2 Wochen aufgenommen. Sie ist etwas mäandernd und wandert von Thema zu Thema, was allerdings gut zur Situation heute passt, in der wir uns eingestehen müssen, dass wir die letzten Jahre viel zu sehr auf ein einziges Virus fokussiert waren und mit einer Scheuklappenhaltung viele andere gesellschaftliche Probleme ausgeblendet haben in der moralisierenden Haltung, so das einzig wichtige, das nackte Leben, zu retten.
Diese Prämisse, das nackte Leben sei das einzig Wertvolle und zuoberst zu Schützende für uns Menschen, weise ich mit Entschlossenheit zurück. Trotzdem sollte man auch diese biologische Seite des Daseins ernst nehmen, darf sie aber nicht derart verabsolutieren und über die politischen, sozialen, rechtsstaatlichen und wirtschaftlichen Werte stellen, wie dies in der Pandemie weltweit geschah.

In den Shownotes veröffentliche einen weiteren Teil meines Essays, das ich schon unter einer der letzten Folgen begonnen hatte, zu publizieren.

Liebe Grüße und schaut euch doch wenn möglich die Demos mal selbst an, um euch ein Urteil zu bilden: https://www.nichtohneuns.de

#53 Holobiont

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Liebe Hörerinnen und Hörer,
dieser Tage versuche ich nach Möglichkeit, geistig gesund zu bleiben, was zunehmend schwer fällt anhand der bestehenden Corona-Gesetze, die auf Willkür, Ressentiment und der Verfolgung von als Sündenböcken ausgemachten Menschengruppen basieren. Dass sich hiergegen nur langsam eine Protestbewegung organisiert, die zudem mit der sicher in einzelnen Fällen realen Unterwanderung durch rechtsextreme Gruppen zu kämpfen hat, ist beschämend. Die Polizei sollte ihre Ressourcen aufbieten, um uns friedliche Demonstranten vor den Neonazis zu schützen. Mir wäre es auch nicht wohl dabei, wenn ich zusammen mit Nazis im Pulk laufe und ihnen damit Deckung gebe.
Das kann jetzt aber keine Ausrede mehr sein, gar nicht an Protesten teilzunehmen; wenn man dort Nazi-Aufmärsche sieht, die nicht von der regulären Demo zu trennen sind, kann man sich ja schnell wieder entfernen.

Allerdings sollten wir keinen Pauschalverdacht gegen mündige Menschen aussprechen, die auf Demos ihren Protest kundtun. Wer neben mir läuft, ohne faschistische Parolen zu verbreiten, sich offen als Faschist zu erkennen zu geben, Gewaltbereitschaft zu signalisieren oder vermummende Schutzkleidung zu tragen, der hat jedes Recht dazu und ich werde weiterhin mit diesen friedlichen Bürgern auf die Straße gehen ohne vorher zu fragen, welche Partei sie wählen. Das würde in eine Kultur des Misstrauens führen, die in einem demokratischen Staat nichts verloren hat. Die Gesinnung ist schwer feststellbar, ich selbst habe ja jede Müh und Not, meine eigene Position zu diesem vermeintlichen demokratischen Rechtsstaat zu finden, da werde ich nicht bei anderen unterstellen, sie hätten eine rechte Einstellung oder würden AfD wählen, was beides im Kontext der Anti-Corona-Demos für mich irrelevant ist. Es zählt einzig, sich zu einer geeinten Bewegung gegen die staatliche Willkür und Tyrannei zusammen zu finden. Natürlich wäre die Grenze überschritten, wenn die AfD direkt mit Plakaten dabei wären, hier muss man immer situativ abwägen. Dass diese Demos der einzige Weg sind ist für mich im Moment aber unbestreitbar, da eine linke Bewegung fehlt.

Gestern war ich in Stuttgart und traf dort auf Menschen von sehr unterschiedlicher Couleur, einige, die schon lange dabei sind und prinzipiell gegen die Corona-Impfungen agitieren mit teils fragwürdiger Argumentation und einer ungerechtfertigt selbstgewissen Bezugnahme auf die Wissenschaft, andere waren das erste Mal dabei und haben wie ich kein generelles Misstrauen gegen die Impfungen als medizinisches Instrument - mein Problem mit ihnen ist, dass sie mittlerweile ganz normalisiert als politische Waffe zur Spaltung der Gesellschaft eingesetzt werden. Und das bei einer Wirkung der Impfstoffe, die sicher einige Todesopfer und schwere Verläufe vermeidet, aber bei weitem nicht die überzogenen Erwartungen an die Impfung aus dem letzen Jahr erfüllen konnte.
Die Todesrate bei Corona-Erkrankten 2021in Deutschland ist trotz Impfung nur leicht vermindert gegenüber dem Vorjahr. Absolut gesehen haben wir dieses Jahr mehr Corona-Fälle und daher in etwa gleich viele Corona-Tote. Was genau hat die jahrelange Werbung und Propaganda für Impfungen also gebracht, außer der Pharmaindustrie die Taschen zu füllen? Eine sinnvolle politische Strategie zur Milderung einer Epidemie kann die Impfung sicher nicht ersetzen, genau das haben Politiker und wissenschaftsgläubige Intellektuelle aber gehofft und glauben es anscheinend - siehe die anhaltende Debatte zur Impfpflicht - bis heute.

#52 Nudità

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Liebe Hörer*innnen,

Frohe Weihnachten! Ich wünsche euch vor allem, dass ihr euch mit der Entscheidung, wo und mit wem ihr Weihnachten verbringt, zufrieden fühlt und euch nicht vom medialen Vorsichts-Terror verunsichern lasst. Wenn man ein bisschen Bedenken hat, sollte man den Kontakt vermeiden und ein späteres Treffen planen, ansonsten einfach zusammen das Fest feiern ohne an Corona (als medizinisches) Phänomen zu denken. Für politische Diskussionen im Familienkreis zu sorgen ist allerdings Bürgerpflicht in diesen Weihnachtstagen. Es steckt viel Zündstoff in diesem Weihnachtsfest.
Daher kommen wir auch hier zum polemischen Teil. Ich publiziere hier im Folgenden einen energischen Aufrufs zu friedlichen Demos so wie jene vor einigen Tagen in München, wo Demonstranten mit friedfertigen Gesten und qua schierer Anzahl und Masse eine Polizeiblockade durchbrachen, ohne jemanden zu gefährden oder zu schädigen meines Wissens. Warum die Polizei an dieser Stelle blockieren wollte, ist mir nicht bekannt. Es zählt jetzt, sich dem Widerstand anzuschließen. Auch wenn man damit als Rechter etikettiert wird. Ich bin der Telegramm-Gruppe des Demokratischen Widerstands beigetreten, wo sicherlich ab und zu auch Links zu dubiosen Quellen wie dem Compact-Magazin gepostet werden. Prinzipiell sehe ich aber keinen qualitativen Unterschied zwischen den als normal akzeptierten verschwörungstheoretischen Inhalten der staatstreuen Zeitungen und Sender wie ARD und ZDF (dieser Tage im Angebot: "die unsichtbare Omikron-Wand rollt auf uns zu" oder "Kritische Infrastruktur gefährdet") und einem solchen rechts-esoterischen Magazin, das ich gar nicht genauer kenne und auch nicht kennen will. In beiden Fällen tun sich Menschen, die sich derlei zu Gemüte führen, nichts Gutes und lassen sich von Panik und reißerischen Horrorgeschichten anstecken. Die Menschen, die ich diese Woche auf meiner ersten Demo in dieser Bewegung getroffen habe, waren alle sicher keine Faschisten, sondern überzeugte Demokraten, die für ihre Kinder, Verwandten oder ihre eigene Überzeugung und Vorstellung eines demokratischen Zusammenlebens auf die Straße gehen, und teils seit Monaten und Jahren schon überall im Land Präsenz zeigen. Für mich war es ein beschämender Moment, zu realisieren, dass ich viel zu lange brauchte, um mich dem Widerstand gegen eine offensichtlich undurchdachte, diskriminierende, rachsüchtige Politik (gegen die Ungeimpften, Unvorsichtigen oder Maskenverweigerer etc... überall soll eine Kette der Schuld zurückverfolgt werden, an deren Ende jemand stirbt) anzuschließen.

Dieser infame und uns alle krank machende Schuld-Diskurs entlastete die Regierung bisher ganz ausgezeichnet von ihrer Aufgabe, staatliche Ressourcen für die Bewältigung einer Pandemie freizusetzen. Noch nicht mal das Minimale, was zu erwarten ist, dass nämlich Daten zu den Verteilungen über Altersgruppen, Impfstatus, medizinische Vorerkrankungen der Corona-Erkrankten etc. verlässlich erfasst werden, ist geschehen und Deutschland geht hier einen international sehr isolierten Einzelweg mit den neuerlichen Restriktionen, ohne eine wissenschaftliche Basis für Entscheidungen zu liefern.

In Großbritannien etwa ist man in der Datenanalyse um Welten weiter und hat so die Pandemie weit besser unter Kontrolle. Dort verfolgt man diesen Winter auch konsequent eine Politik der Öffnung, ohne Segregation und Ausschluss von Ungeimpften, ohne moralischen Druck auf Individuen, mit ihren bewussten Verhaltensänderungen das Volkswohl zu garantieren, wie hierzulande.

#51 Lieber Wanderer...

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Liebe Hörerschaft,

An erster Stelle rufe ich euch auf, rauszugehen auf die Straßen und gegen diese herrschende Coronapolitik und ihre Grundprinzipien zu protestieren.
Hier der Link zum Demokalender des Demokratischen Widerstands: https://www.nichtohneuns.de
Es ist eine infame Lüge, zu behaupten, dort würden hauptsächlich rechtsradikale Querdenker demonstrieren. Ein solches Diskursmuster wie zurzeit, das jeden Protest gegen die doch sehr weitgehenden Regierungsbestimmungen zur Gesundheit in diesen Tagen (präziser: zur Corona-Gesundheit, der Freiheit von einem Virus) unter dem Label Rechtsextrem abstempeln will, ist selbst totalitär und Ausdruck einer rechten, demokratiefeindlichen Haltung. Ich werde mir das ganze zumindest mal anschauen diese Woche und mit spazieren, denn viel zu lange habe ich mich von solchen Nebelkerzen einschüchtern lassen, die ohne Beweise behaupten, diese Proteste seien rechtsradikal.

Hier ein kleines Essay von mir und viel Spaß mit der Folge:

Meine wichtigste Forderung lautet, 3G sofort zu beenden. Entweder es gibt Einschränkungen für alle mit klarer Ansage, wie lange wir uns einschränken müssen und was die definierten Ziele davon sind. Oder es ist eben alles für alle offen. Aber diese Verlogenheit. Es geht bei 2G/3G darum, das Bedürfnis, sich über irgendjemand überlegen zu fühlen, zu befriedigen. Das ist schandhaft. Nicht die Gesundheit ist das wahre Ziel, sondern die Selbstachtung: ich bin vernünftig und habe hier das Zertifikat. Ich traue mir selbst nicht über den Weg, ethisch zu agieren in der Pandemie (weil ich »die Wissenschaft« nicht verstehe und einen Priester brauche, der mir Zugang verschafft), aber immerhin gibt es andere, denen noch weniger zu trauen ist. Auch wenn das bisschen bürokratisch ist, ist dieses Vorzeigen des Impfausweises doch ganz gut, da sich das Warten lohnt: wir fühlen uns legitim, als legitime Menschen, die ihre Geburtsschuld so zeitweise abgetragen haben.

Die Impfung ist eine metaphysische Lösung für das Problem der Ursünde, aber nicht für die Pandemie. Sie bewirkt eine Änderung unseres moralischen Status, aber nicht unseres immunologischen Status. Ja, die Gefahr schwerer Verläufe wird deutlich gemindert, anstecken kann man sich aber weiterhin, wobei es hier gut wäre, mal verlässliche Zahlen zu haben. In den Krankenhäusern landen vor allem die schweren Fälle und dadurch mehr Ungeimpfte, was aber nicht heißt, dass insgesamt auch mehr Ungeimpfte infiziert sind. Hier herrscht eigentlich Blindheit, wir wissen nicht, wie sich das Virus genau ausbreitet. Wir wissen auch nicht, warum eine Welle bricht und noch weniger, ob das mit irgendwelchen Lockdown oder 3G-Regeln zu tun hatte.

Die Krankenhäuser sind zur Zeit sehr stark belastet, das ist Fakt. Wie diese Belastung im Verhältnis zu Grippewellen in den vergangenen Jahren aussieht, müssen wir genau analysieren, sie ist aber trotz regionaler Überlastungen dieses Jahr in grundsätzlich vergleichbarer Größenordnung. Das Hauptproblem bleibt der Personalabbau nicht nur der letzten Jahrzehnte sondern konkret seit Beginn der Pandemie. Warum flüchten die Pfleger aus ihrem Beruf? Weil von Überlastungen und unmenschlichen Arbeitsbedingungen seit Jahren berichtet wird, ohne dass sich irgendetwas ändert. Jahr für Jahr wurden die Pfleger vertröstet, es sei bald mit politischen Verbesserungen zu rechnen. Dann kam die Pandemie und verschlimmerte alles nochmal, ohne dass Politik und Gesellschaft es für nötig befanden, an der grundlegenden Arbeits-Situation für sie etwas zu ändern.

(Text geht unter den Links in den Shownotes weiter)

#50 Ethik

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Gibt es eine Ethik, gibt es ein richtiges Leben? Ja, aber unter engen Bedingungen, wenn wir dem Philosophen Alain Badiou folgen. Um zur wahren Ethik zu gelangen müssen wir uns erst den miefigen zeitgenössischen Ethik-Diskurs vom Hals schaffen und ihn als das entlarven, was er ist: eine zynische Rechtfertigung des Status Quo und ein ängstlich-verstörter Versuch, diesen Stand der Dinge weiter aufrecht zu erhalten entgegen der besseren Einsicht, dass diese heutige Weltordnung barbarisch und unmenschlich ist und dass wir, um diesen Zustand zu überwinden, uns um ein Ziel des Guten versammeln müssten, statt wie gebannt auf das scheinbar so evidente Böse in der Welt zu starren.

Alain Badiou zur Frage der Ethik:

»Die Ethik definiert den Menschen als Opfer. Man wird einwenden: "Aber nein! Sie vergessen das aktive Subjekt, das Subjekt, das gegen die Barbarei antritt!"
Seien wir in der Tat genau: Der Mensch ist das, was sich selbst als Opfer wiederzuerkennen vermag.«

Doch auch diese Definition des Menschen als selbst-bewusstes Opfer weist Badiou entschlossen zurück. Der Mensch kann nicht reduziert werden auf sein biologisches Dasein, der Mensch ist mehr als ein Sein-für-den-Tod (Heidegger), er ist eben kein Sterblicher auch wenn der Augenschein und die platte naturwissenschaftliche Evidenz es so erscheinen lassen können.

»Ein Unsterblicher ist der Mensch: Dies beweisen die schlimmsten Situationen, die ihm auferlegt werden können, jedenfalls, wenn er sich in der vielgestaltigen und habgierigen Lebensflut vereinzelt. Um überhaupt etwas über den Menschen zu denken, muss man von diesem Ausgangspunkt anfangen zu denken.
Derart, dass, wenn es "Menschenrechte" gibt, es sicherlich nicht Rechte auf das Leben gegenüber dem Tod oder Rechte des Überlebens gegen das Elend sind.
Es sind die Rechte des Unsterblichen, die sich für sich selbst behaupten, oder die Rechte des Unendlichen, die ihre Souveränität über die Kontingenz des Leidens und des Todes ausüben.

Dass wir letztendlich alle sterben und nur Staub übrig bleibt, ändert nichts an der Identität des Menschen als Unsterblicher in den Augenblicken, in dem er entgegen dem Tier-Sein-Wollen, dem er durch die Umstände ausgesetzt ist, das bejaht, was er ist.
Und jeder Mensch ist unvorhergesehenerweise, man weiß es, fähig, dieser Unsterbliche in großen oder kleinen Umständen für eine - ganz gleich wie - bedeutende oder unbedeutende Wahrheit zu sein.«

Ganz gleich ob als Aktivist in einer Umweltbewegung oder als Philosophin am Schreibtisch kann der Mensch also eine Wahrheit finden und ihr treu sein, unabhängig davon, welche Relevanz die Gesellschaft und die öffentliche Meinung dieser Wahrheit zumisst.
Die wahre Ethik bemisst sich danach, inwiefern ein Subjekt seinem eingeschlagenen Wahrheitsprozess treu sein kann und dieses Ereignis, das einen über sich selbst hinaustreibt, spaltet und in der Schwebe belässt, in eine zähe langangelegte Treue verwandelt.

Ein Wahrheitsereignis könnte laut Badiou ganz unterschiedliche Gestalten haben: das Entdecken einer neuen Theorie oder Forschungsmethode durch einen Wissenschaftler, das Finden seines Stils oder der Stolz auf ein besonders markantes Werk bei einem Künstler, die zufällige Begegnung zweier Menschen in der Liebe, oder die Artikulation einer revolutionären Wahrheit, die Tausende Menschen fasziniert und anzieht, so wie in den Studentenbewegungen der 60er und 70er Jahre, die ihren Höhepunkt im Mai 1968 in Frankreich fand.

All diese Momente verlangen aber von uns, uns nicht mehr als Sterbliche zu begreifen sondern als Einzelne, die in einer Extremsituation erst über sich hinauswachsen und das wahre Maß des Menschen bestimmen können.

Die Ethik ist ein schwieriges Feld, das auch mir so manchen gruseligen Gedanken bereitet. Daher verspreche ich, dass es ca. ab Folge 55 wieder mit leichterer Kost weitergehen wird: Der Klimawandel und die Fragen der wirtschaftlichen Verteilung und Entwicklung stehen auf dem Tableau und sind wichtig!

#49 'Till I Collapse

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Meine lieben Hörer, geliebte Schäfchen,

wir alle sind Teil der deutschen Herde - scheinbar. Aber warum sollte ich mich überhaupt zugehörig fühlen zu einer Nation, deren Selbsterzählungen ich nicht teile und deren Prinzipien ich für verlogen und rückständig halte? Habe ich eine ethische Pflicht, mich in diesen angeblich schweren Zeiten in die Reihe der gesunden Patrioten einzureihen? Muss ich alles dafür tun, mit meinem individuellen Verhalten auch die Volksgesundheit zu stärken und die Gesundheitspolitik entlasten durch mein "rücksichtsvolles" Verhalten? Nein, ich bin ein Einzelner und möchte es auch bleiben, auch wenn das politische Ziel des Kommunismus für mich den höchsten Glauben an die Menschheit und ans Leben rechtfertigt. Gerade um sich als Einzelner voll zu entfalten, braucht es eben das Grundgerüst des sozialistischen Staates, an dem man sich orientieren und wie eine Kletterpflanze emporwachsen kann zur vollen geistigen Höhe.

Der Fokus auf "unser" Volk, unsere Nation, unsere Werte ist für mich lächerlich und offenbart eine tiefgreifende Hilflosigkeit und Beklemmung, die wir alle spüren. Aber der Rückgriff auf das "Wohl", das "Heil", die "Ethik" oder sonstige unsaubere und miefige Begriffe ist ein Irrweg. Diesen Weg geht aber zurzeit geschlossen die deutsche Politik und Gesellschaft mit unumstößlicher Unterstützung fast all jener, die sich irgendwann in der Vergangenheit mal aus Verlegenheit oder begrifflicher Verwirrung als links bezeichnet haben.

Ja, das Volk ist wieder da, zwar nicht als politischer Entscheidungsträger sondern nur als biologische Masse, als Population. Die wichtigste politische Frage in diesen Jahren scheint zu sein, wie sich ein relativ harmloses Virus in der Population ausbreitet und wie wir die Ausbreitung eindämmen oder ganz verhindern können. Dass die Durchseuchung mittels eines neuartigen Virus ein natürliches Phänomen ist, dessen Fortschreiten (welches sich nach bekannten, wissenschaftlich zu begreifenden Gesetzen vollzieht und keineswegs ein großes Rätsel ist) allein ohne weitere Betrachtungspunkte noch keinerlei Panik, Angst oder "ethische" Überlegungen irgendwelcher Art rechtfertigt oder benötigt, wird nicht mit in die Betrachtung der Gesamtsituation einbezogen. Es scheint evident, dass es gilt, mit aller Härte die Ausbreitung zu verhindern und Infektionen generell einzudämmen.

Selbstverständlich ist es geboten, in Gebieten mit dynamischen, sich schnell fortpflanzenden Ausbrüchen Maßnahmen einzuleiten, um eine Überlastung der Krankenhäuser und des erweiterten Gesundheitssystems zu vermeiden. Das ist eine regionale Aufgabe und rechtfertigt bei bestehender Faktenlage keinerlei Eingriffe von bundesweiter Tragweite, wie sie seit Beginn der Pandemie die neue, scheinbar alternativlose Realität sind.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist das Alter der an Corona verstorbenen, das im Durchschnitt bei etwa 84 Jahren liegt, das sind wohlgemerkt ein paar Jahre mehr als die durchschnittliche Lebenserwartung von 79 Jahren. Es geht mir nicht darum, Menschenleben gegeneinander abzuwägen, sondern darum, einen groben Überblick zu bekommen, wie schwer die Lage denn nun ist, um zu wissen, welche Maßnahmen angemessen sein können und infrage kommen. Welches Leid wird den Menschen zugefügt, die im Alter von 84 Jahren an einer Corona-Infektion versterben? Die meisten dieser Menschen hatten schwerwiegende Vorerkrankungen und einige wenige dürften sogar froh gewesen sein über diese Möglichkeit, aus dem Leben zu scheiden. Wie hoch dieser Anteil ist, kann nicht beziffert werden, aber es ist eine wichtige Feststellung, dass ein Todesfall in dieser Altersgruppe anders zu bewerten ist als der Tod eines 50-Jährigen.

#47 Eschaton

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Reißen wir uns gegenseitig raus oder reiten wir uns rein? Eine Frage, die sich vielleicht so manches Liebespaar hin und wieder stellt. Aber es ist doch besser, zu lieben und sich auf dieses unbegreifliche Abenteuer einzulassen.

Doch was ist das Fundament einer Liebesbeziehung? Bei Giorgio Agamben können wir einen Fingerzeig finden. Nur wo sich Menschen ins Gesicht schauen, können sie eine Leidenschaft füreinander entwickeln; eine gesichtslose Gesellschaft, welche die Gesichter ihrer Bürgerinnen und Bürger allerorten mit Masken verhüllt, verzichtet freiwillig auf jede politische Dimension und reduziert das Leben ihrer Bürger auf das nackte biologische Dasein. Das Gesicht ist die wahre Stadt der Menschen, das politische Element schlechthin, schreibt Agamben, alles, was die Menschen sich mitteilen oder geben können, wurzelt hierin. Im Gesicht werden keine objektiven Informationen ausgetauscht, nicht diese oder jene spezielle Sache oder Kennzahl, sondern man kommuniziert seine Offenheit für weitere kommunikative Verstrickungen mit denjenigen, denen man sich so offenbart und mit nacktem Antlitz ihrem Blick standhält.
Aristoteles definierte den Menschen als politisches Tier. Wenn wir der Analyse Agambens folgen, kann es ohne Gesichter keine Politik geben und folglich auch keine Menschlichkeit.

Klar kann eine Maskenpflicht in einer gegebenen epidemischen Situation sinnvoll und begründbar sein. Die Frage ist nur: wo ist die Grenze, jenseits derer diese Begründung zurückzuweisen ist und man nicht mehr bereit ist, auf einige elementare Prinzipien zu verzichten, die bisher unser Leben als politische Tiere regelten? Ist der Punkt erreicht, wenn ein neues biopolitisches Paradigma geräuschlos und ohne nennenswerte Widerstände (aus dem linken Lager) in Kraft tritt, das fortan zur obersten Richtlinie der Politik und unserer persönlichen Lebensführung erhoben wird? Die Gesundheit wurde in den letzten beiden Jahren zum Absolutum erklärt, neben welchem kein Platz mehr sei für andere Werte des Lebens. Werte, die eigentlich aus dem Leben selbst geschöpft werden sollten und niemals das reine Überleben und die quantitative Länge des Lebens sein dürfen. In diesem Sinne ist die Gesundheit kein Wert, zwar ein wichtiges Mittel, um ein lebenswertes Leben zu ermöglichen, aber kein Zweck.

Anhand von Durchsagen in Zügen, Bahnhöfen, Bibliotheken, die einen auffordern, gesund zu bleiben und die pandemiebedingten Maßnahmen einzuhalten, liegt für mich auf der Hand, dass Gesundsein längst zu einer Bürgerpflicht geworden ist und nicht etwa wie früher ein Recht ist, das man von der Gesellschaft einfordern kann.
An diesem Punkt muss ich unerbittlich und mitleidlos bescheinigen, dass diese Gesellschaft aufgrund eines neuen, unerforschten Viruserregers ethisch und politisch komplett zusammengebrochen ist und in Windeseile diejenigen Prinzipien aufgegeben hat, für deren universelle und unantastbare Gültigkeit sie sonst aufgeblasene Sonntagsreden zu halten pflegte oder viel schlimmer weltweit Kriege anzettelte, angeblich um die Menschen dort von der Notwendigkeit von Grundrechten, Parlamentarismus, einer pluralen Medienlandschaft etc. zu überzeugen.

Beachtet auch die melodische Untermalung meiner Vorlesung zum "Eschaton", dem Ende der Zeiten, durch meinen Kater, der mit seinem Miauen die perfekte Versinnbildlichung dieses düsteren Konzepts liefert. Er ließ sich wohl vom Rhythmus anstecken und fing die Stimmung des Texts perfekt ein.
Der Weltuntergang, jaja, auch nur so ein religiöses Märchen, das leider wiederkehrt in neuen Glaubensformen wie dem heutigen Wissenschaftsglauben.

Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

Abonnieren

Follow us