Tischlein, deck dich!

Tischlein, deck dich!

#115 Ataraxie

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https://www.flassbeck-economics.com/terra-and-luna-or-how-the-moon-destroyed-the-earth/

Fb Terra Crypto: Der Grund, warum die Leute am Finanzsystem zweifeln, liegt darin, dass auch Politiker und Wirtschaftswissenschaftler keine kohärente Erklärung geben können. Sie suggerieren, die Goldbarren der Bundesbank garantierten das Geld, das eben irgendwie immer "abgesichert" sein müsse, die mögliche Ausschüttungsmenge reguliert usw.
Daher verfängt eine auf Ponzi Schemes basierende Erzählung, die nur ein paar gammelige Algorithmen als "Abvsicherung" zu bieten hat und hart verdientes Geld durchschleust, um wertlose Pseudocurrencies zu pushen.
Ganz zum Schluss schreibt er, was die wirklcihe Sicherung ist: der Kapitalstock so wie die Personen, die motiviert sind, jeden Tag mithilfe dieses Kapitals Produkte herzustellen, die den Wohlstand erzeugen. Was dieses System destabilisiert, ist die nicht ausreichende Bezahlung der Lohnabhängigen für ihrer Hände Arbeit und die Möglichkeiten für solche Spekulanten, unproduktiv Profite abzuziehen.

#114 Schieß, Xi!

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-Gesellschaftstheorie Luhmann. Wozu verstehen, wie die unrevolutionierte Ges funktioniert?

Triumphieren

Die Potenz der USA pampert auch mein Leben. Die Entscheidung ist nur, ob man diesen strukturellen Sachverhalt prinzipiell unkritisch affirmiert und glaubt, es sei sowieso "unrealistisch", träumerisch, eine politische Organisation außerhalb des bürgerlichen Rahmens ins Auge zu fassen und anzupeilen.
Oder ob man sich entschlossen gegen die Basis der chaotischen, planlosen Ideologie der westlichen Welt stellt.
Wenn man die Kraft dazu nicht hat, bleibt man ein erbärmlicher Knecht des natogestützten Kapitals.
Man argumentiert innerhalb der Grenzen des polizeilich Erlaubten und logisch Unerlaubten (Marx).
Man verteufelt China und prangert deren autoritäre Methoden an, ganz nach dem Geschmack des deutschen Imperialismus. So reproduziert der Klassenstaat die Solidarität der von ihm geknechteten Volksmassen mit dem sie unterjochenden System mittels Konsenszwang: auch die Linken sagen es ja, wir hier haben es so gut und sind viel weiter fortgeschritten als die Chinesen, und hätten nur noch ein paar kleinere Ungereimtheiten zu beseitigen, während China das ganz andere, ganz Gefährliche darstellt. So braucht dieses autoritäre deutsche System den äußeren Feind, gegen den sich das Proletariat aufhetzen lässt, um sich gleichsam von der Kanonengewalt der Nato abgesichert und beschützt zu fühlen. Der Rassismus und Chauvinismus ist das Zuckerbrot für den kleinen Mann, die ökonomische Gewalt mittels Lohnarbeit und Verwertungszwang zur Profitabelmachung der menschlichen Körper und Personen ist die mächtige Peitsche. Mithilfe dieser Doppelzange aus Zuckerbrot und Peitsche wird der westliche Proletarier also gedemütigt und in geistiger und materieller Knechtschaft gehalten. Er soll fürchten, bald auch unnütz und überflüssig gemacht zu sein wie die Inder (oder Griechen, Rumänen...) oder sonstigen Drittweltler, denen wir (mithilfe zynisch-gewalttätiger Institutionen wie EZB, EU-Kommission, IWF, City of London...) nie gestatten, über ein gewisses niedriges Maß hinaus wirtschaftliche Entwicklung zu generieren und zu uns aufzuschließen.
Aus der verständlichen Existenzangst anhand der immer trüber werdenden Restwelt nistet sich der Europäer im gammeligen Herdenkonsens ein und beruft sich auf EU-Menschenrechtscharta, um sich zu trösten und einzureden, es könne doch noch alles gut werden, wenn man sich nur auf die "Ideale" und humanistischen Grundideen der EU besinne.
Diese Ideale sind aber gerade dazu gemacht, eben nur im Himmel zu schweben und niemals eingelöst zu werden. Dem bürgerlichen Staat geht es um Erhaltung der bestehenden, wenig sinnvollen Eigentums- und Produktionsordnung, also "Ordnungspolitik", mit der sich das Chaos der Welt eindämmen und die bürgerlichen Profitpfründe absichern lassen gegen die aufmüpfigen Volksmassen. Es kann diesem Staat nie um Entwicklung und wirtschaftliche Dynamik gehen, da dies den engen liberalen Gedankenhorizont überforderte und man aufgrund der eigenen Schwäche (wir alle werden als Individuen schwach, krank und wehrlos gemacht, um das System gar nicht erst infrage stellen zu können) ängstlich und verstört auf die Mitwelt blickt, in der man Konkurrenten vermutet, die einen ausstechen könnten.
Somit dreht sich das ganze Ideologiegebäude des Liberalismus um Affirmation des Bestehenden, des vulgären, egoistischen Menschen, der zuerst seine Nahrungs- und Lebensbedürfnisse befriedigen muss und dabei zügellos sein eigenes wohl auf Kosten der anderen oder des Ganzen sucht.
(Siehe Marx: Zur Judenfrage)

Und ja, es ist ja was dran, wir alle sind physiologische Wesen, auf Zufuhr von Liebe und Nahrung angewiesen. Aber gerade deshalb kann erst der sozialistische Staat ein menschenwürdiges Leben garantieren, da der bürgerliche dem Eigeninteresse und der daraus resultierenden Anarchie freies Geleit gewährleistet und seine Funktion überhaupt nur die ist, dieser Zügellosigkeit des Bourgeois jegliche Türen und Tore

#111 Polizeilich erlaubt

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Die erwähnte Folge des „3. Jahrtausends“: https://www.exomagazin.tv/gaslighting-das-3-jahrtausend-81/

Polizeilich erlaubt und logisch unerlaubt

Vorgelesen heute wurde ein extrem wichtiger Text, der entscheidend wird über die gesamten 110er und 120er Folgen von Tdd: Karl Marx, Zur Judenfrage

„Es gibt eine direkte Grenze zu Polen am Fluss Oder und mein eigener Großvater kämpfte etwa im Winter 1945 an diesem Fluss, an dieser Grenze. Und ich stand 2004 auf dieser Brücke, die natürlich wieder aufgebaut worden ist zwischen Polen und Deutschland, als Joschka Fischer als Außenminister zusammen mit seinem Kollegen von der polnischen Seite erneut die Wiedervereinigung Europas gefeiert hat.“

(https://www.tag24.de/nachrichten/politik/deutschland/politiker/annalena-baerbock/im-netz-kursierendes-foto-annalena-baerbock-hat-nicht-behauptet-sie-sei-ostdeutsche-1980102)

So Baerbock laut dem Artikel. Ich habe mir das Video jetzt nicht angesehen. Es dreht sich alles um das Wort „erneut“. Und doch: was wenn? Was, wenn „erneut“ in diesem Kontext bedeutet, dass nach dem ersten Zusammenfügungsversuch Europas, der kriegerisch erzwungenen „Vereinigung“ unter deutschem Diktat, wie es Hitler vorschwebte und er es zeit- und gebietsweise schon erreicht hatte, nun die zweite Etappe dieses langen historischen Prozesses spielt, in dem wir deutschen laut Baerbocks Erzählung und Geschichtsinterpretation eine Heldenrolle als Baumeister Europas spielen.
Wenn sie diesen Gedanken bewusst so artikuliert haben sollte, wäre sie einfach ehrlich und auskunftsfreudig über die Zwecke und Mittel des deutschen Imperialismus, der sich mal mit dem Faschismus, mal mit dem Liberalismus arrangiert und über Wasser hält, um die ganze Welt zu beherrschen und auszubeuten.
Wahrscheinlich ist dies doch eher nicht, was zeigt, welch schwierige Position wir als Revolutionäre beim Umgang mit den bisherigen Machthabern haben werden, die sich und ihre politisch-historische Rolle vollkommen verkennen.
Baerbock ist nun Vorkämpferin des deutschen Imperialismus und diktiert aus dem bequemen Chefsessel in Berlin heraus die Kriegsunterstützung für die Ukraine und ihre faschistischen Frontkämpfer. Diese glattrasierten Neonazis werden vielleicht jetzt an der Front aufgerieben, sind aber auch nur Opfer des deutschen Faschismus, der sich damals im 2. Weltkrieg auch dort tief in die Hirne eingrub, sowie des deutschen und EU-Imperialismus, der ihre Heimat nach erfolgter Zerschlagung des Kommunismus darniedergehen ließ, die Industrien einstampfte und für sich Profite rausholte, während die Ostbewohner nur die Chance hatten, zu emigrieren (falls man genug Geld und geistige Fähigkeiten, neue Sprachen zu lernen und sich umzugewöhnen etc. mitbringt) oder sich als Billiglohnkräfte für westliche Firmen zu verdingen oder eben zu Kriminellen und Faschisten zu werden. Diejenigen, die wie Joschka Fischer die geopolitischen Machtbedingungen so gesetzt haben, dass die Ukrainer am Ende es als richtige Wahl sehen, für ihr Land in den Krieg gegen Russland zu ziehen und fanatisch zu kämpfen, sind die wirklich Schuldigen an den heutigen Blutbädern.
Kleinere Länder lassen sich immer wieder blenden vom Glanz des westlichen Reichtums. Sie glauben, dort eine faire Chance zum wirtschaftlichen Aufholen und Teilhabe an der „Ausbeute des Weltmarkts“ (Marlon Grohn) zu bekommen.

#110 Das Erbe

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SN 110 Kritik an NZP

Der Neue Zwanziger Podcast zeichnet sich durch einen jovialen Ton aus, der glauben machen soll, es stehe alles zum Besten, mit der Welt, mit Deutschland, mit der Kultur. Geht ins Konzert, rufen uns die Sprecher zu, es gibt so viel Schönes zu hören!

Eben diese Betonung ist aber selbst schon ein Signal des Misstrauens. Die Heizkostenkrise steht für den Winter bevor, Corona wurde vor allem in Deutschland nie bewältigt, demagogische Verleumdungen von mutigen zivilgesellschaftlichen Bewegungen gegen die herrschende Biopolitik wurden von ebenjenen kritischen Podcastern mitgemacht, außerdem führt Deutschland gerade indirekt einen Krieg am Rande des Weltkriegs in Osteuropa.
In meinem Podcast dagegen mache ich keinen Hehl aus meiner eigenen stets schwankenden psychologischen Verfassung und meiner apokalyptischen Sicht auf die Welt, die ja wirklich am Untergehen ist, aber nicht wegen dem Klima sondern wegen der geistigen Lähmung, die durch solche Podcasts am Rande der woken Blase hervorgebracht wird. Die soziale Infektion mit dem Bazillus des US-supremacy und full spectrum dominance Gedankens vollzieht sich über die Thinktanks und Massenmedien, denen aber kein Mensch mehr glaubt. In der Situation ist es fatal, wenn vorgeblich aufklärerische Podcaster versuchen, sich an den bräsigen, halbfaschistischen Konsens der großen Medienmonopole heranzurobben und verzweifelt rufen, sie seien doch ganz vernünftig, und ebenso auf Sicherheit, Gesundheit, Ordnung bedacht oder sogar noch viel mehr als die Vertreter der Bourgeoisie in den Parlamenten, Ministerien und Medienhäusern.
Wirkliche Veränderung kommt über Revolution zustande und die braucht zur Vorbereitung schonungslose politische Enthüllungen, keinen Kuschelkurs, sondern unversöhnliche Feindschaft gegenüber dem bourgeoisen Konsens und seinen Gesten der Diskursoffenheit, Weltoffenheit, Toleranz und liberalen Rechten des Individuums.
Zunächst muss der Sozialismus aufgebaut werden, das kollektive Recht auf würdevolle Arbeit etabliert und gesichert werden gegen jederzeit drohende Rückwälzungserscheinungen.
Dazu braucht es das Eingeständnis der eigenen Bedürftigkeit: der Proletarier darf ruhig zugeben, am Ende zu sein und keinen Ausweg mehr zu finden, wie er mit sich und seinem Leben klarkommen soll in den Grenzen dieser bürgerlichen Gesellschaft. Diese revolutionäre Verzweiflung führt im besten Fall zur Marxlektüre und Eintritt in kommunistische Bünde und Organisationen.

Erst der, welcher sich eingesteht, Verbesserungen nötig zu haben, wird sich auf den Weg machen, die Mittel zur Bewerkstelligung dieser besseren sozialen Umwelt herauszufinden. Wer sich einredet, es gehe alles blendend und unser größtes Problem sei der Umstieg von Gaskraftwerken auf Wind und Solar, der lebt in einer von der Bourgeoisie hervorgerufenen Parallelwelt, die nichts mit den materiellen Kämpfen und der wirklichen Beute dieser unablässig stattfindenden Konfrontationen der Klassen zu tun hat.

Vorgelesen:

- Es gibt Jugendliche, die trotz angeblichem Fachkräftemangel keinen Ausbildungsplatz als Informatiker finden. Ausländische Pflegekräfte arbeiten für 400 Euro plus Unterkunft und bekommen den Lohn auf 600 Euro aufgestockt, wenn sie sich verpflichten, anschließend an das „FSJ“ eine Ausbildung zu absolvieren und danach noch volle zwei Jahre bei diesem Arbeitgeber zu bleiben (so bei awo etwa) – das sind nur Beispiele aus meinem privaten Umfeld, sollten aber genügen. Solange es keine ordentliche Bezahlung im Pflegebereich gibt und Lücken nur durch Bufdi und FSJ Rekrutierungen aus dem Ausland gefüllt werden, sollte zunächst mal der Beruf wieder attraktiver gemacht werden auch und vor allem für Deutsche, deren Sprachfähigkeit für die Kommunikation mit den Alten und Hilfestellung für die neu hinzukommenden migrantischen Pflegearbeiter ja sehr wichtig ist.

– Letztlich beruht die angst vor der Überalterung der Gesellschaft auf der grundsätzlichen und omnipräsenten Angst, man möge nicht mehr eff

#108 Eros

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Ja, was ist der Eros, der Liebesgott oder Liebestrieb?

Ist es nur das Verlangen, eine bestimmte Person zu lieben und mit ihr gesellschaftlich approbierte Zuneigungsrituale zu vollziehen? Oder liebt nicht viel mehr auch der Künstler, der Handwerker oder Lastwagenfahrer, der um seiner Geliebten willen arbeitet und ihr ein zufriedenstellendes Abendessen auf den Tisch bringen möchte?

Ja, um es ganz ehrlich zu sagen, das sind schwierige Gefilde. Eine Grenze muss markiert werden zwischen der erotischen Liebe und der sonstigen des Bibliomanen zu seinen Büchern, des Philosophen zu seinen Ideen usw. Nur insofern der Philosoph die Idee unter dem Einfluss des Liebespfeils gebärt, wie dies Platon eigener Überzeugung nach tat, lässt sich von Liebe nicht nur zur Weisheit, was der griechische Begriff für Philosophie bedeutet, sondern von Liebe im Allgemeinen reden. Platon meinte, dass erst die Jünglinge von Athen, die so exaltiert und einzigartig schön seien, er zu seinen philosophischen Gedankenspielen angeregt wurde, und nach dem Anblick der schönen Athener auf dem Marktplatz keine Ruhe mehr finden konnte, bis er den Samen der Schönheit in das wunderbare Erdreich des Denkens versenkt hatte, so in etwa beschreibt Nietzsche Platons eigene Überlieferungen.

Über diesen Podcast

Liebe Hörer*innen,
warum braucht es noch einen Podcast?
Vor allem wollte ich dem ersten Artikel der amerikanischen Verfassung gerecht werden, wie er von Adam Curry formuliert wurde: You shall not make bad TV.
Es sollte unser erster Anspruch sein, mal ein besseres, unterhaltsameres Medienangebot bereitzustellen, denn was sonst so in den Massenmedien stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel und schädigt mich immer weiter, indem es meine innere revolutionäre Kraft hemmt und uns einhämmern will, es gäbe keine Alternative zum Gegebenen, Revolution sei verboten…

Friedrich Nietzsche brachte wohl das zwiespältige Gefühl, meine Gedanken mit mehr Menschen teilen zu wollen, im Nachtlied des Zarathustra am besten auf den Punkt: 
„Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen.
Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.
Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir, das laut werden will. Eine Begierde nach Liebe ist in mir, die redet selber die Sprache der Liebe.
Licht bin ich: Ach dass ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, dass ich von Licht umgürtet bin.
Ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir brechen. 
Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht und oft träumte mir davon, dass Stehlen noch seliger sein müsse als Nehmen.
Das ist meine Armut, dass meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.
Wer immer austeilt, dessen Gefahr ist, dass er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.
Viel Sonnen kreisen im öden Raum: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte — mir schweigen sie.
Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen — so wandelt jede Sonne.
Einem Sturme gleich wandeln die Sonnen in ihren Bahnen. Ihrem unerbittlichen Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.
O ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! O ihr erst trinkst euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!
Nacht ist es: ach, dass ich Licht sein muss! Und Durst nach Nachtigern! Und Einsamkeit!
Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen — nach Rede verlangt mich.“

Ja mein Podcast ist eine Quelle der Lebenskraft für mich selbst und vielleicht jetzt auch für euch. Aber ich möchte betonen, dass es selbstverständlich sein sollte, was ich mache und mein Trieb zum Podcasten speist sich einfach aus dem Drang, nicht der Herde zu folgen, eigene Wege zu gehen durchs eisige Gebirge des Denkens.
Das ist meine Kälte, dass die anderen Sonnen in der Medienlandschaft für mich nicht leuchten und nur schales, langweiliges Flackern von ihnen ausgeht, sodass ich selbst produktiv werden musste, allein schon um selbst auch wieder bessere Podcasts genießen zu können als das was die Podcastlandschaft sonst so bietet.

Erwartet bitte keine Wunder von meinem Podcastwerk, es ist eben keine Milch, kein Labsal, sondern wird es erst wenn ihr es in euren Ohren dazu macht. Das heißt, wenn ihr meine Podcasts zu sehr vergöttlicht, dann tut ihr ihnen unrecht und überseht meine eigentliche Botschaft, dass nämlich gerade die Dunkelheit und das Unklare erforscht werden sollten und immer wieder unsere Neugier anstacheln, nicht das bekannte, wohlige Glück.
Der gesunde Menschenverstand ist eine Geisteskrankheit; ich widme mich lieber meinen eigenen, esoterischen Verrücktheiten, als in die Jauchegrube Twitter hinabzusteigen und dort bei den "Vernünftigen" mit zu diskutieren. Dasselbe erwarte ich von euch.

Um nicht wie Nietzsche zu enden, ist es jetzt wirklich höchste Zeit, meine Mitwelt in meine Gedankenausflüge einzubeziehen, der Mensch als soziales Tier braucht immer die Bestätigung und Anerkennung von anderen. Kommentiert gern auf der Podigeeseite und seid nicht zu zimperlich bei eurer Kritik.

von und mit Simon

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